Spanier hofft auf mehr Mont Kigalis bei der EM

Ayuso bleibt am längsten Berg als einziger an Pogacar dran

Von Felix Mattis aus Kigali

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Juan Ayuso in der Mixed Zone nach dem WM-Rennen von Kigali. | Foto: Cor Vos

28.09.2025  |  (rsn) – Juan Ayuso hat es am Mont Kigali 104 Kilometer vor dem Ziel des WM-Straßenrennens als einziger Fahrer geschafft, direkt am Hinterrad von Tadej Pogacar zu bleiben und mit ihm die Abfahrt in Angriff zu nehmen, in der dann noch Isaac Del Toro zu dem Duo aufschloss. Trotzdem musste sich der Spanier am Ende mit dem achten Platz in Kigali zufriedengeben.

"Das Ergebnis wird meine Karriere nicht verändern. Aber ich habe heute viel gelernt, bin ein wirklich gutes Rennen gefahren und war da, als es losging", sagte der 23-Jährige nach dem Rennen zu radsport-news.com. "Dann wurde ich abgeschüttelt und musste mich wieder etwas aufbauen, neue Energie finden und mich zusammenreißen und habe bis zum Schluss gekämpft."

Dass er am Mont Kigali etwas zu tief gegangen war, um seinem Noch-Teamkollegen vom UAE-Rennstall zu folgen, glaubte er aber nicht. "Ich fühle mich bei den langen Efforts besser und das war der längste Effort des Tages. Also war ich recht happy, wie es da lief. Dann aber kamen wir wieder zu den kürzeren Efforts auf dem Pavé, was für mich heute wirklich schrecklich war – jedesmal, wenn wir übers Pflaster sind, 15 Mal auf dem Rundkurs und dann noch einmal da drüben, da habe ich jedesmal sehr gelitten", erklärte er, wo sein wirkliches Problem auf dem Parcours in Ruanda lag.

Nach dem Mont Kigali und vor der gepflasterten, steilen Mur de Kigali, wo Ayuso zurückfiel, waren mit ihm, Pogacar und Isaac Del Toro gleich drei Mann von UAE – Emirates – XRG gemeinsam an der Spitze. Und unter den belgischen Journalisten hegte man in der Mixed Zone während dem Rennen den Verdacht, Del Toro könnte dort vorne vor allem für Pogacar fahren.

Dieser Gedanke bekam Nahrung, als Pogacar 67 Kilometer vor Schluss sein Solo startete und der Mexikaner kurzzeitig regelrecht einen Parkschein zog. Er fiel nicht langsam zurück, sondern sehr schnell und brauchte eine ganze Weile, bis er sich von seiner Fahrt mit Pogacar erholt hatte. Deshalb fragte RSN Ayuso, ob er sich vorstellen könne, dass Del Toro zunächst für den Slowenen gefahren war und erst danach auf eigene Rechnung.

Del Toro in Pogacars Dienst? "Ich glaube nicht"

"Ich weiß nicht viel dazu, denn sie haben mich recht schnell abgehängt. Aber ich wusste, dass es da noch weit war und es auch für Del Toro ein langes Rennen werden würde", antwortete der Spanier diplomatisch. "Ich habe keine Ahnung, aber ich glaube nicht. Ich denke wir fahren alle auf Sieg und dass das auch ist, was Isaac getan hat."

Ayuso selbst hofft nun auf eine ihm noch beser liegende Strecke bei den Europameisterschaften in einer Woche in der Ardeche-Region in Frankreich: "Dort gibt es mehr dem Mont Kigali ähnliche Anstiege und da hoffe ich, dass ich etwas näher bei den Besten sein kann."

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