--> -->

06.03.2024 | (rsn) – Nicht nur im Sprint, auch am Berg kann Bahrain Victorious überzeugen. Lediglich eine gute halbe Stunde nach dem Sieg von Phil Bauhaus bei Tirreno–Adriatico, legte sein Teamkollege Santiago Buitrago bei Paris-Nizza nach. Uneinigkeit zwischen den Topfavoriten gab dem Kolumbianer eine Chance, die er eiskalt nutzte. Der 24-Jährige war aber nicht der einzige Gewinner des Tages beim Rennen zur Sonne, denn auch sein Fluchtgefährte Luke Plapp (Jayco AlUla) konnte am Ende jubeln. Der Tageszweite übernahm die Führung in der Gesamtwertung.
"Es ist ein unglaublicher Tag für unser Team", freute sich Buitrago, der in den letzten beiden Jahren jeweils Etappensiege beim Giro d'Italia feiern konnte und im Vorjahr bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT) als Dritter auf dem Podium landete. "Das heute hatte ich nicht erwartet. Aber manchmal musst du etwas probieren", fügte er an.
Denn nachdem sich Luke Plapp am vorletzten Anstieg des Tages aus dem Feld löste, waren sich die Favoriten dahinter nicht ganz einig. Buitrago nutzte den Moment und sprang nach vorne zum Australier. Gemeinsam mit diesem holte er in der Abfahrt einige Sekunden heraus und dank ihrer starken Zeitfahrqualitäten nahmen die beiden gut 45 Sekunden Vorsprung mit in den finalen Anstieg zum Mont Brouilly.
Dort löste sich Buitrago früh von seinem Begleiter und rettete fast den gesamten Vorsprung ins Ziel. "Meine Form ist echt fantastisch und als ich sah, dass Roglic mit seinem Team das Tempo rausnahm, bin ich losgefahren. Es war den Versuch wert", erklärte der Kolumbianer, der im Ziel zehn Sekunden Vorsprung auf Plapp hatte.
Im Sprint um den dritten Platz setzte sich Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) vor Remco Evenepoel (Soudal – Quick Step) durch. 37 Sekunden hatten sie Rückstand auf den Tagessieger. Die nächste Gruppe mit Egan Bernal (Ineos Grenadiers), Felix Gall (Decathlon - AG2R La Mondiale), Primoz Roglic (Bora – hansgrohe) und Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) kam zwei Sekunden danach an. Der bisherige Leader der Rundfahrt, der US-Amerikaner Brandon McNulty (UAE Team Emirates), verlor 46 Sekunden und musste sein Maillot Jaune an Plapp abgeben, der dritte Führungswechsel der diesjährigen Austragung von Paris-Nizza.
Hinter Plapp ist Buitrago (+0:13) der neue Gesamtzweite, dann folgen die Teamkollegen McNulty (+0:27) und Joao Almeida (+0:29) vor Evenepoel (+0:30). Der Österreicher Gall verbesserte sich auf den elften Gesamtrang, machte am Mont Brouilly gleich 13 Positionen gut. 1:02 Minuten beträgt sein Rückstand auf Plapp.
In der Bergwertung baute Mathieu Burgaudeau (TotalEnergies) seinen Vorsprung aus, bekam aber mit dem Italiener Cristian Scaroni (Astana Qazaqstan) einen neuen Gegner hinzu. Die Beiden zählten zu einer vierköpfigen Ausreißergruppe, die aber schon früh im Finale gestellt wurde. Das Sprinttrikot ruht weiter auf den Schultern von Laurence Pithie (Groupama – FDJ), in der Nachwuchswertung führt nun Plapp.
Über 183 Kilometer führte der vierte Abschnitt der Fernfahrt in Richtung Mittelmeer. Von Chalon-sur-Saone ging es durch die Weinberge des Beaujolais hinauf zum Mont Brouilly, einer Fixstation der Rundfahrt in den letzten zehn Jahren, die bislang aber nur ein einziges Mal Schauplatz einer Zielankunft war. Gleich sieben kategorisierte Anstiege waren auf dem Etappenprofil zu finden, darunter zweimal der Mont Brouilly.
