Deutsche Starter verpassen bei WM die Top Ten

Söderqvist dominiert das U23-Zeitfahren in Kigali

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Jakob Söderqvist ist der neue U23-Weltmeister im Zeitfahren. | Foto: Cor Vos

22.09.2025  |  (rsn) – Jakob Söderqvist hat das U23-Zeitfahren der WM in Kigali in beeindruckender Manier gewonnen. Nach 31,2 Kilometern war der Schwede 1:04 Minuten schneller als der Neuseeländer Nate Pringle, der Silber mit 0,17 Sekunden vor Maxime Decomble gewann. Nach seinem zweiten Platz im Vorjahr in Zürich konnte Söderqvist bei seiner letzten Chance in der U23-Klasse den ersehnten Titel gewinnen. Für das Nachwuchs-Team des deutschen Rennstalls Red Bull – Bora – hansgrohe war es ein erfolgreiches Rennen: Neben dem Vize-Titel für Pringle wurde der 18-jährige Lorenzo Finn, der jüngste Starter des Zeitfahrens, Vierter.

„Nach dem zweiten Platz letztes Jahr war es mein Ziel, dieses Jahr zu gewinnen“, sagte Söderqvist. „Das war die Sache, die ich noch von der Liste nehmen wusste, mein wichtigster Erfolg in der U23-Kategorie. Ich habe mich gezielt darauf vorbereitet und fühlte mich im Vorfeld schon sehr gut. Der Titel ist sehr wichtig für mich, denn als Favorit lastete viel Druck auf mir und ich denke, dass damit umzugehen der Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere sein kann. Eines Tages will ich die größten Rennen der Welt gewinnen und dafür wird das sehr wichtig sein.“

Hinter dem Schweden, der im kommenden Jahr "fest" für das US-amerikanische Team Lidl - Trek fahren wird, waren die Abstände sehr knapp. Decomble und Pringle trennten nur Bruchteile einer Sekunde, Finn verpasste das Podium um vier Sekunden, der Brite Callum Thornley landete drei Sekunden dahinter auf Platz fünf. Die deutschen Starter Louis Leidert und Paul Fietzke hatten mit der Entscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun und landeten auf den Plätzen 14 und 15.

So lief das U23-Zeitfahren in Kigali

Etienne Tuyizere aus Ruanda eröffnete das U23-Zeitfahren über anspruchsvolle 31,2 Kilometer mit drei Anstiegen – seine Zeit von 43:36 Minuten war auch die erste Zeit im Ziel. Eine erste Richtzeit setzte der Pole Mateusz Gajdulewicz in 39:52 Minuten. Das reichte am Ende für Platz sieben.

Fietzke war der erste Starter von German Cycling, der während seiner Fahrt in Reichweite der Bestzeit war und erst von den Favoriten gegen Ende des Zeitfahrens nach hinten durchgereicht wurde. Nate Pringle setzte sich im Anschluss auf den heißen Stuhl des Führenden, bei der Ankunft von Decomble wurde es dramatisch. Der Franzose kämpfte über den Hügel zum Convention Center in Hauptstadt Ruandas und scheiterte schließlich denkbar knapp an der Bestzeit.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass Söderqvist die Zeit deutlich unterbieten würde. Der Schwede führte von der ersten Zwischenzeit an und baute seine Führung bis ins Ziel aus. Mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute – dem größten Abstand seit dem Erfolg von Mikkel Bjerg 2017 – konnte er jubelnd über die Ziellinie fahren.

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