Standortbestimmung für Frankreich-Rundfahrt

Konrad: “Die Tour de Suisse wird wichtig für den Kopf“

Von Peter Maurer

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Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) | Foto: Peter Maurer

14.06.2019  |  (rsn) – Vor seiner zweiten Tour de France-Teilnahme steht Patrick Konrad (Bora – hansgrohe). Der Niederösterreicher, der im letzten Jahr den siebten Platz beim Giro d’Italia belegte, startet nun bei der Tour de Suisse seine finale Vorbereitung auf die am 6. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt. Konrad führt die deutsche Equipe als Kapitän in das erste Zeitfahren in Langnau im Emmental, wo am Samstag der Auftakt ausgetragen wird.

"Die Tour de Suisse ist jetzt sehr wichtig für mich. Speziell im Hinblick auf die Tour de France braucht man andere Belastungen. Rennkilometer kann man nicht simulieren und sie sind wichtig für den Feinschliff", berichtete der 27-Jährige gegenüber radsport-news.com. Zuletzt verbrachte er drei Wochen gemeinsam mit Emanuel Buchmann, Maximilian Schachmann, Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger in Lienz im Höhentrainingslager. Das Bora-Quintett bereitete sich dort gezielt auf seinen Einsatz in Frankreich vor. Nun trennten sich die Wege und während es für Buchmann und Mühlberger zum Critérium du Dauphiné ging, wartet auf Konrad und Pöstlberger ab Samstag die Tour de Suisse.

"Ich fühle mich gut, habe nach den Ardennenklassikern noch die Österreichischen Zeitfahrmeisterschaften mitgenommen, deshalb war die Pause nicht so lange", antwortete Konrad auf die Frage, wie schwierig nach dem Höhentrainingslager die Rückkehr ins Feld sei. Denn sein letzter Rennstart abgesehen von den Zeitfahrmeisterschaften war am 1. Mai bei Frankfurt-Eschborn, also vor eineinhalb Monaten.

"Es wartet jetzt eine Rundfahrt mit Zeitfahrauftakt, ein paar ruhigere Etappen und danach wird es richtig schwierig. Ich denke aber, dass ich mich am Beginn sehr gut einrollen kann für die heiße Phase zum Schluss", so der Niederösterreicher, der auf ein gutes Frühjahr zurückblicken konnte mit einem vierten Platz in Murcia, als Gesamtneunter im Baskenland sowie mit seinem siebten Platz beim Flèche Wallonne. Ein wenig überraschend kam, dass Konrad nicht im Giro-Aufgebot von Bora-hansgrohe stand. Allerdings hat das Team von Ralph Denk ein größeres Highlight für den Österreicher vorgesehen: Konrad geht neben Buchmann als Co-Kapitän in die Tour de France.

"Die Tour de Suisse wird jetzt wichtig für den Kopf, aber auch um herauszufinden, wo ich vor der Tour de France stehe und wo dann wirklich mein Weg hingeht", analysierte Konrad, der seine fünfte volle Saison  für das deutsche WorldTeam bestreitet. Ich bin hochmotiviert für die Tour de Suisse und will ganz vorne mitfahren. Vor zwei Jahren war es nicht so schlecht, letztes Jahr ist es mir einfach nicht so gerollt und ich bin in den Mannschaftsdienst gewechselt. Heuer rechne ich mir etwas aus", kündigte er selbstbwusst an.

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