Das Profil der 4. Etappe. | Grafik: A.S.O.
Kurz vor der ersten Bergwertung löste sich die Gruppe des Tages, bestehend aus dem Träger des Bergtrikots, Burgaudeau, Scaroni, Stefan Bissegger (EF Education – EasyPost) und Jasper de Buyst (Lotto Dstny), dessen Teamkollege Arnaud de Lie zur 4. Etappe nicht mehr angetreten war.
Die erste Bergwertung sicherte sich Scaroni, an den nächsten beiden holte Burgaudeau die meisten Zähler. Am vierten Anstieg des Tages löste sich dann das Duo von Bissegger und de Buyst. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld schon nur noch eine Minute hinter der Gruppe und schluckte bis zur Bergwertung den Schweizer und den Belgier.
Bora – hansgrohe sorgte für ein schnelles Tempo im Feld, doch zumindest Scaroni trotzte der starken Nachführarbeit und überquerte den Mont Brouilly noch vor dem Feld. In der Abfahrt kam es dann zu einer Teilung im Feld der Favoriten und einige Fahrer wie Gall oder Almeida verloren den Anschluss. Kurz vor der nächsten Bergwertung kamen sie aber wieder zurück.
25 Kilometer vor dem Ziel löste sich Plapp gemeinsam mit Evenepoels Teamkollegen Louis Vervaeke aus dem Feld. Während der Belgier wieder von seinem Kapitän zurückgepfiffen wurde, setzte der Australier seinen Versuch fort. Kurz vor der Bergwertung bekam er Begleitung von Buitrago, der sich auch aus dem Feld nach vorne verabschiedet hatte.
Hinten im Feld war im Anstieg David Gaudu (Groupama - FDJ) zu Fall gekommen. Der Franzose verlor daraufhin den Anschluss an die Besten und bis ins Ziel ganze sechs Minuten.
Davon unbeeinflusst arbeitete das Spitzenreiter-Duo bis zur Schlusssteigung gut zusammen und ließ sich auch bergauf dann nicht mehr einfangen. Buitrago jubelte über den Etappensieg und für Plapp gab es die Gesamtführung.
Results powered by FirstCycling.com
11.03.2024Bernal im Aufwind, spürt aber “noch Luft nach oben“(rsn) – Die Anzeichen verdichten sich. Und zwar darauf, dass Egan Bernal (Ineos Grenadiers) gut zwei Jahre nach seinem lebensbedrohlichen Trainingssturz tatsächlich wieder annähernd an seine frü
11.03.2024Sturz in letzter Kurve: Schlüsselbeinbruch bei Kelderman(rsn) – Wilco Kelderman (Visma – Lease a Bike) hatte am Sonntagabend in Nizza zwar einerseits Grund zur Freude über den Gesamtsieg seines neuen Teamkollegen Matteo Jorgenson und beendete Paris-Ni
11.03.2024Jorgenson auf neuem Level: “Alles hat sich verändert, jedes Detail“(rsn) – In den vergangenen Jahren hat Matteo Jorgenson sein großes Potential als Rundfahrer und Kletterer, aber auch bei den schwereren unter den flämischen Klassikern bereits angedeutet. 2023 gel
10.03.2024Boras Podiumshoffnungen frieren in den Bergen um Nizza ein(rsn) - Bora - hansgrohe holte am Schlusstag von Paris – Nizza (2.UWT) nicht die erhofften Resultate. Aleksandr Vlasov verpasste nach starker Vorstellung das Bergtrikot und einen Platz auf dem Podiu
10.03.2024Jorgenson fährt seinen Kumpel McNulty aus dem Gelben Trikot(rsn) - Mit einer makellosen Vorstellung hat Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) am letzten Tag von Paris-Nizza (2.UWT) seinem Landsmann Brandon McNulty (UAE Team Emirates) noch das Gelbe Trikot
10.03.2024Paris-Nizza: Evenepoel will “keine zu verrückten Sachen machen“(rsn) – Beim 82. Paris-Nizza hatte Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) noch keinen großen Auftritt. Rang vier im Teamzeitfahren folgte dieselbe Platzierung am darauf folgenden Tag bei der Ankun
