Trotz politischer Spannungen zwischen beiden Ländern

Belgien schickt komplette Delegation zur WM nach Ruanda

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Das Logo zur Rad-WM 2025 in Ruanda. | Grafik: UCI

03.06.2025  |  (rsn) - Der Belgische Radsportverband wird an den Straßen-Weltmeisterschaften vom 20. bis 29. September in Ruanda in allen Kategorien - von Junioren und Juniorinnen über die U23 bis zur Elite - teilnehmen. Das hat Nathalie Clauwaert, Geschäftsführerin des Verbands, gegenüber Sporza bestätigt.

Aufgrund des bewaffneten Konflikts im benachbarten Kongo, in dem Belgien eine klare Position eingenommen hatte, kam es Mitte März zu politischen Spannungen zwischen Ruanda und Belgien und Ruanda brach alle diplomatischen Beziehungen ab. Deshalb schien die Teilnahme der belgischen Nationalmannschaft an der WM in Frage zu stehen. Nun aber gab es Grünes Licht.

"Wir haben sowohl vom Außenministerium als auch von der UCI die Garantie erhalten, dass wir in Ruanda willkommen sind", so Clauwaert. "Das Außenministerium hat keine negativen Reisehinweise für Belgier, die nach Kigali reisen möchten. Wir sehen daher keinen Grund, Mitte September nicht nach Ruanda zu reisen."

Im Winter war viel Kritik an der Austragung der Weltmeisterschaften in Ruanda aufgekommen und auch der Radsport-Weltverband stellte die Lage auf den Prüfstand, um sich nach der Tour du Rwanda Anfang März noch einmal zu beraten. Seither hatte es aber keine Meldungen mehr gegeben, wonach die WM abgesagt oder verlegt werden könnte. Die Tatsache, dass auch die Belgier nun starten wollen, scheint dafür zu sprechen, dass alles wie geplant stattfinden wird.

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