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09.02.2026 | (rsn) – Die Muscat Classic (1.Pro), sozusagen als Vorspiel, hat er bereits gewonnen. Und jetzt schickt sich Mauro Schmid (Jayco – AlUla) an, auch die sich direkt anschließende Tour of Oman (2.Pro) zu gewinnen. Mit seinem Etappensieg am Eastern Mountain auf der 3. Etappe hat er dafür jedenfalls die Basis gelegt. Der Schweizer fuhr die letzten 400 Meter der kleinen Bergankunft in vorderster Position der kleinen Kopfgruppe, ging für die letzten 100 aus dem Sattel und ließ seine Verfolger nicht mehr an sich vorbei. Christian Scaroni (XDS – Astana) konnte zwar das Hinterrad halten, aber nichts mehr oben drauf setzen. Mit drei Sekunden Rückstand kamen Martin Tjötta (Uno-X) und Sebastian Berwick (Caja Rural – Seguros RGA) als Nächste ins Ziel. Top-Favorit Adam Yates (UAE – Emirates – XRG) wurde mit 22 Sekunden Rückstand Zwölfter.
Mit seinem Tagessieg auf dem 191 Kilometer langen Teilstück hat Schmid nun auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen, führt dort mit vier Sekunden vor Scaroni. “Es war eine sehr harte Etappe mit einer wirklich starken Ausreißergruppe. Wir hatten echt zu tun, sie zurückzuholen. Dadurch war das Tempo den ganzen Tag lang auch höher als erwartet“, leitete der Schweizer Meister sein Siegerinterview ein. “Aber das Team hat heute einen sehr guten Job gemacht, mich gut beschützt und auch aus dem Crash rausgehalten.“
Rund sieben Kilometer vor dem Ziel gab es in einem Kreisverkehr einen Massensturz, in dessen Folge in Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step) auch ein Mitfavorit auf den Tages- und Rundfahrtsieg um all seine Chancen gebracht wurde. Kurze Zeit später begannen die Vorbereitungen für den finalen, dreieinhalb Kilometer langen und im Schnitt acht Prozent steilen Schlussanstieg. “Dort hat Paul Double dann wirklich einen großartigen Job gemacht, das Feld zusammengehalten und mich dann auch noch lanciert. Alles war perfekt gepaced.“
Tag 4 der Tour of Oman ist wieder einer für die Sprinter. “Da wollen wir einfach nur sicher durchkommen“, so Schmid. Und dann zählt es nochmal zum Abschluss der Rundfahrt auf dem fünften Teilstück, das am Green Mountain enden wird. 5,7 Kilometer mit mehr als zehn Prozent am Stück. “Das könnte für mich etwas zu lang werden“, blickte Schmid bereits nach vorne, unsicher, ob die Verteidigung der Führung gelingen kann. “Aber ich werde natürlich darum kämpfen, die Sekunden zu verteidigen.“
Nach einem nervösen Start dauerte es eine Weile, bis wieder Ordnung herrschte und sich eine siebenköpfige Gruppe aus dem Feld lösen konnte. Unter ihnen, durchaus ungewöhnlich: Der bisherige Gesamtführende Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché), der sich mit einem Ausreißersieg ins Rote Trikot gefahren hatte. Doch den erneuten Coup gönnte ihm das Feld nicht. Auf der überwiegend flachen Etappe arbeitete sich die Gruppe zwar bis zu dreieinhalb Minuten Vorsprung heraus, doch als es im Finale ernst wurde, war davon nicht mehr viel übrig.
Das Profil der 3. Etappe der Tour of Oman. | Foto: Veranstalter
Eingangs des Schlussanstieges wurden die Ausreißer gestellt, schnell waren in der neuen Spitzengruppe, dem ehemaligen Hauptfeld, nur noch 30 Fahrer. Zwei Kilometer vor dem Ziel versuchte es Nairo Quintana (Movistar) mit einer Attacke. Der Kolumbianer fuhr sich ein paar Meter heraus, blieb aber in Reichweite der Verfolger. Etwa 500 Meter vor dem Ziel wurde er gestellt. Ab da war nur noch Jayco vorne. Erst durch Double, dann mit Sieger Schmid.
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