--> -->

01.10.2025 | (rsn) – Die Weltmeisterin ist auch die Europameisterin. Marlen Reusser ist in Frankreich ihrer Favoritenrolle im EM-Zeitfahren der Frauen gerecht geworden und hat souverän die Goldmedaille geholt. Nach 24 Kilometern und 33:07 Minuten von Loriol-sur-Drome nach Étoile-sur-Rhone lag ihr Vorsprung auf Silber bei 49 Sekunden.
Das ging an Mie Björndahl Ottestad, die zwei Sekunden schneller als Mischa Bredewold war. Die Niederländerin wiederum lag nur zwei Zehntel vor der zweiten Norwegerin, Katrine Aalerud. Zunächst wurde die sogar auf dem Bronzerang geführt, das Ergebnis kurz darauf aber korrigiert.
Die beiden deutschen Starterinnen Lisa Klein und Franziska Brauße spielten im Kampf um die Medaillen keine Rolle. Klein wurde mit 2:39 Minuten Rückstand auf Reusser 16., Brauße auf Rang 19 hatte bereits mehr als drei Minuten Rückstand. Die Österreicherinnen Christina Schweinberger, die kurz vor dem Ziel von Reusser überholt wurde, und Anna Kiesenhofer beendeten das Rennen als Achte und 20. Zweite Starterin aus der Schweiz war Jasmin Liechti, die auf Rang elf landete.
“Ich wusste nicht, wie ich mich heute selbst finden soll, wenn man das so sagen kann“, sagte die neue Europameisterin, die die abwesende Lotte Kopecky abgelöst hatte. Die Belgierin hat ihre Saison bereits beendet. “Es war eine verrückte Woche in Ruanda und dann hatten wir die laaaaaange Reise. Ich bin wirklich müde. Ich hatte erst ein wenig Mitleid mit mir und Jasmin (Liechti), aber dann hörte ich, dass sogar Remco (Evenepoel) heute startet – und der hatte das längere Rennen und das war noch einen Tag später. Also können wir uns nicht beschweren“, fügte Reusser an.
Bei dem Ergebnis schon gar nicht. “Ich bin superglücklich, dass ich wieder auf diesem Level bin“, so Reusser weiter. “Letztes Jahr war ich krank, aber davor hatte ich diesen Titel schon ein paar Mal gewonnen.“ Von 2021 bis 2023 trug sie bereits das weiße Trikot mit den blauen Streifen und gelben Sternen. “Man sollte so etwas niemals selbstverständlich finden. Ich war auch nicht sicher, dass ich gewinnen würde. Manchmal ist es eng und manchmal hat jemand einen Supertag – und auch ich kann diejenige sein. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich sowieso gewinne. Unser größter Gegner war heute der Wind. Zeitfahren sind immer schwer, darum freue ich mich, dass ich belohnt werde.“
Daniela Campos aus Portugal eröffnete den Wettkampf der weiblichen Elite. Im Minutentakt wurden die Frauen von der Rampe geschickt. Das Ziel sah Campos allerdings nicht als Erste. Die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Paris, Anna Henderson, startete bereits als Dritte und holte die zwei Minuten auf. Die Britin setzte zunächst auch die besten Zwischenzeiten an allen drei Messpunkten.
9:16 Minuten nach 6,6 Kilometern, 16:26 Minuten nach 12 Kilometern, 31:04 Minuten nach 22,5 Kilometern und im Ziel 34:12 Minuten waren erste Richtwerte, die aber auch nicht von Dauer waren. Am ersten Messpunkt war Lieke Nooijen schneller, nach der Mur d`Allex zur zweiten Messung konnte die Niederländerin aber Ottestad nicht verdrängen.
Nooijens Bestzeit an der ersten Messung wurde nur noch drei Mal getoppt: Von Cédrine Kerbaol um fünf Sekunden, nochmal je zwei Sekunden schneller waren Aalerud und Reusser, wobei die Norwegerin mit zwei Zehnteln weniger als die Weltmeisterin die Bestzeit lieferte.
Das Profil des EM-Zeitfahrens der Frauen | Foto: Veranstalter
Im Ziel verdrängte Ottestad schließlich Henderson um 15 Sekunden aus dem Hot Seat. Derweil rückte Reusser am zweiten Messpunkt die Verhältnisse wieder gerade. Mit 15:52 Minuten fuhr sie Aalerud um 14 Sekunden davon, die drittbeste Zeit erzielte dort Bredewold.
