71. Paris-Nizza: Boonen auf 1. Etappe vorsichtig

Kittel von einem kleinen Steinchen gestoppt

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Marcel Kittel (Argos-Shimano) bei der Oman-Rundfahrt 2013 | Foto: ROTH

05.03.2013  |  (rsn) – Mit Marcel Kittel (Argos-Shimano) und Tom Boonen (Omega Pharma - Quick Step) kamen zwei der aussichtsreichsten Sprinter mit Verspätung ins Ziel der 1. Etappe von Paris-Nizza. War es bei Kittel ein Plattfuß, der ihn in der entscheidenden Phase aller Chancen beraubte, wurde Boonen durch einen der zahlreichen Stürze aufgehalten und erreichte zusammen mit dem jungen Deutschen im zweiten Feld knapp zwei Minuten hinter Etappengewinner Nacer Bouhanni (FDJ) das Ziel.

Während der Belgische Meister das Ganze eher gelassen nahm, war Kittel ziemlich angefressen. „15 Kilometer vor dem Ziel Platten auf einer Flachetappe, bei der ich um den Sieg mitsprinten wollte. Das ist echt ärgerlich. Immerhin ist das hier nicht irgendeine Rundfahrt und man muss jede Chance nutzen, die sich bietet. Ich musste mich echt beherrschen, dass ich nicht ausraste“, schrieb der 24 Jahre alte Erfurter auf seiner Website.

Ein kleines Steinchen, das sich in seinen Reifen gebohrt hatte, war für Kittels Ärger verantwortlich. „Ich hatte es mir hinter Tom Veelers gemütlich gemacht, weil es ein wenig auf die Kante ging und wollte abwarten, was passiert. Dann machte es aber auch schon Zisch. Naja, manchmal soll es nicht sein“, so der Argos-Sprinter fatalistisch.

Ähnlich, wenn auch aus anderem Grund, nahm Boonen sein Malheur hin. „Ich wollte kein Risiko eingehen auf einer Etappe, die meiner Meinung nach sehr gefährlich war“, erklärte der 32-Jährige den Reportern im Ziel. „Ich hatte ein paar Mal einen Sturz vermeiden können und habe dann entschieden, im hinteren Teil des Feldes zu bleiben, um unnötigen Stress und einen Sturz zu vermeiden. Ich möchte hier nicht meine Vorbereitung auf die Klassiker gefährden. Und, um ehrlich zu sein, ich hatte heute nicht die Beine. Aber davon abgesehen ist alles okay.“

Dafür konnte sich Kittel nicht über seine Form beschweren, was die Angelegenheit für ihn umso ärgerlicher machte. „Obwohl ich gleich mit meinem Teamkollegen das Rad getauscht habe, war es nicht mehr möglich zurückzukommen. Bis zu diesem kleinen Steinchen, welches sich in meinen Reifen bohrte, lief es super“, schrieb er und schickte hinterher: „Dafür werden wir morgen (Dienstag) aber wieder Alles probieren, um hier einen Sieg mitnehmen zu können.“


Auch die heutige 2. Etappe übertragen wir ab 14 Uhr im LIVE Ticker.

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