Fünfter der Königsetappe und im Gesamtklassement

Pernsteiner: “Es war ein unglaublicher Fight“

Von Peter Maurer aus Schenna

Foto zu dem Text "Pernsteiner: “Es war ein unglaublicher Fight“"
Hermann Pernsteiner hinter Vincenzo Nibali | Foto: Pentaphoto

23.04.2019  |  (rsn) – Auf dem 178,7 Kilometer langen, zweiten Tagesabschnitt der Tour of the Alps ging das Team von Bahrain – Merida mehrmals in die Offensive. Im Finale war es dann der Österreicher Hermann Pernsteiner, der mit seinen Attacken sich in Richtung Etappensieg probierte. Am Ende wurde er Fünfter, erreichte das Ziel in Schenna mit einem Rückstand von 29 Sekunden auf den Sieger Pavel Sivakov (Sky).

"Es war ein unglaublicher Fight. Vom Start an war immer ein wenig Gegenwind, das Tempo war hoch und am Jaufenpass ging es richtig zur Sache. Wir haben ordentlich Gas gegeben und ich war am Limit", berichtete der Niederösterreicher gegenüber radsport-news.com. Schon in der Abfahrt vom im Nebel verhangenen Jaufenpass führte er das Feld der Favoriten ins Tal: "Es war ein Vorteil, dass ich die Abfahrt gekannt habe und ich bin dann einige Attacken mitgegangen. Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich im Finale nicht die Beine hatte und Sivakov folgen konnte."

Den Pass in Südtirol kannte er vom Training und von seiner Teilnahme am ProÖtztaler 2017, den er nach 5.500 zurückgelegten Höhenmetern auf Rang 15 abschloss. "Oben hat es das Feld richtig auseinandergerissen. Wir wollten die anderen unter Druck setzen, das war unser Plan heute. Volles Risiko ging aber bei diesen Verhältnissen nicht. Manche Kurven machen extrem zu und da kann man sich versteuern. Ich wusste, dass man ein wenig aufpassen muss."

Die größte Schwierigkeit hatte Pernsteiner aber mit den Temperaturen: "Die Kälte setzt mir immer zu, dann waren die Beine im Finale nicht mehr so gut.“ Seine eigenen Ambitionen wird er aber in den nächsten Tagen zurückstellen, hat das Gesamtergebnis seines Kapitäns die Hauptpriorität bei der Tour of the Alps: "Vincenzo hat gute Beine und ich werde ihn die nächsten Tage weiter unterstützen. Er ist explosiver als ich und hat mehr Chancen bei den kommenden Ankünften."

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