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07.03.2011 | (rsn) – Am zweiten Tag der Fernfahrt Paris-Nizza haben die Sprinterteams nichts anbrennen lassen. Nachdem zum Auftakt der Belgier Thomas de Gendt (Vacansoleil) einen überraschenden Ausreißersieg feiern konnte, wurde die 2. Etappe im Massensprint entschieden. Nach 199 Kilometern von Montfort l’Amaury nach Amilly feierte der Neuseeländer Greg Henderson (Sky) seinen ersten Saisonsieg vor dem Australier Matthew Goss (HTC-Highroad) und dem russischen Geburtstagskind Denis Galimzyanov (Katjuscha), der heute 24 Jahre alt wurde.
Vierter wurde der Deutsch-Australier Heinrich Haussler (Garmin-Cervélo), Platz fünf belegte der Slowake Peter Sagan (Liquigas-Cannoncale). Bester Franzose war Romain Feillu (Vacansoleil) auf Rang sechs. Dahinter folgten der Belgier Jurgen Roelandts (Omega Pharma-Lotto), der Spanier José Joaquin Rojas (Movistar) und der Litauer Tomas Vaitkus (Astana). Bester Schweizer war auf Platz zehn Danilo Wyss (BMC).
Der 24 Jahre alte de Gendt verteidigte sein Gelbes Trikot vor Henderson, der sich bei vier Sekunden Rückstand auf Position zwei verbesserte. Dritter ist der Franzose Jeremy Roy (FDJ/+0:07). Haussler folgt auf Rang sechs (+0:10), Jens Voigt (Leopard-Trek/+0:10) belegt als bester deutscher Fahrer Platz acht. Tony Martin (HTC-Highroad) hat 14 Sekunden Rückstand und wird auf Position 41 geführt.
Überschattet wurde die hektische Etappe von zahlreichen Stürzen, in die unter anderem auch der US-Amerikaner Levy Leipheimer (RadioShack), der Luxemburger Fränk Schleck (Leopard-Trek) und Haussler verwickelt waren. Alle drei konnten das Rennen aber fortsetzen. Nicht mehr dabei sind dagegen der Slowake Martin Velits (HTC-Highroad), der nach einem Sturz beim Auftakt wegen eines Schlüsselbeinbruchs nicht mehr zur Etappe antrat, sowie der Franzose David Moncoutié (Cofidis), der mit Kniebeschwerden aufgab.
Nachdem die Sprinterteams zum Auftakt eine Pleite erlebt hatten, gingen sie am zweiten Tag des „Rennens zur Sonne“ – das erneut seinem Namen alle Ehre machte – auf Nummer sicher. Einer rein französischen Ausreißergruppe, bestehend aus Yoann Offredo (FDJ), Maxime Bouet (Ag2R) und Tony Gallopin (Cofidis), wurde rund sechs Minuten an Vorsprung zugestanden, bevor die Aufholjagd begann. Die wurde allerdings immer wieder durch Stürze unterbrochen, so dass der Abstand zur Spitze zwischen einer und vier Minuten schwankte.
Die Fluchtgruppe war in der zweiten Rennhälfte auf zwei Fahrer zusammen geschrumpft, nachdem Offredo, auf dessen Initiative hin sich das Trio schon kurz nach der Neutralisation abgesetzt hatte, das Tempo nicht mehr halten konnte. Rund 40 Kilometer vor dem Ziel sorgte eine Bahnschranke dann für eine unfreiwillige Unterbrechung des Rennens. Gallopin und Bouet mussten ebenso wie das nachfolgende Feld warten, doch die Jury sorgt dafür, dass die Verfolger erst rund 50 Sekunden nach den beiden Spitzenreitern wieder Fahrt aufnehmen durfte und der alte Abstand so eingehalten wurde.
Kurz darauf gab zunächst Gallopin die aussichtslose Flucht auf. Bouet hielt sich noch einige Kilometer allein vorn, bevor auch er rund 30 Kilometer vor dem Ziel ebenfalls wieder im Feld verschwand. Danach vereitelten die Sprintermannschaften alle weiteren Attacken und führten das Feld bei hohem Tempo dem Ziel entgegen. Kurz vor dem Teufelslappen versuchte es de Gendt noch mit einer Attacke, aber auch das Gelbe Trikot war schnell wieder gestellt.
Auf den letzten Kilometern hatte sich vor allem HTC-Highroad mit seinem gut eingespielten Zug vor das Feld gespannt, doch im Sprint royale brachte der Brite Geraint Thomas seinen Kapitän Henderson in eine optimale Position, aus der heraus der 34-Jährige den Sieg unter Dach und Fach brachte.
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