In der Folge zeigte sich, dass Aalerud zu schnell angegangen war. Im Ziel lag sie zwei Sekunden hinter ihrer Landsfrau, die ihrerseits an der dritten Messung zeitgleich mit Bredewold war. Reusser hatte da bereits 50 Sekunden Vorsprung.
Im Kampf um die weiteren Medaillen blieb es unterdessen ein enges Rennen. Ottestad hatte dort zwei Sekunden Vorsprung auf Bredewold, die ihrerseits zwei Zehntel schneller als Aalerud war. Keine zwei Medaillen für Norwegen also, denn nur wenige Sekunden nach Bredewold war dann auch schon Reusser im Ziel, die überlegen Gold holte. Die hatte unterwegs die zweimalige EM-Dritte Schweinberger überholt, die schließlich als Letzte über den Strich fuhr und Achte wurde.
20.11.2025Vingegaard: Künftig nur noch optimal vorbereitet zu Titelkämpfen(rsn) – Im Gegensatz zu seinem großen Konkurrenten Tadej Pogacar (UAE – Team Emirats – XRG) gilt Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) als klassischer Rundfahrtspezialist. Der Däne hat all
06.10.2025Vollering nach ausgestandenen Menstruationsproblemen zu EM-Gold(rsn) – Nach dem überlegen herausgefahrenen Sieg im EM-Straßenrennen der Frauen wird Demi Vollering (FDJ – Suez) ihr frisch erobertes Trikot bereits am Dienstag erstmals in einem Rennen präsent
05.10.2025Lichtblicke gegen Pogacar: Evenepoel zieht seine EM-Lehre(rsn) – Die Europameisterschaften in Frankreich sind für Remco Evenepoel mit einer Silbermedaille im Straßenrennen zu Ende gegangen. Am Sonntagnachmittag musste der 25-Jährige einzig seinem Rival
05.10.2025Vingegaard: “Manchmal hat man einen schlechten Tag“(rsn) – Während sich Tadej Pogacar zum ersten Mal in seiner illustren Laufbahn zum Europameister aufschwang, erlebte dessen Erzrivale Jonas Vingegaard einen bitteren Sonntagnachmittag. Auf den 202,
05.10.2025Highlight-Video des EM-Straßenrennens der Männer (rsn) – Tadej Pogacar hat sich mit einem 75-Kilometer-Solo bei der Straßen-EM in den französischen Regionen Drome und Ardèche zum Europameister gekrönt. Der 27-jährige Slowene distanzierte dab
05.10.2025Pogacar umzingelt? Wer den Bären reizt …(rsn) – Tadej Pogacar hat sich zum ersten Mal in seiner Karriere zum Europameister gekrönt. Am Sonntagnachmittag wurde sein 75-Kilometer-Solo zwischen Privas und Guilherand-Granges mit der Goldmeda
05.10.2025Pogacar mit 75 Kilometer Anlauf zum EM-Titel(rsn) - Mit einem weiteren furiosen Solo hat Weltmeister Tadej Pogacar für Slowenien den ersten Europameistertitel im Straßenrennen eingefahren. Diesmal fuhr der Überflieger der vergangenen beiden
04.10.2025Pogacar mit nächstem Solo? “Sag niemals nie“(rsn) - Tadej Pogacar hat beim WM-Rennen in Kigali mit einem 66-Kilometer-Solo seinen Titel verteidigt. Der Slowene geht als Topfavorit in das EM-Rennen am Sonntag in der französischen Region Drome-
04.10.2025EM-Showdown für Pogacar, Evenepoel und Vingegaard(rsn) - Es gibt praktisch keine Vergleichswerte für das direkte Aufeinandertreffen von drei der besten Rundfahrer der aktuellen Zeit: Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel trafen bei E
04.10.2025Vingegaard versucht bei der EM den nächsten Schritt(rsn) – Der zweifache Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) entspricht mit seinen Kletter- und Zeitfahrqualitäten all dem, was ein Rundfahrer von Weltformat heutzutage ben
