Nur Ausreißer Fietzke fährt für Red Bull ins Ziel

Buitrago siegt als Solist bei der Trofeo Laigueglia

Von Sebastian Lindner

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Santiago Buitrago hat die Trofeo Laigueglia gewonnen. | Foto: Cor Vos

04.03.2026  |  (rsn) – Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) hat die gut besetzte Trofeo Laigueglia (1.Pro) für sich entschieden. Der Kolumbianer gewann das 192 Kilometer lange Rennen an der italienischen Riviera, das teilweise auch über die Straßen von Mailand-Sanremo führt. Letzter Anstieg auf einem Rundkurs, der auch schon in der Anfangsphase des Rennens befahren wurde, war der Capo Mele. Dort, zwei Kilometer vor dem Ziel, war Buitrago aber bereits allein unterwegs. Der 26-Jährige hatte seine vormaligen Begleiter Romain Grégoire (Groupama – FDJ) und seinen Teamkollegen Antonio Tiberi bereits zuvor an der etwas schwierigeren Colla Micheri abgehängt. Im Sprint um Rang zwei setzte sich der Franzose vor dem Italiener durch. Das Duo erreichte das Ziel 25 Sekunden nach dem Sieger.

Eine Gruppe dahinter erreichten unter anderem die in dieser Saison bereits auffällig gewordenen Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG), Christian Scaroni (XDS – Astana) und Alex Aranburu (Cofidis) mit 44 Sekunden Rückstand das Ziel. Die deutschen Profis spielten zumindest im Finale keine Rolle. Marco Brenner (Tudor) und Georg Zimmermann (Lotto- Intermarché) beendeten das Rennen nicht, Jannis Peter (Unibet – Rose) wurde 41. Auch Red-Bull-Rookie Max Bock stieg vorzeitig vom Rad und war damit innerhalb seines Teams in guter Gesellschaft.

Denn nur Paul Fietzke aus dem deutschen Devo-Team sah auch die Ziellinie. Der 20-Jährige war lange Zeit Teil der zehnköpfigen Spitzengruppe, die zwischenzeitlich mehr als sechseinhalb Minuten Vorsprung hatte. Als die Gruppe am ersten längeren Anstieg 90 Kilometer vor dem Ziel nach einer Attacke von Louis Verwaeke (Soudal – Quick-Step) komplett auseinanderfiel, zählte Fietzke zu den ersten Verfolgern des Belgiers, wurde dann aber knapp 50 Kilometer vor dem Ziel von einem noch etwa 30 Mann großen Hauptfeld gestellt.

Verwaeke schaffte es bis etwa 20 Kilometer vors Ziel und damit auf den abschließenden Rundkurs. Schon vor seiner Einholung hatten sich Buitrago, Tiberi und Grégoire aus dem Feld gelöst und als neue Verfolger in Szene gesetzt. Zunächst war auch Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5) noch mit dem Trio nach vorne gefahren, doch mit den drei Kletterern konnte er nicht mithalten.

Letztlich galt das auch für Tiberi und Grégoire in Bezug auf Buitrago, der damit zum zweiten kolumbianischen Sieger bei der 63. Auflage des Rennens wurde. Für Buitragowar es neben seinem ersten Saisonsieg gleichzeitig der neunte in seiner Karriere. Vorjahressieger Juan Ayuso konnte seinen Titel nicht verteidigen, weil Lidl – Trek das Rennen ausließ.

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