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08.02.2014 | (rsn) – Einige Akzente gesetzt, aber dennoch etwas unter Wert verkauft – so fällt Sven Krauß' Bilanz über das erste Continental-Jahr seines Teams Bergstraße aus. „Christopher Hatz war national der einzige, der ganz vorne mitfahren konnte, aber ansonsten war es, was die Ergebnisse anbelangt, relativ mau“, sagte der Sportliche Leiter zu radsport-news.com.
Dass es im vergangenen Jahr nicht wirklich rund lief, war auch einer Verkettung unglücklicher Umstände geschuldet. So etwa fiel Fabian Bruno nach einem schweren Sturz bei der Thüringen-Rundfahrt die komplette Saison aus, bei Fabio Nappa wurde eine langwierige Laktoseintoleranz festgestellt. „So hat sich das durch die Saison gezogen, dazu Rennausfälle im Frühjahr sowie ein paar interne Probleme, die jetzt aber durch die Neustrukturierung zum Glück beseitigt wurden“, sagte Krauß.
Der Herrenberger ist optimistisch, dass durch die Fusion mit MLP eine positive Entwicklung in Gang geleitet worden ist. „Wir haben schon fast ein Luxusproblem, denn sehr viele Leute wollen hier mitarbeiten und Verantwortung übernehmen. Wenn die Aufgaben verteilt sind und die Struktur steht, dann wird es sicherlich ein richtig erfolgreiches Jahr“, so Krauß optimistisch.
Einen weiteren Vorteil sieht der 31-Jährige darin, dass der Sponsor Basso sich großzügig zeigte und das Team nun über unterschiedliche Räder für Training und Rennen verfügen kann. „Dadurch, dass die Wettkampf-Rennräder immer beim Team bleiben werden, sind diese immer im Top-Zustand, was im letzten Jahr nicht immer der Fall war. Da musste vor den Rennen manchmal noch etwas improvisiert werden, und vieles blieb dann auf der Strecke.“
Aber auch sportlich sieht Krauß die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser aufgestellt. „Wir sind breiter gefächert. Zudem können wir nach dem Jahr im Continental-Bereich auch Fahrer viel besser einschätzen, wissen, wer was kann. Dadurch können wir uns auch besser auf die Wettkämpfe fokussieren", erläuterte der langjährige Gerolsteiner-Profi.
Einen wichtigen Platz im Terminkalender nimmt auch wieder die Rad-Bundesliga ein. „Zum einen, weil wir drei ganz junge Fahrer im Team haben, zum anderen auch, weil sich die Struktur der Rennserie geändert hat, keine Altersbegrenzung und keine Einschränkung für die Einzelstarter gibt. Das wird die Rennserie stark aufwerten“, prognostizierte Krauß.
Aber auch die Rennen in Italien sind wegen des Radsponsor Basso wichtiger Bestandteil des Rennprogramms. „Basso steht voll und ganz hinter uns, da wollen wir auch einiges zurückgeben. Es geht für uns auch darum, sich international einen schönen Namen zu machen, um dann für 2015 einen ansprechenderen Rennkalender zu bekommen“, erklärte Krauß, der sich noch immer große Hoffnungen auf einen Start seines Team bei der Bayern-Rundfahrt macht: „Das ist ein großer Traum von uns.“
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