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11.02.2026 | (rsn) – Mauro Schmid hat im letzten Anstieg der 15. Tour of Oman (2.Pro) sein Rotes Trikot noch abgeben müssen und damit den Gesamtsieg bei der fünftägigen Rundfahrt verpasst. Großer Gewinner auf der abschließenden 5. Etappe über 155,9 Kilometer von Nizwa zum Jabal Al Akhdhar (Green Mountain) war XDS – Astana, das durch den Italiener Christian Scaroni (XDS – Astana) und den spanischen Neuzugang Cristian Rodriguez einen Doppelsieg feierte und auch die Gesamtwertung in dieser Reihenfolge für sich entschied.
Scaroni erreichte das Ziel auf 1.216 Metern Höhe drei Sekunden vor Rodriguez, beiden hatten den Briten Paul Double (Jayco – AlUla) auf den letzten 100 Metern des knapp sechs Kilometer langen Schlussanstiegs noch abgefangen. Schmids Teamkollege Luke Plapp wurde Tagesdritter (+0:06) vor Titelverteidiger Adam Yates (UAE – Emirates – XRG), der die meiste Tempoarbeit am Berg erledigt, auf den letzten Metern dann aber nichts mehr zuzusetzen hatte und so seinen dritten Gesamtsieg in Serie verpasste.
“Unser Plan war sehr einfach: den Schlussanstieg ohne Probleme erreichen und dann schauen, wie die Beine sein würden und ob noch genügend Kraft für das Finale da sein würde“, wurde Scaroni auf der Astana-Website zitiert. Tatsächlich überließ sein Team UAE um Yates lange das Terrain und reagierte erst, als der Brite keine Helfer mehr um sich hatte.
“Als Yates attackierte, konnte ich nicht sofort reagieren, Cristian half mir dann, in die Favoritengruppe zurückzukommen. Auf dem Schlusskilometer habe ich dann gewartet, bis Adam Yates seinen Sprint startete, ich bin ihm gefolgt und bin dann selber angetreten. Ich möchte mich bei meinem Team für den phänomenalen Supprt bedanke, besonders bei Diego Ulissi, seine Hilfe im Wind war unbezahlbar“, lobte Scaroni seinen Landsmann, der trotz aller Helferdienst sowohl am Green Mountain als auch im Schlussklassement noch Elfter wurde.
“Ich hatte heute nichts zu verlieren und war mehr daran interessiert, die Gesamtwertung als den Etappensieg zu holen“, sagte der geschlagene Yates, dessen Team zur Schlussetappe mit nur noch vier Fahrern antreten konnte. “Wir haben durch Erkrankung und Stürze einige Jungs verloren und hatten deshalb nicht viele Optionen. Meine Hoffnung war, alle zu knacken, indem ich am Berg immer weiter das Tempo hochhalten würde. Aber heute waren einige Jungs stärker als ich – manchmal ist das halt so und das Resultat ist so, wie es ist“ trug der 33-Jährige die Niederlage mit Fassung.
Hinter Double (+0:13) wurde der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar / +0:16) Sechster, Schmid verlor eingangs der letzten beiden Kilometer den Anschluss und kam mit 38 Sekunden auf Rang 13 an. Der einzige deutsche Starter Lennart Jasch (Tudor / +4:36) belegte den 49. Platz.
Der 28-jährige Scaroni holte sich den Gesamtsieg, der zugleich sein zehnter bei den Profis war, mit 24 Sekunden Vorsprung auf Rodriguez. Yates verbesserte sich noch vom elften auf den dritten Platz, verpasste den Oman-Hattrick aber um 44 Sekunden. Schmid fiel vom ersten auf den vierten Rang zurück und war wie der fünftplatzierte Double zeitgleich mit Yates.
Scaroni sicherte sich auch die Punktewertung mit einem Zähler Vorsprung auf den Franzosen Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché), der Spanier Diego Pescador (Movistar) verbesserte sich als Gesamtachter noch an die Spitze der Nachwuchswertung, als bestes Team wurde XDS – Astana ausgezeichnet.
Der im Oman für die Visma-Profimannschaft gestartete 19-jährige Pole Patryk Goszczurny (Visma – Lease a Bike – Development) wurde mit dem Goldenen Trikot des Kämpferischsten Fahrers der Rundfahrt ausgezeichnet.
???? Christian Scaroni claims victory on Jabal Al Akhdhar (Green Mountain) and wins the #TourOfOman 2026! ?????????????? pic.twitter.com/wJQ8fu1bIO
— Tour of Oman (@tourofoman) February 11, 2026
Vom Start weg wurde die Schlussetappe von zahlreichen Attacken geprägt, von denen aber lange Zeit keine erfolgreich war. Aktiv zeigte sich dabei auch Veistroffer, der als Träger des Grünen Trikots dann aber am Zwischensprint nach 46 Kilometern ebenso wie sein schärfster Konkurrent Juan Sebastian Molano (UAE – Emirates – XRG) leer ausging und schließlich knapp den Sieg in der Sonderwertugn verpasste.
Die Maximalpunktzahl sicherte sich in Birkat al Mouz der Norweger Jonas Hem Hvideberg (Uno-X Mobility) vor dem Franzosen Florian Dauphin (TotalEnergies) und seinem Landsmann und Teamkollegen Fredrik Dversnes. Das Trio bildete kurz darauf mit dem Italiener Vincenzo Albanese (EF Education – EasyPost) und dem Dänen Johan Price-Pejtersen (Alpecin - Premier Tech) eine fünfköpfige Spitzengruppe, die sich auf der nun folgenden Schleife einen Vorsprung von rund drei Minuten erarbeitete.
Das Streckenprofil der 4. Etappe der Tour of Oman | Foto: Veranstalter
Im Feld mühte sich das aus nur noch vier Fahrern bestehende UAE-Team nach Kräften, dem Rückstand zu reduzieren. Den zweiten Zwischensprint, der auf dem Rückweg wieder in Birkat al Mouz anstand, entschied auch Hvideberg für sich. In den kurz darauf folgenden Schlussanstieg nahmen die Ausreißer immerhin noch fast zwei Minuten an Vorsprung mit. Price-Pejtersen fiel schon am Fuß der fast sechs Kilometer langen und mehr als zehn Prozent steilen Steigung zurück, kurz darauf schüttelte Dversnes alle seine weiteren Begleiter ab.
Dahinter dünnte UAE mit hohem Tempo das Feld schnell aus, ehe Yates das Kommando übernahm und eine rund zehnköpfige Gruppe initiierte, die Dversnes rund drei Kilometer vor dem Ziel einfing. Schmid hatte zu diesem Zeitpunkt mit Double und Plapp noch zwei Helfer an seiner Seite, Movistar war durch Quintana und Pescador vertreten. Doch als der UAE-Kapitän rund eineinhalb Kilometer vor dem Ziel nochmals das Tempo verschärfte, konnten nur noch Quintana, Scaroni, Rodriguez sowie das Jayco-Duo Plapp und Double folgen.
Auf dem Schlusskilometer übernahm zunächst das Astana-Duo die Spitze, ehe rund 500 Meter vor dem Ziel Double attackierte. Yates schloss die Lücke, zog dabei aber Scaroni und Rodriguez mit sich, die auf den letzten rund 100 Metern den Konter setzten und auch noch am Spitzenreiter vorbeizogen, um für ihr Team den Doppelsieg klarzumachen. Vor Yates kam auch noch Plapp ins Ziel, hinter dem entthronten Titelverteidiger wurde Double Fünfter.
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