RSNplusSprinter stürzten bei De Panne

Bordstein und Streckenposten stoppen Ackermann und Kanter

Von Peter Maurer aus De Panne

Foto zu dem Text "Bordstein und Streckenposten stoppen Ackermann und Kanter "
Max Kanter richtet sein Rad, nachdem er mit dem Streckenposten zusammengestoßen war. Der Mann liegt am Boden, signalisierte aber, dass ihm nichts fehle. | Foto: Cor Vos

24.03.2022  |  (rsn) – Neben Maximilian Walscheid (Cofidis), der das Rennen Brügge-DePanne, die Eröffnung der großen Klassikerwoche in Belgien, als Vierter beendete, machten sich auch Pascal Ackermann (UAE Team Emirates) und Max Kanter (Movistar) große Hoffnungen, ganz vorne mitzumischen. Doch zwei Stürze behinderten die Ambitionen der beiden.

Sowohl Ackermann als auch Kanter überstanden ihre Zwischenfälle glücklicherweise unverletzt. Der UAE-Profi wurde im Finale in einer Kurve, perfekt positioniert für die Zielgerade, nach außen gedrückt und blieb mit den Reifen am Bordstein hängen. Es folgte ein Sturz mit einem hohen Tempo und das Aus für das Finale.

___STEADY_PAYWALL___

Kanter hingegen konnte dort mitmischen, nachdem er aber gut 30 Kilometer vor dem Ziel gemeinsam mit seinem starken Teamkollegen Johann Jacobs in eine kuriose Situation involviert war. Er kollidierte mit einem Streckenposten, der einen Fahrbahnteiler anzeigte. Während der Mann am Boden liegenblieb, konnte der Cottbuser seine Fahrt fortsetzen und schlussendlich noch auf Rang 13 spurten. Wie der Streckenposten später vermeldete, gehe es ihm bis auf ein Paar Prellungen gut.

Tim Merlier (Alpecin - Fenix) ließ im packenden Zielsprint den Niederländer Dylan Groenewegen (BikeExchange - Jayco) hinter sich und bejubelte seinen dritten Saisonsieg. Max Walscheid (Cofidis) kam als bester deutscher Profi im Badeort De Panne auf den vierten Platz. | Foto: Cor Vos

Für die beiden Sprintspezialisten endete der Tag wegen der Zwischenfälle nicht so, wie sie ihn sich zu Beginn vorgestellt hatten. Beide hattem bei bestem Wetter mehr erwartet, nachdem sie sich nach ihren Teamwechsel in der Winterpause in den letzten Wochen immer besser in die Sprints reingefunden hatten.

So feierte Ackermann beim Bredene Koksijde Classic seinen ersten Saisonerfolg, Kanter wurde Vierter bei Mailand-Turin. "Das Lächeln war nie weg, ich wusste, dass ich gut drauf bin", erklärte Ackermann gegenüber radsport-news.com und fügte an: "Es waren nur die Gegebenheiten nicht immer einfach. Bei den Rundfahrten hatten wir Ambitionen für die Gesamtwertung, das ist dann für einen Sprinter nicht einfach, aber andererseits eine gute Vorbereitung eben für die Klassiker."

Neue Aufgaben nach fünf Jahren bei den deutschen Teams

Nach fünf Jahren bei Bora – hansgrohe wagte der 28-Jährige im letzten Jahr den Schritt in die Emirate. "Ich bin glücklich, dass ich das gemacht habe. Wir haben ein starkes Team und gerade Tadej nimmt unglaublich viel Druck von uns weg", schilderte der Sieger der Punktewertung des Giro d’Italia von 2019. Aber der starke Kapitän bedeutet auch für den schnellen Mann aus Kandel zusätzliche Arbeitsleistung: "Diese macht mich aber nicht kaputt, sondern stärker und an den steilen Bergen macht er es eh selbst."

