Peter wird kämpferischster Fahrer

Mirabelle: Müller fährt zum Abschluss erneut aufs Podium

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Mirabelle: Müller fährt zum Abschluss erneut aufs Podium"
Tobias Müller (rad-net Oßwald) | Foto: Cor Vos

28.05.2023  |  (rsn) - Tobias Müller (rad-net Oßwald) hat zum Abschluss der dreitägigen Tour de la Mirabelle (2.2) in Frankreich erneut eine Kostprobe seiner Sprintqualitäten abgegeben. Nach Platz zwei zum Auftakt landete der 19-Jährige am Sonntag nach 178 Kilometern in Damelevieres auf dem dritten Platz.

Schneller als Müller waren nur der belgische Tagessieger Sten Van Gucht (Bourg-en-Bresse Ain Cyclisme) und der für den Zweitdivisionär Novo Nordisk fahrende Italiener Andrea Peron.

"Wenn Gruppen gegangen wäre, wollten wir probieren, dabei zu sein. Aber es ging keine größere Gruppe. Ich denke, es hatten alle auch noch ein bisschen mit der schweren Etappe von gestern zu kämpfen. In den Schlussrunden haben wir dann unseren schnellen Mann Tobias Müller unterstützt und wollten ihm die Möglichkeit bieten, noch mal aufs Podium zu fahren. Das ist uns mit Platz drei auch gelungen. Mit dem Abschneiden sind wir sehr zufrieden", freute sich Steffen Uslar, der Sportliche Leiter von rad-net Oßwald, gegenüber radsport-news.com über das erneut starke Abschneiden.

Müller wurde auf Rang 18 zudem bester Deutscher in der Gesamtwertung, sein Teamkollege Luca Martin, schloss die Rundfahrt auf Rang 26 ab. Dazu wurde Müller noch Zweiter der Punktewertung, punktgleich mit dem Sieger Peron.

Der Gesamtsieg ging derweil an den Belgier Jonas Geens (Tarteletto - Isorex), der sich vor gleich 15 zeitgleichen Fahrern durchsetzte. Einer davon war der für Bike Aid fahrende Eritreer Dawit Yemane, der die Rundfahrt auf Rang 14 abschloss. Der Eritreer wurde zudem auch Dritter der Bergwertung. In der Tageswertung war der Niederländer Wesley Mol auf Platz 21 bester Bike Aid-Akteur.

"Wir hatten heute gehofft, dass es im Feld eine größere Selektion geben würde. Wir haben alles daran gesetzt, in eine gute Position zu kommen, aber die anderen Teams haben all unsere Attacken neutralisiert. Das Finale lief für uns ohne echten Sprinter enttäuschend. Dass keine bessere Platzierung im GC heraussprang, lag rückblickend an der 1. Etappe", spielte der Sportliche Leiter Anton Wiersma gegenüber radsport-news.com darauf an, dass Yemane zum Auftakt nur auf Rang 81 ins Ziel gekommen war und so bei Zeitgleichheit gegenüber den Konkurrenten bei der Addition der Etappenergebnisse ins Hintertreffen geriet.

Das Team P&S Benotti landete auf der letzten Etappe mit Albert Gathemann auf Rang 23, auch Teamkollege Dominik Röber kam im ersten, 50 Fahrer starken Feld an. Röber schloss die Gesamtwertung als bester Fahrer des Teams auf Rang 28 ab.

"Wir haben uns heute entschieden, den Sprint für Albert zu fahren. Auf der Schlussrunde war ein richtig schwerer Anstieg drin, aber Albert hat sich da durchgebissen", sagte Teamchef Lars Wackernagel zu radsport-news.com.

Auch wenn am Schlusstag kein Spitzenergebnis heraussprang, so stellte der Teamchef eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der ersten beiden Tage fest. "Mit etwas Wut im Bauch lässt sich bekanntlich gut fahren. Alle haben sich heute daran beteiligt, in die Gruppe des Tages zu gehen. Jannis (Peter) hat es schließlich geschafft. Seine Vierergruppe hat sich lange vorne gehalten. Hinten machte dann aber das Team Bingoal richtig Rabatz ab Kilometer 100", berichtete Wackernagel.

