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05.03.2026 | (rsn) – Als Dritter der Ausgabe von 2020 sorgte Max Schachmann für das bisher letzte Podiumsergebnis für Red Bull – Bora – hansgrohe bei der Strade Bianche (1.UWT). Der 32-Jährige fährt mittlerweile für Soudal – Quick-Step, und auch Roger Adria, 2025 als Zehnter bester Red-Bull-Profi, trägt seit dieser Saison nicht mehr das Trikot des deutschen WorldTour-Rennstalls.
Dennoch kann Red Bull am Samstag trotz übermächtiger Konkurrenz vor allem in Person von Titelverteidiger Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) mit breiter Brust in die 20. Ausgabe des toskanischen Schotterklassikers gehen. Schließlich startete das Team so gut in die Saison wie seit den Zeiten von Peter Sagan nicht mehr. Und die liegen schon mehr als fünf Jahre zurück. ___STEADY_PAYWALL___
Mit bisher zehn Siegen belegt man im UCI-Teamranking Rang zwei hinter UAE – Emirates – XRG. Für den letzten sorgte Jordi Meeus bei der Samyn Classic (1.1) – und bereits zuvor imponierte Red Bull beim Openingsweekend mit dem zweiten Platz von Tim van Dijke sowie Rang sieben durch Meeus beim Omloop Nieuwsblad (1.UWT), der zudem tags darauf Zehnter bei Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.Pro) wurde.
Tim van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe) feiert seinen zweiten Platz beim Omloop Nieuwsblad. | Foto: Cor Vos
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war die Klassikerfraktion also wie ausgetauscht – was aber nicht nur an Neuzugängen wie Gianni Vermeersch, Arne Marit oder Jarrad Drizners lag, sondern vor allem an der Einstellung, wie der neue Sportchef Zak Dempster in einem Interview auf der Red-Bull-Website betonte.
“Die größte Veränderung liegt in der Mentalität. Die Überlegungen dazu gab es bereits im Dezember: Wie wollen wir als Gruppe wahrgenommen werden? Zu sehen, wie sich das auf der Straße auswirkt, war bisher wirklich cool und gibt uns Zuversicht für das, was noch kommen wird“, sagte der Australier, der aber auch die personellen Aspekte hervorhob. “Sven Vanthourenhout und Shane Archbold konzentrieren sich voll auf die Klassiker. Zusammen mit Jan-Niklas Droste, Director of Health and Performance, haben sie das Umfeld für den Erfolg geschaffen“, lobte Dempster das Trio.
Zum Thema Umfeld gehörten auch kleinere Veränderungen wie “ein gemeinsamer Physio-Raum, in dem sich die Fahrer gemeinsam erholen, Rennwiederholungen anschauen, lachen und abhängen. Das schafft eine andere Atmosphäre als im letzten Jahr und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl“, so der 38-Jährige, der die besondere Rolle einer der neun Neuzugänge hervorhob: Road Captain Gianni Vermeersch.
Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe, li.) freut sich mit Jordi Meeus über den Sieg seines Teamkollegen bei der Samyn Classic. | Foto: Cor Vos
“Gianni ist jemand, gegen den niemand Rennen fahren möchte - deshalb ist es viel besser, ihn in deinem Team zu haben. Wenn er irgendwo sein muss, ist er da. Das setzt Maßstäbe“, sagte Dempster über den Belgier, der bis Ende 2025 bei Alpecin als Edelhelfer seinen Anteil an van der Poels Triumphen hatte. Nun bringt der 33-Jährige seine ganze Erfahrung bei Red Bull ein und hat mit Platz fünf bei der Clásica Jaen (1.1) auch schon ein Top-Ergebnis vorzuweisen.
Ein weiteres kann bei der Strade Bianche folgen, die Vermeersch im vergangenen Jahr auf Rang sieben beendet hatte. Diesmal führt er das siebenköpfige Red-Bull-Aufgebot an, in dem mit Emil Herzog und Ben Zwiehoff auch zwei deutsche Fahrer stehen. Dazu kommen die drei Italiener Mattia Cattaneo, Gianni Moscon und Giulio Pellizzari sowie der französische Neoprofi Adrien Boichis, der bereits im Rahmen der Mallorca Challenge mit Rang vier bei der Trofeo Calvià (1.1) zu beeindrucken wusste.
Red Bulls neuer Sportchef Zak Dempster zognach den ersten beiden Monaten der Saison ein positives Zwischenfazit. | Foto: Cor Vos
Auf der Baleareninsel war Red Bull – Bora – hansgrohe ein perfekter Saisoneinstieg gelungen. Neuzugang Remco Evenepoel führte sein Team zum Sieg im Mannschaftszeitfahren der Trofeo Ses Salines (1.1), ehe er die darauf folgenden Trofeo Serra Tramuntana (1.1) und Trofeo Andratx (1.1) souverän für sich entschied. “Der starke Start auf Mallorca, die Siege und die insgesamt positiven Rennen haben dazu beigetragen, dass das gesamte Team in Schwung gekommen ist“, bilanzierte Dempster die ersten beiden Monate der Saison, denen nun ein erfolgreiches Frühjahr folgen soll.
“Das Hauptziel bei den Klassikern ist es, ein Momentum zu kreieren. Dieses Momentum baust du auf, wenn du im Kampf um die vorderen Platzierungen immer dabei bist. Natürlich wollen wir auch gewinnen“, sagte Dempster und schloss dabei auch die größten Klassiker nicht aus. “Aber wenn Fahrer wie van der Poel oder Pogacar dabei sind, musst du kreativ sein“, fügte er an.
Zudem gebe es noch diverse Verbesserungsmöglichkeiten, so Dempster. “Dazu gehört alles - die Optimierung der Ausrüstung, die Erholung, die Einrichtung des Hotels, Streckenkenntnis. Die Performance-Abteilungen werden sich zusammensetzen, um Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Nicht alles war perfekt, aber wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte er abschließend.
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