Beste Bedingungen fand das Peloton zum Auftakt der belgischen Woche beim Rennen Brügge-DePanne vor. | Foto: Cor Vos

Auch Kanter vollzog einen ähnlichen Wechsel. Bei ihm war es das Team DSM, welches er nach fünf Jahren in Richtung Spanien verließ. Auch bei Movistar traf der Cottbuser wie Ackermann auf keine sehr sprintfixierte Mannschaft. "Ich denke, dass ich mich gut eingelebt habe. Ich komme ganz gut mit den Jungs klar", so der 24-Jährige, der vor allem in schweren Finalsituationen noch besser seine Fähigkeiten ausspielen könnte: "Ich mag die Rennen hier. Vor allem Gent-Wevelgem liegt mir gut mit dem anspruchsvolleren Finale." Das könnte Kanter am Sonntag schon unter Beweis stellen.

Mehr Informationen zu diesem Thema

22.03.2023Philipsens Trümpfe stachen bei Brügge-De Panne

(rsn) – Seit das Eintagesrennen Brügge-De Panne die Rundfahrt Drei Tage von De Panne ersetzte, gab es mit Ausnahme von 2020 nur Massensprints. Damals war der Wind entscheidend und eine perfekte Pe

22.03.2023Ackermann arbeitete für Molano, bis ihn die Kraft verließ

(rsn) - Einmal Zweiter, einmal Dritter war die bisherige Bilanz von Pascal Ackermann (UAE Team Emirates) bei Brügge-De Panne. Den noch fehlenden Platz eins auf dem Podium verpasste er trotz einer sta

31.03.2022Ackermann: Renntag Nr. 29 erst beim Scheldeprijs

(rsn) – Eigentlich hatte Pascal Ackermann am Mittwoch-Nachmittag durch Belgien radeln wollen. Dwars door Vlaanderen stand fest im Programm des deutschen Sprinters, der in diesem Jahr nach dem Wechse

24.03.2022Balsamo springt für Hosking ein und bezwingt Wiebes

(rsn) – Elisa Balsamo (Trek – Segafredo) ist in Top-Form. Das hat die Weltmeisterin mit ihrem Sieg am Sonntag bei der bergigen Trofeo Alfredo Binda bereits eindrucksvoll unter Beweis bestellt, nun

24.03.2022Bodyguard Gogl lobt Merlier: “Er hat Kraft ohne Ende“

(rsn) - Mit einem breiten Lächeln im Gesicht stand Michael Gogl am Mittwochvormittag am Großen Markt von Brügge und strahlte mit der Sonne um die Wette. Und dass, obwohl der Österreicher im Trikot

24.03.2022Highlight-Video von Brügge-De Panne

(rsn) - Wimpernschlagfinale bei Brügge-De Panne: Der Belgier Tim Merlier (Alpecin - Fenix) ließ im packenden Zielsprint nach 208 Kilometern knapp den Niederländer Dylan Groenewegen (BikeExchange -

23.03.2022Bennett: “Mir fehlt noch etwas die Rennhärte“

(rsn) - Im vergangenen Jahr holte sich Sam Bennett auch dank der perfekten Vorarbeit seines damaligen Quick-Step-Zuges bei Brügge-De Panne in überlegener Manier den Sieg und untermauerte seine Stell

23.03.2022Walscheid: “Ich habe gesehen, dass ich hier gewinnen kann“

(rsn) - Zum dritten Mal innerhalb einer Woche konnte Max Walscheid (Cofidis) mit einem Top-Ergebnis aufzeigen. Nach seinem zweiten Platz bei Nokere Koerse und dem Sieg beim Grand Prix Denain in Frankr

23.03.2022Der Mittwochs-Merlier schlägt wieder zu, Walscheid Vierter

(rsn) – Tim Merlier (Alpecin – Fenix) hat bei Brügge-De Panne (1.UWT) seinen dritten Saisonsieg eingefahren. Der Belgier setzte sich nach 208 Kilometern von Brügge nach De Panne in einem packend

23.03.2022Vorschau auf die Rennen des Tages / 23. März

(rsn) - Welche UCI-Rennen stehen heute auf dem Programm, wie sieht die Streckenführung aus, welche Fahrer und Teams stehen am Start und wer sind die Favoriten? Wir geben Ihnen kompakt und übersichtl

22.03.2022Ackermann und Walscheid treffen auf starke Sprinterkonkurrenz

(rsn) - Bis 2017 unter dem Namen Drei Tage von De Panne als Rundfahrt inklusive Einzelzeitfahren im Kalender als Generalprobe zur Flandern-Rundfahrt verankert, wechselte das Rennen im darauf folgende