04.10.2025Starkes deutsches Duo bei der Straßen-EM der Frauen(rsn) - Franziska Koch und Antonia Niedermaier bescherten der deutschen Nationalmannschaft bei der Straßen-Europameisterschaft in der Ardèche zwei Top-Ten-Plätze. Koch wurde Fünfte, Niedermaier Ac
04.10.2025Highlight-Video des EM-Straßenrennens der Frauen(rsn) – Demi Vollering hat bei der EM 2025 in den französischen Regionen Drome-Ardèche im Straßenrennen der Frauen die Goldmedaille gewonnen. Die Niederländerin setzte sich rund 37 Kilometer vo
22.01.2026UAE-Doppelsieg: Vine zieht Narvaez mit sich und von allen davon (rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat in Uraidla die schwere 2. Etappe der Tour Down Under 2026 vor seinem ecuadorianischen Teamkollegen Jhonatan Narvaez gewonnen. Das UAE-Duo setzte sich
21.01.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w
21.01.2026Flèche Wallonne mit neuem Startort, Mur de Huy wieder im Triple (rsn) – Die 90. Ausgabe des Flèche Wallonne wird am 22. April im Lütticher Vorort Herstal beginnen, nachdem der mittlere der drei Ardennenklassiker im vergangenen Jahr in Ciney gestartet war. Davo
21.01.2026Strade Bianche 2026 mit nur noch 64 Schotterkilometern (rsn) – In den vergangenen Jahren packten die Organisatoren immer mehr Schwierigkeiten in den italienischen Frühjahrsklassiker Strade Bianche hinein. Zur am 7. März anstehenden 20. Ausgabe des üb
21.01.2026Omloop: Tenbosse-Parikeberg statt Elverenberg-Vossenhol (rsn) – Auch in diesem Jahr wird die flämische Klassikersaison mit dem Omloop Het Nieuwsblad eröffnet. Wie die Organisatoren nun mitteilten, wird die am 28. Februar anstehende 81. Ausgabe auf eine
21.01.2026Im Jahr des Umbruchs “von neuen Möglichkeiten begeistert“ (rsn) – Obwohl nach wie vor im orange-blauen Trikot unterwegs, zeigt das Frauen-Team von Picnic - Post NL in diesem Jahr ein stark verändertes Gesicht. Die Equipe von General Manager Iwan Spekenbri
21.01.2026Nach Jakobsen auch Teamkollege Eekhof an Beckenarterien operiert (rsn) – Mit Nils Eekhoff hat sich ein weiterer Profi Picnic - PostNL an den Beckenarterien operieren lassen müssen. Wie der 27-jährige Niederländer auf Instagram nun schrieb, sei der bereits in d
21.01.2026Highlight-Video der 1. Etappe der Tour Down Under (rsn) – Tobias Lund Andresen hat in Australien seinem neuen Team Decathlon – CMA CGM einen frühen ersten Saisonsieg beschert. Der 23-jährige Däne entschied nach 120 Kilometern die 1. Etappe der
21.01.2026Prudhomme: Deutsche Tour-Bewerbung mit Berlin “stärker“ (rsn) – Bereits im vergangenen Jahr kursierten Meldungen über einen möglichen Start der Tour de France 2030 in Deutschland. Im April hatte der ehemalige BDR-Vorsitzende Rudolf Scharping die sächs
21.01.2026Mayrhofer bricht sich bei Tour Down Under mehrere Knochen (rsn) – Für Marius Mayrhofer ist die Tour Down Under (2.UWT) bereits am zweiten Tag vorbei und auch seine Saison 2026 muss früh unterbrochen werden. Der Tudor-Profi kam knapp 44 Kilometer vor dem
21.01.2026Coles-Lyster feiert trotz Sturz endlich den ersten Profisieg (rsn) – Maggie Coles-Lyster hat beim 2025 neu eingeführten Women´s One Day Race (1.Pro) zwei Tage nach dem Ende der Tour Down Under ihren ersten Profisieg im vierten Jahr als WorldTour-Profi gefei
21.01.2026Lund Andresen rauscht mit perfektem Decathlon-Timing zum Sieg (rsn) – Tobias Lund Andresen hat schon im zweiten Renneinsatz nach dem Wechsel von Picnic – PostNL zu Decathlon – CMA CGM seinen ersten Sieg für den neuen Arbeitgeber eingefahren und sich im Hi