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13.05.2019 | (rsn) - Durchatmen beim Bund Deutscher Radfahrer und der deutschen Straßenrad-Elite: Nach monatelangem Bangen konnte der BDR am heutigen Montag endlich einen Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften der Elite im Straßenrennen bekanntgeben: Start und Ziel der Rennen ums Deutsche Meistertrikot wird für Frauen und Männer am Sonntag, dem 30. Juni 2019 der Sachsenring sein.
Die 3,5 Kilometer lange Motorsport-Rennstrecke vor den Toren von Chemnitz, auf der am Wochenende darauf Läufe der Motorrad-Weltmeisterschaften stattfinden, wird dabei in einen insgesamt 12,9 Kilometer langen Rundkurs um die Stadt Hohenstein-Ernstthal, den Geburtsort von Karl May, eingebaut. Auf jeder Runde werden 183 Höhenmeter zu überwinden sein - wie viele Runden die Frauen und Männer jeweils absolvieren müssen, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.
Auch fehlt offenbar noch ein Austragungsort für die Meisterschaften im Einzelzeitfahren der Elite-Männer, Elite-Frauen und U23-Männer, die in den vergangenen Jahren stets am Freitag vor den Straßen-Meisterschaften im direkten Umfeld der Straßen-DM ausgetragen wurden. Es werde "noch nach einer Alternative gesucht", heißt es in der Pressemitteilung des BDR.
"Wir müssen uns herzlich bei Dietmar Lohr bedanken, der wie Algis Oleknavicius, der uns im letzten Jahr gerettet hat, ein echter 'Radsportverrückter' ist. Einer, der erst einmal anpackt, bevor er Probleme sieht", hob BDR-Generalsekretär Martin Wolf den Mann hervor, der rund um den Sachsenring für den BDR die Kontakte herstellte und nun als Organisator für die Deutschen Straßen-Meisterschaften auftritt. Grundsätzlich ist der BDR selbst in diesem Jahr aber erstmals nicht nur Veranstalter sondern auch Ausrichter der Titelkämpfe, weil sich für diese Rolle niemand fand.
In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Kontakte der BDR-Führung zu unterschiedlichen Kandidaten als Austragungsort. Die Städte Solingen und Koblenz waren gerüchteweise jeweils kurz davor, Ausrichter der DM 2019 zu werden, konnten letztendlich aber doch beide keinen positiven Entschluss fassen.
Das grundsätzliche Problem ist nicht gelöst
Angesichts der davonlaufenden Zeit stand zuletzt sogar der Gedanke an eine gemeinsame Meisterschaft mit einem oder mehreren Nachbarländern im Raum - so wie man es 2018 bei der U23 mit der Schweiz und Luxemburg veranstaltete. Ein Telefonat von Wolf und Lohr - beide hatten vor einiger Zeit auch schon über eine mögliche Straßen-WM am Sachsenring gesprochen - sowie anschließend die Kontakte und der Einsatz von letzterem konnten das jetzt aber verhindern.
"Die Stadt Hohenstein-Ernstthal und auch der ADAC Sachsen, haben alles in Bewegung gesetzt, damit wir mit einer Deutschen Elite-Meisterschaft im Ausland nicht ein unrühmliches Kapitel schreiben müssen", so Wolf. "Wirtschaftlich bringt uns die Ausrichtung in Eigenregie leider an unsere Grenzen."
Beim BDR ist die Suche und das Bangen jedoch nicht vorbei. Erstens, weil auch für die Zeitfahr-Meisterschaften noch der Austragungsort gefunden werden muss, und zweitens, weil das grundsätzliche Problem bestehen bleibt: Einen Ausrichter für Straßen-Radrennen in Deutschland zu finden, wird zunehmend schwerer, da sich die Veranstaltung solcher Events immer teurer und komplizierter darstellt.
"Wir müssen die Aufmerksamkeit jetzt nutzen, um mit der Politik in den Ländern und Kommunen über Lösungen zu reden, wie man Straßenradsport künftig noch organisieren kann", mahnte BDR-Präsident Rudolf Scharping in der Pressemitteilung des Verbandes. "Als fahrradfreundliche Städte bezeichnen sich in Deutschland immer mehr Kommunen. Dann sollte man dort auch bereit sein, vor allem sonntags auch einmal im Jahr einige Straßen für ein Radrennen kostenfrei abzusperren."
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