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12.09.2019 | (rsn) - Die gestrige Vuelta-Hochgeschwindigkeitsetappe wird auch John Degenkolb (Trek - Segafredo) lange in Erinnerung bleiben. Der Oberurseler schaffte gleich nach dem Start des mit 220 Kilometern längsten Teilstücks dieser Spanien-Rundfahrt den Sprung in die große Ausreißergruppe und litt danach bei einem Durchschnittstempo von gut 50 km/h mehr als vier Stunden lang.
“Gestern war es ganz verrückt. Ich musste den ganzen Tag meine besten Werte fahren um dran zu bleiben“, sagte Degenkolb vor dem Start der 18. Etappe in Colmenar Viejo. Doch selbst das sollte nicht ausreichen. Als es wieder auf eine der zahlreichen Windkanten ging, befand sich der zehnmalige Vuelta-Etappengewinner in ungünstiger Position und verlor den Anschluss. “Auf der Straße war nur Platz für etwa 20 Fahrer nebeneinander. Ich fuhr an etwa 28. Position und musste reißen lassen“, schilderte Degenkolb die Szene, die ihn alle Chancen auf den ersten Tageserfolg bei der 74. Vuelta kostete.
In der Folge wurde er regelrecht durchgereicht und erreichte schließlich mit fast 19 Minuten Rückstand in einer größeren Verfolgergruppe das Ziel in Guadalajara. “Diese Vuelta ist die härteste GrandTour, die ich bis jetzt gefahren bin. Es gab bisher nur eine Etappe, die locker gefahren wurde. In allen anderen galt nur Vollgas, um im Feld bleiben zu können“, kommentierte Degenkolb die vergangenen zweieinhalb Wochen, die den Fahrern alles abverlangten.
Auf der heutigen 18. Etappe, die über vier Berge der 1. Kategorie und in Becerril de la Sierra an einem nicht kategorisierten kurzen Schlussanstieg endet, wird der Kampf für die Sprinter wieder besonders hart werden. Oder wie es Degenkolb ausdrückte: “Heute geht es wieder nur ums Überleben.“
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