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12.02.2016 | (rsn) – Mit großen Hoffnungen starten die Teams in die neue Saison. In einer Serie stellt radsport-news.com alle 18 Mannschaften der WorldTour, die Zweitligisten Bora-Argon 18 und Stölting Service Group aus Deutschland sowie das Team Roth aus der Schweiz vor.
Heute: LAMPRE-MERIDA
2015 gelangen dem Team von Manager Brent Copeland Etappensiege bei allen drei großen Rundfahrten. Die Messlatte für 2016 ist damit hochgelegt und nur schwer zu überspringen – besonders, da einige Leistungsträger abwanderten. Höchste Priorität Nummer genießt wieder der Giro d’Italia. Und da sind die Erfolgsaussichten gar nicht so schlecht.
Land: Italien
Hauptsponsor: Lampre, Merida
Branche: Metallproduktion, taiwanischer Radhersteller
Teamchef: Brent Copeland
Radausrüster: Merida
WorldTour-Ranking 2015: 12
Fahrer im Aufgebot: 23
Rückblick 2015: Das einzige italienische WorldTour-Team punktete dort, wo es punkten musste: beim Giro d’Italia. Gleich vier Etappensiege feierte Lampre-Merida durch Sprinter Sacha Modolo (2), Diego Ulissi und Jan Polenc. Damit war die Saison bereits ein Erfolg - und der Rest Bonus. Es sollte aber noch besser kommen: Ruben Plaza holte für das Team bei der Tour de France den ersten Tagessieg seit 2010. Und bei der Vuelta a Espana gewann Lampre-Merida durch den Spanier sowie den Portugiesen Nelson Oliveira ebenfalls zwei Etappen – das erste Mal, dass das Team bei allen drei großen Rundfahrten in einer Saison erfolgreich war. Auch bei einigen kleineren Mehretappenrennen konnte die Equipe Siege sammeln: Rafael Valls gewann zu Saisonbeginn die Oman-Rundfahrt und Kristijan Durasek die Türkei-Rundfahrt. Nur Ex-Weltmeister Rui Costa fehlte ein wenig das Glück. Der Portugiese gewann zwar eine Etappe beim Critérium du Dauphiné und verpasste bei Paris-Nizza, dem Amstel-Gold-Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich als Vierter knapp das Podium. Allerdings spielte er bei den großen Rundfahrten erneut keine Rolle.
Ausblick 2016: Auch in dieser Saison wird sich Lampre-Merida in erster Linie auf Etappen und Eintagesrennen konzentrieren. Dafür hat das Team mit sprintstarken und explosiven Fahrern wie Ulissi und Modolo beste Voraussetzungen. Modolo wird den Giro d’Italia wieder der Tour de France vorziehen und auch Ulissi soll in Italien auf Etappenjagd gehen. Rui Costa wird einige einwöchige Rundfahrten als Kapitän in Angriff nehmen und die Ardennen-Klassiker anpeilen. Im Sommer könnte er einen weiteren Versuch auf die Gesamtwertung der Tour de France unternehmen. Durch Neuzugang Louis Meintjes und den erfahrenden Polen Przemyslaw Niemiec ist Lampre 2016 für die großen Rundfahrten allerdings flexibel aufgestellt. Mit Kristijan Durasek oder Jan verfügt das Team über weitere Fahrer, die immer für mehr als nur einen Achtungserfolg gut sind.
Wichtigste Neuzugänge: Die Verpflichtung von Louis Meintjes kann als Überraschung verbucht werden. Der 23-Jährige gilt als größtes Rundfahrt-Talent des afrikanischen Kontinents und schien fest verwurzelt im afrikanischen Team MTN-Qhubeka (in dieser Saison Dimension Data). Doch nun trägt er nun das Trikot von Lampre-Merida. 2015 deutete der Südafrikaner sein Potenzial mit einer guten Tour de France und Platz zehn bei der Vuelta a Espana bereits an. Ein weiterer Neuzugang mit Zukunft ist Matej Mohoric. Der Slowene kommt von Cannondale und ist trotz seiner erst 21 Jahre bereits Junioren- und U23-Weltmeister. Nur im Profi-Bereich muss Mohoric sich noch behaupten.
Wichtigste Abgänge: Das Team hat gleich mehrere wichtige Leistungsträger verloren. Plaza entschied sich nach nur einem Jahr zu einem erneuten Teamwechsel: 2016 ist der 37-Jährige für Orica-GreenEdge unterwegs. Nelson Oliveira trägt künftig das Trikot von Movistar und Rafael Valls entschloss sich nach dem erfolgreichsten Jahr seiner Karriere zu einem Wechsel zu Lotto Soudal. Mit Niccolo Bonifazio verlor das Team zusätzlich einen aufstrebenden Sprinter. Der 21-Jährige schloss sich Trek-Segafredo an. In der Summe bedeutet das eine ganz erhebliche Schwächung für die italienische Mannschaft, die in dieser Saison mit einem Kader von nur 23 Fahrern auskommt. Sportlich verkraftbar sind dagegen die Abgänge von Filippo Pozzato und José Serpa. Pozzato sucht mit 34 Jahren nochmals eine späte Herausforderung beim ProContinental-Team Southeast, der zwei Jahre ältere Serpa beendete seine Karriere.
Aufgepasst auf … … Davide Cimolai. Der 26-jährige Sprinter konnte im Vorjahr endlich mit Siegen auf sich aufmerksam machen und gewann den Trofeo Laigueglia und eine Etappe bei Paris-Nizza. Weiter überzeugte Cimolai mit Platz acht bei Mailand-San Remo. Sollte er seine Entwicklung fortsetzen, könnten 2016 weitere Siege folgen.
Das Lampre-Merida-Aufgebot im Überblick
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