Jannis Peter (P&S Benotti) wurde am Schlusstag als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Foto: P&S Benotti.

Da die Peter-Gruppe zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Minuten vor dem Feld lag, entschied sich der deutsche U23-Meister des letzten Jahres dazu, vorne zu attackieren. "Er hat sein eigenes Ding gemacht und zum Lohn wurde er der aktivste Fahrer. Er durfte also zur Siegerehrung, auch nicht schlecht für uns", so Wackernagel abschließend.

Results powered by FirstCycling.com




Mehr Informationen zu diesem Thema

10.03.2026Gesundheit vor Renndichte: Mit neuem Ansatz in die Saison

(rsn) – Nach einem bewegten Winter geht das Team Benotti – Berthold mit einem verkleinerten, aber hungrigen Kader in die Saison 2026. Zehn Fahrer, darunter drei Neuzugänge, bilden das Aufgebot, d

09.03.2026Wheel Divas feiern gelungenen Saisonauftakt

(rsn) - Mit der Umag Classic Ladies (1.2) am vergangenen Mittwoch und der Porec Classic Ladies (1.2) am Wochenende starteten die beiden deutschen Frauen-Kontinentalteams Wheel Divas und LKT in die ne

09.03.2026Moore triumphiert bei Porec Classic, Koech auf dem Podium in Rhodos

(rsn) - Eine intensive und erfolgreiche Rennwoche liegt hinter den deutschen und österreichischen Kontinental-Teams. Bei gleich fünf Eintagesrennen der Kategorie 1.2 in Kroatien, Griechenland und de

04.03.2026Neuer Name, neue Räder: Die Ziele bleiben hoch

(rsn) – Sportlich war das Jahr 2025 für das Team Run & Race – Wibatech ein Erfolg. Der Sieg von Bartlomiej Proc beim Puchar MON (1.2), Top-10-Plätze in den Gesamtwertungen von Belgrad-Banjaluka

03.03.2026Der Rekordsaison folgt der große Umbruch

(rsn) – Bike Aid blickt auf die erfolgreichste Saison seiner Geschichte zurück. Ein sportlicher Höhepunkt waren die Europameisterschaften, bei denen das saarländische Kontinental-Team gleich dre

11.02.2026Es fehlen Geld und Zeit: Eschborn-Frankfurt ohne U23-Rennen

(rsn) – Wenn am 1. Mai in und um Frankfurt am Main sowie im Taunus wieder zigtausende Hobby-Radsportler und Hobby-Radsportlerinnen – für 2026 wurden 12.000 statt bisher 10.000 Startplätze ausges

01.12.2025Sauerland-Rundfahrt plant für 2026 schweren Parcours und Zeitfahren

(rsn) – Mit dem Aufstieg des Bundesliga-Klassikers Sauerland-Rundfahrt zum mehrtägigen UCI-Event hat Deutschland im kommenden Jahr neben der Lidl Deutschland Tour (2.Pro) endlich wieder ein zweites

15.11.2025Mit internationalen Erfolgen im Gepäck zum neuen Team

(rsn) - Für Dominik Röber (Benotti - Berthold) brachte die Saison 2025 seine erfolgreichsten internationalen Ergebnisse. Mit Platz zwei im Gesamtklassement und dem dritten Rang auf der letzten Etap

16.10.2025Red Bull Rookies stellen Kader für 2026 vor: Bock neu dabei

(rsn) – Die Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies gehen mit einem 13-köpfigen Kader in die Saison 2026. Das gab das Development-Team des bislang einzigen deutschen WorldTour-Rennstalls via Presse

07.10.2025Run&Race - Wibatech mit starkem Saisonfinale beim Cro Race

(rsn) - Das Kotinental-Team Run&Race - Wibatech hat seine Saison mit einer starken kämpferischen Leistung beim Cro Race (UCI 2.1) in Kroatien abgeschlossen. Gegen ein Feld, das mit zahlreichen WorldT