09.03.2024Nur Teamzeitfahren trübt starke Woche von Bora - hansgrohe(rsn) – Auch am Tag vor dem Finale bei Paris-Nizza (2.UWT) wirkt das Teamzeitfahren vom Dienstag in Auxerre für Bora – hansgrohe noch nach. Denn dass sich die Männer in Dunkelgrün dort selbst a
09.03.2024Jorgenson und McNulty: Zwei Kumpels im Duell um Gelb(rsn) - Zwei Jugendfreunde bestimmen das 82. Paris–Nizza. Brandon McNulty (UAE Team Emirates) fährt nun schon den dritten Tag im Gelben Trikot des Gesamtführenden. Matteo Jorgenson (Visma – Leas
09.03.2024Vlasov kontert Evenepoels Attacke und lässt Bora jubeln(rsn) – Nachdem die Fernfahrt Paris-Nizza (2.UWT) bisher nicht nach Wunsch von Bora – hansgrohe verlaufen war, schlug das deutsche Team am vorletzten Tag erstmals zu. Auf der wegen der Witterungsb
09.03.2024Jorgenson will das Weiße gegen das Gelbe Trikot tauschen(rsn) – Nachdem Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) in Italien auf der 5. Etappe von Tirreno-Adriatico 29 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg nach San Giacomo zu seiner letztlich siegbringenden
09.03.2024Ist für Paris-Nizza-Debütant Gall mehr drin als Platz acht?(rsn) – Als Siebter der gestrigen 6. Etappe von Paris-Nizza rückte Felix Gall (Decathlon – AG2R La Monidale) auf den achten Platz der Gesamtwertung vor, womit der Österreicher sowohl bester deut
08.03.2024Weder Roglic noch Evenepoel hatten den richtigen Riecher(rsn) - Während Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) und Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) bei ihren ersten Saisonrennen die Konkurrenz fast nach Belieben beherrschen, tanzen bei Paris – Nizza
06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM (rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I
06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison (rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden
06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert (rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta
06.01.2026Gee macht Lidl-Trek komplett (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM (rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio
06.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan
06.01.2026Regenbogenpower für die neue Saison (rsn) – Erst 2024 gegründet, steigt EF Education - Oatly schon im dritten Jahr die WorldTour auf. Zwar gab es von 2005 bis 2023 mit EF Education - Tibco SVB bereits ein amerikanisches Frauen-Team,
06.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge
05.01.2026Mehr Aerodynamik: Milan mit veränderter Position auf dem Rad (rsn) - Jonathan Milan (Lidl - Trek) hat während der Saisonpause an seiner Position auf dem Rad gearbeitet - und einige Änderungen vorgenommen. "Es ging um die Verbesserung meiner Position", sagte
05.01.2026Van der Poel: “Bin noch nicht in Topform“ (rsn) – Er kam, sah und siegte – neun Mal in drei Wochen. Mathieu van der Poel dominierte die Szene seit seinem Einstieg in die Cyclocross-Saison 2025/26. Nach einer perfekten Bilanz mit neun S
05.01.2026Teambudgets und -gehälter steigen auch 2026 weiter an (rsn) – Das Budget der WorldTour-Teams der Männer und Frauen ist auch für das Jahr 2026 wieder stark angewachsen. Laut der Gazzetta dello Sport, die sich auf UCI-Zahlen beruft, stieg es um 4,5 Pr
05.01.2026Mit neuer Führung in ein richtungsweisendes Jahr (rsn) – Nach dem Aus des Ceratizit-Teams ist Canyon – SRAM – zondacrypto das einzig verbleibende deutsche Team in der Women´s WorldTour. Der in Leipzig beheimatete Rennstall erreichte 2024 mit