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13.06.2025 | (rsn) – Das von verschiedenen Profi-Rennställen, Rennveranstaltern und der vom saudi-arabischen staatlichen Investmentfond PIF kontrollierten Sport-Investmentgruppe SURJ Sports geplante Projekt OneCycling hat vom Radsport-Weltverband UCI einen Korb bekommen. Bei einem Meeting des Management-Komitees der UCI vom 10. bis 12. Juni in Arzon in Frankreich wurde entschieden, dass man dem Antrag von OneCycling auf Aufnahme in die Kalender der Women's WorldTour sowie der WorldTour nicht nachgekommen wird. Diese Entscheidung beruhe auf einer entsprechenden Abstimmung im Pro Cycling Council.
"Das UCI-Managementkomitee begrüßt zwar die Tatsache, dass der Straßenradsport neue Investoren anzieht, hat jedoch nach der entsprechenden Abstimmung des PCC einstimmig beschlossen, dem Antrag auf Aufnahme des OneCycling-Projekts in die Kalender der UCI Women's WorldTour und der UCI WorldTour in der vorliegenden Form nicht nachzukommen", teilte der Weltverband am Donnerstagabend mit.
"Das von einigen Teams und Organisatoren in Zusammenarbeit mit einem Sport-Investmentfond entwickelte Projekt wurde als unvereinbar mit den Governance- und Regulierungsmaßnahmen der UCI sowie als nicht sportlich kohärent erachtet. Die UCI möchte jedoch, wie alle Interessenvertreter des Radsports, die Gespräche mit den Vertretern dieses Projekts fortsetzen, um bei der Internationalisierung der Kalender der UCI Women's WorldTour und der UCI WorldTour sowie der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Sports zusammenarbeiten."
Mit OneCycling wollen Teams wie Visma – Lease a Bike, Ineos Grenadiers, Red Bull – Bora – hansgrohe und einige andere das Geschäftsmodell des Radsports revolutionieren. Ziel ist unter anderem, mehr Einnahmequellen zu schaffen. Ein Bestandteil der Planungen ist eine Zentralvermarktung von TV-Rechten oder Werbe-Möglichkeiten rund um Events, an der auch Rennställe als Teilhaber an OneCycling beteiligt würden. Ticketing-Systeme für neuralgische Streckenpunkte bei großen Rennen wurden ebenfalls angedacht.
Vor allem aber wollten die Ideengeber, zu denen mit Flanders Classics - dem Veranstalter von Events wie der Flandern-Rundfahrt - einer der drei größten Renn-Veranstalter gehört, aber auch eine klarere Struktur im vollgeladenen und sehr diversen Rennkalender schaffen, um die Top-Fahrer häufiger bei denselben Rennen zusammenzubringen.
Nach Informationen von RSN war Teil dieser Idee auch, dass innerhalb des großen 30-Mann-Kaders eines WorldTour-Teams für jede Saison ein zehn- bis zwölfköpfiger OneCycling-Kader mit den Top-Fahrern jedes Teams – die genaue Größe steht noch nicht fest – benannt wird, aus dem heraus die OneCycling-Rennen beschickt werden müssten. So soll eine Rennserie von Top-Events mit immer hervorragender Besetzung entstehen, die dann hoffentlich besser vermarktbar wäre und zusätzlich zu den Traditions-Events in Europa mit neuen Rennen beispielsweise in Asien, Afrika oder Süd- und Mittelamerika neue Märkte erschließen würde.
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