22.03.2022Die heiligen Wochen: Von Brügge bis nach Oudenaarde

(rsn) – Das Jahr ist noch jung, doch die Straßensaison hat bereits ihren ersten großen Höhepunkt erreicht: die Frühjahrsklassiker. Das belgische Openingsweekend mit dem Omloop Het Nieuwsblad und

Weitere Radsportnachrichten

06.02.2026Uhlig vervollständigt in Bessèges das Puzzle

(rsn) – Nach vielen vergeblichen Anläufen hat es endlich geklappt. Auf der 3. Etappe des 56. Étoile de Bessèges - Tour du Gard (2.1) über 162 Kilometer rund im Bessèges hat Henri Uhlig (Alpecin

06.02.2026Kuss ist im Oman ein Leader “wider Willen“

(rsn) – Wenn am Samstag die 15. Tour of Oman (2.Pro) beginnt, gehört Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike) zumindest auf dem Papier zu den Favoriten. Im Duell der Adjutanten der beiden besten Rundfahr

06.02.2026Wiebes fängt Koch noch ab und stürmt zum zweiten Sieg

(rsn) – Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) hat auch auf der 2. Etappe der 4. UAE Tour Women (2.WWT) nichts anbrennen lassen und sich in souveräner Manier den nächsten Sieg gesichert. Die 26-jähr

06.02.2026Jayco-Plan geht voll auf: Schmid gewinnt Muscat Classic vor Yates

(rsn) – Einen Tag vor dem Start der Oman-Rundfahrt (2.Pro) hat Mauro Schmid die 4. Muscat Classic (1.Pro) für sich entschieden. Der Schweizer setzte sich bei dem nach der Hauptstadt des Oman benann

06.02.2026Rivera wird in Kolumbien Nachfolger von Teamkollege Bernal

(rsn) – Brandon Rivera hat sich nach einem zweiten und einem dritten Platz erstmals den Titel im Zeitfahren der Kolumbianischen Straßenmeisterschaften gesichert. Der Ineos-Profi war in Zipaquirá n

06.02.2026Es fehlen Geld und Zeit: Eschborn-Frankfurt ohne U23-Rennen

(rsn) – Wenn am 1. Mai in und um Frankfurt am Main sowie im Taunus wieder zigtausende Hobby-Radsportler und Hobby-Radsportlerinnen – für 2026 wurden 12.000 statt bisher 10.000 Startplätze ausges

06.02.2026Als Sportlicher Leiter ist Wagner bei Visma “Mädchen für alles“

(rsn) – Im Rahmen der Muscat Classic (1.Pro) und der Tour of Oman (2.Pro) hatte RSN ein Gespräch mit Robert Wagner vereinbart. Der Ex-Profi ist zusammen mit Grischa Niermann in beiden Rennen als S

06.02.2026Mit neuem Sponsor zur Tourpremiere

(rsn) - Einen ungewöhnlichen Start ins Jahr 2025 gönnte Pinarello - Q36.5 einem Teil seiner Mannschaft. Sieben Fahrer um Aushängeschild Tom Pidcock verbrachten einen Monat im Trainingslager in Chil

06.02.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w

05.02.2026Mit neuer Leitung, Evenepoel und PR-Stunts attraktivstes Team der Welt?

(rsn) – Es ist noch nicht allzu lange her, da sagte Ralph Denk, sein Team Bora – hansgrohe wolle einmal das beste Team der Welt werden. An dieser Zielsetzung hat man nun zusammen mit dem neuen Meh

05.02.2026“Welpenschutz“ und “gleichwertige Aufgaben“

(rsn) – Nachdem er auf Mallorca als Gastfahrer sein Debüt für Tudor gegeben hat, ist Lennart Jasch auch im Oman schon wieder für die Profimannschaft im Einsatz. Am Freitag startet der Deutsche be

05.02.2026Kluge und Augenstein jubeln im Madison, Friedrich holt Keirin-Bronze

(rsn) - Zum Abschluss der Bahn-Europameisterschaften im türkischen Konya hat German Cycling über zwei weitere Medaillen jubeln können: Roger Kluge und Moritz Augenstein gewannen mit einer mehr als