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08.02.2026 | (rsn) - Nachdem er auf Mallorca sein Debüt für Tudor gegeben hatte, ist Lennart Jasch, der zum Kader des Development Teams gehört, auch im Oman schon wieder für die Profimannschaft im Einsatz. Am Freitag startete der Deutsche bei der Muscat Classic (1.Pro), seit Samstag nimmt er an der fünftägigen Tour of Oman (2.Pro) teil. RSN begleitet den 25-Jährigen an den sechs Renntagen auf der Arabischen Halbinsel.
Sein Körper wiegte von links nach rechts, der Tritt war schwer. Als er einen Kilometer vor dem Ziel der 2. Etappe der Tour of Oman die Bergwertung am Ende des dezimierten Feldes passierte, war Lennart deutlich anzusehen, dass der Akku ziemlich leer war. ”Es war auf jeden Fall schwer“, bestätigte der Bayer am RSN-Mikrofon, nachdem auch die Cooling-Down-Runde auf den Ytti Hills deutlich länger gedauert hatte als an den beiden Tagen zuvor.
Einen Kilometer vor dem Ziel war Lennart Jasch (Tudor) mit der Nummer 124 anzusehen, dass der Tag schwer war. | Foto: Kevin Kempf
“Das Problem war, dass es superhektisch war und die Teams sich nicht einig wurden. Alle haben sich angeguckt und sich gefragt, wer den Breakaway zurückholt. Am Ende hat es dann halt niemand gemacht“, gab Jasch zu Protokoll. Zutreffend, denn ein Ausreißer, Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché), hatte dem Feld ein Schnippchen geschlagen und sich sowohl den Etappensieg als auch das Rote Trikot des Gesamtführenden geholt.
All dessen war sich der Tudor-Fahrer aber gar nicht sicher. “Die sind doch durchgekommen oder? Ich habe ein wenig über Kreuz geschaut“, gab Jasch zu, bevor er auf die Hektik im Peloton einging. “Alle haben irgendwann attackiert und wir mussten probieren, die Kontrolle zurückzugewinnen, die wir zwischendurch verloren hatten. Das hat zwar funktioniert, aber das hat mich aufgeraucht. Und zum Schluss hatten wir dann eine Person zu wenig für Rick.“
Rick Pluimers, der hügelfeste Sprinter des Schweizer Teams, hatte die Gruppe zwar gehalten, um den Tagessieg spurten konnte er aber nicht mehr. Für den Niederländer reichte es am Ende zu Platz 13. Nach dem Al-Jabal-Anstieg eskalierte die Situation bei den Besten mit noch rund 40 zu fahrenden Kilometern. “Es wurde viel attackiert. Ich habe die dann zurückgeholt und bin anschließend von vorn gefahren, so dass das Attackieren aufhört. Irgendwann hat mich Fabian (Weiss) abgelöst und da habe ich mich zurückfallen gelassen und später versucht, die anderen in den Berg reinzufahren“, beschrieb Jasch seine Arbeit im Finale.
Nach dem Cooling-Down war Jasch zum Gespräch mit RSN bereit. | Foto: Kevin Kempf
Die lief aber nicht ganz nach Plan: “Dann kamen alle von allen Seiten an mir vorbei und wenn man auf dieser Straße erst mal hinten ist, kommt in dem Fall keine Autobahn mehr, wo man vorbeifahren kann“, relativierte er seine Aussagen von der Muscat Classic, die vor allem auf breiten Straßen absolviert worden war
Nach dem explosiven Finale an den Ytti Hills stellt sich die Frage, wie spritzig Jasch eigentlich selbst ist, denn im Rennbetrieb richtig angetestet hat der 25-Jährige das noch nicht in den eineinhalb Jahren, die er in der dritten Division oder höher unterwegs ist. “Für einen Bergfahrer bin ich relativ endschnell“, versicherte der ehemalige Eisschnellläufer.
“Es zählt aber nicht nur, wie hart man in die Pedale reintreten kann, sondern auch, dass man weit genug vorn in den Anstieg reinfährt. Und da fehlt mir dann noch ein wenig die Übung. Vor allem, wenn es eine große Gruppe ist.“ Morgen auf der 3. Etappe der Rundfahrt wird die Gruppe am Anstieg wohl deutlich kleiner sein.
Dann wird es allerdings auch wesentlich schwerer, im Finale noch vorn dabei zu sein, denn der Eastern Mountain ist 3,5 Kilometer lang und im Schnitt 7,6 Prozent steil.
Teil 1 - “Welpenschutz“ und “gleichwertige Aufgaben“
Teil 2 - Gefühlte Autobahnen und “fiese Laktatbeine“
Teil 3 - “Gespür dafür“ und “Ahhhhhh!“
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