29.09.2025“Ans Aussteigen gedacht“: Theiler kämpft sich in Frankreich auf Platz 4

Für die deutschen Kontinental-Teams brachte das Wochenende gemischte Gefühle. Während Ole Theiler (Rembe - rad-net) in Frankreich bei widrigsten Bedingungen eine Top-Platzierung einfuhr, hatten and

23.09.2025Adamietz beeindruckt am Schlusstag der Luxemburg-Rundfahrt

(rsn) – Für die Fahrerinnen und Fahrer der deutschen Kontinental-Teams verlief die vergangene Woche etwas ruhiger. Nach seinem Auftakterfolg bei der Tour of Poyang Lake (2.2) konnte Oliver Matthei

Weitere Radsportnachrichten

11.03.2026Max Bock: Über Umweg durch Frankreich näher an den Profitraum

(rsn) – Aktuell lässt es Max Bock etwas ruhiger angehen. Das liegt weniger daran, dass der frischgebackene 21-Jährige am 10. März Geburtstag gefeiert hat, als dass noch ein wenig Restkrankheit au

11.03.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic

11.03.2026Ayuso strahlt in Gelb: “Gibt Selbstvertrauen auch für Barcelona“

(rsn) – Den Sieg hat Lidl – Trek im 23,5 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) zwar um 2,5 Sekunden verpasst, trotzdem aber gab es im Lager des deutschen

10.03.2026Ciccone: Positionierung kostete Anschluss an van der Poel und Co.

(rsn) – Nach dem fulminanten Auftakt mit einem dritten und einem fünften Platz durch Max Walscheid und Jonathan Milan im topfebenen Auftakt-Einzelzeitfahren von Lido di Camaiore hat der deutsche Wo

10.03.2026Highlight-Video der 3. Etappe von Paris-Nizza

(rsn) – Ineos Grenadiers hat das Mannschaftszeitfahren von Paris-Nizza (2.UWT) für sich entschieden. Das von Kevin Vauquelin angeführte britische Team benötigte für die 23,5 Kilometer der 3. Eta

10.03.2026Perfekt auf Schotter: Pellizzari in bestechender Frühform

(rsn) – Nach einer soliden Vorstellung kam Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico in der ersten Verfolgergruppe 17 Sekunden hinter Tagessieger Mathie

10.03.2026Highlight-Video der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico

(rsn) – Der routinierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat bei Tirreno-Adriatico die beiden Youngster Gesamtführende Isaac Del Toro (UAE Emirates – XRG) und Giulio Pellizzari (Re

10.03.2026Ineos im Teamzeitfahren knapp vor Lidl - Trek, Ayuso in Gelb

(rsn) – Es war enger als erwartet, doch am Ende hatten die Favoriten die Nase vorn. Ineos Grenadiers hat das Mannschaftzeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza für sich entschieden – es war d

10.03.2026Van der Poel schlägt im Bergaufsprint die junge Garde

(rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat die 2. Etappe von Tirreno – Adriatico (2.UWT) gewonnen. Nach 206 Kilometern von Camaiore nach San Gimignano war er im Dreiersprint berga

10.03.2026ASO zum Paris-Nizza-Auftakt: “Keine negativen Reaktionen erhalten“

(rsn) – Nach der 1. Etappe von Paris-Nizza hatte Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) deutliche Kritik an der Strecke geäußert. “Ich fand die Route heute nicht besonders gut. Es war eines W

10.03.2026Van der Poel würde gerne zu Strade Bianche zurückkehren

(rsn) – Obwohl auch die diesjährige Strade Bianche mit ihren mehr als 3.500 Höhenmetern wieder extrem schwer und damit eine Angelegenheit für Kletterer wie den mittlerweile viermaligen Sieger Tad

10.03.2026“Doppelagentin” Klöser: “Sehe mich als eine der Top-Fahrerinnen“

(rsn) - Die Deutsche Gravelmeisterin Rosa Maria Klöser (Canyon - SRAM - zondacrypto) bezeichnet sich immer noch als Newcomerin im Radsport. Und das trotz prestigeträchtiger Erfolge wie dem Gewinn d