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09.02.2026 | (rsn) - Nachdem er auf Mallorca sein Debüt für Tudor gegeben hatte, ist Lennart Jasch, der zum Kader des Development Teams gehört, auch im Oman schon wieder für die Profimannschaft im Einsatz. Am Freitag startete der Deutsche bei der Muscat Classic (1.Pro), seit Samstag nimmt er an der fünftägigen Tour of Oman (2.Pro) teil. RSN begleitet den 25-Jährigen an den sechs Renntagen auf der Arabischen Halbinsel.
Mit viel mehr Rückstand als erwartet und in einer weit zurückliegenden Gruppe abgehängter Fahrer kam Jasch 400 Meter vor dem Ziel auf dem Eastern Mountain durch die vorletzte Kurve gefahren. Als er sich näherte, wurde die große, blutende Wunde an seinem Kinn deutlich. Knapp sieben Kilometer zuvor war er in einen Massensturz bei der Vorbereitung auf die Einfahrt in den Schlussanstieg verwickelt. ___STEADY_PAYWALL___
“Es ging die ganze Zeit geradeaus, die Straße war frei. Alle Teams waren schön nebeneinander aufgereiht. Bis dahin hatten wir auch einen guten Job gemacht. Wir waren alle zusammen und schön auf einer Seite. Robin (Donzé) ist einen guten ersten Leadout gefahren, dann kam Jakob (Eriksson) und wir sind perfekt in Position gewesen. Dann kam der Kreisverkehr“, blickte Jasch gegenüber RSN zurück.
Lennart Jasch (Tudor) trug deutliche Spuren seines Sturzes im Gesicht. | Foto: Kevin Kempf
“Die Ersten haben ihn auf der rechten Seite genommen und dann gab es auf der linken Seite einen Sturz“, so der Deutsche. Trotz einiger Bodenwellen konnten sein Zug und er unfallfrei passieren. Doch die Freude hielt nicht lange an: “Dann gab es einen zweiten Kreisverkehr. Da wollten wir auf der linken Seite durch – und dann lagen wir halt. Auf beiden Kreiseln gab es auf der linken Seite einen Crash. Ich habe mir das im Stream noch mal angesehen. Die Gruppe war danach nur noch 13 Mann groß. Da lagen schon echt viele. Es war übelst glatt, da konnte man nichts machen.“
“Glätte in der Wüste“ hatten - wie den Dudelsackspieler am Start - sicher nur die wenigsten auf ihrer Oman-Bingokarte. “Warum es glatt war, darüber lässt sich nur spekulieren. Fakt ist, dass es glatt war. Es ist halt scheiße gelaufen“, resümierte Jasch. Der hatte den Crash “halbwegs gut“ überstanden. “Ich habe ein paar kleinere Blessuren, das Schlimmste sind die zwei Wunden im Gesicht; am Kinn und an der Lippe“, meinte der 25-Jährige, der die 3,5 Kilometer lange und 7,6 Prozent steile Bergankunft mit 6:36 Minuten Rückstand auf Platz 82 beendete.
Am dritten Tag der Rundfahrt ging es durch die Berge. | Foto: Kevin Kempf
Knapp sechs Minuten vor ihm kam sein Leader als 21. ins Ziel. “Will Barta ist direkt vor mir gestürzt – und ich halt hinterher. Er hat den Ellenbogen ein bisschen offen und etwas am Knie. Aber dafür, dass wir mit knapp 55 auf die Schnauze geflogen sind, ist glücklicherweise ziemlich wenig bei uns passiert. Da haben wir echt Glück gehabt“, berichtete Jasch. Der US-Amerikaner aber hat wertvolle Zeit eingebüßt und ist nun 18. der Gesamtwertung.
Für ihn, Jasch und die anderen Tudor-Fahrer wird es am Dienstag auf der 4. Etappe wohl weitergehen. “Ich hatte bisher noch nicht viele schlimme Stürze, aber dieses Mal muss wohl nichts genäht werden. Die Teamärztin schaut sich das gleich noch an. Das sollte alles halbwegs passen“, prophezeite Jasch. Das vorletzte Teilstück ist auf dem Papier einfach, weil topfeben. Es führt allerdings ständig an der Küste entlang, was zu Windkantensituationen führen könnte.
Teil 1 - “Welpenschutz“ und “gleichwertige Aufgaben“
Teil 2 - Gefühlte Autobahnen und “fiese Laktatbeine“
Teil 3 - “Gespür dafür“ und “Ahhhhhh!“
Teil 4 - “Über Kreuz schauen“ und “aufrauchen“
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