RSNplusRSN-Rangliste, Platz 47

Arndt: Wieder mehr Spaß am Radsport gefunden

Foto zu dem Text "Arndt: Wieder mehr Spaß am Radsport gefunden"
Nikias Arndt (Bahrain Victorious) | Foto: Cor Vos

06.12.2023  |  (rsn) – Nachdem er seine zehn ersten Jahre als Profi bei DSM und dessen Vorgängern verbrachte, beschloss Nikias Arndt im letzten Herbst einen Tapetenwechsel zu vollziehen. Eine Entscheidung, die für den 32-Jährigen voll aufging. Bei Bahrain Victorious konnte er selbst zwar nur selten als Ergebnisfahrer in Erscheinung treten, doch gerade die Zusammenarbeit mit Phil Bauhaus im Sprint machte ihm große Freude.

"Meine Saisonbilanz fällt insgesamt gut aus. Ich konnte mich gut ins Team integrieren und schnell meinen Platz finden. Es bringt enorm viel Spaß, für das Team zu fahren“, sagte Arndt zu radsport-news.com.

___STEADY_PAYWALL___

Durch seinen ersten Teamwechsel bei den Profis lernte Arndt auch eine neue Herangehensweise an den Radsport kennen. "Als Sportler steht man hier viel mehr im Mittelpunkt. Man kann viel mehr mit dem Team darüber sprechen, wo es noch Potenzial gibt und man spürt die volle Rückendeckung“, so Arndt, der dadurch wieder "mehr Spaß und Motivation am Radsport gefunden“ habe. Deshalb fügte er an. "Ich bin superhappy mit dem Wechsel.“

Besonders gut lief es aus Arndts Sicht direkt bei den ersten Rennen bei der Tour Down Under (2.UWT) und der UAE Tour (2.UWT). Er selbst verpasste im Prolog in Australien als Elfter nur knapp die Top Ten und konnte sich am Tag darauf mit Bauhaus über dessen ersten Saisonerfolg freuen. Aber auch Bello Bilbao, der am Ende Dritter der Rundfahrt wurde, feierte noch einen Tageserfolg down under.

Nikias Arndt (links) und Phil Bauhaus (beide Bahrain Victorious) starteten bei der Tour Down Under gemeinsam in die Saison. | Foto: Cor Vos

Bei der UAE Tour einen Monat später fuhr Arndt zum Auftakt auf Rang fünf und Bilbao verpasste als Gesamtvierter am Ende um nur drei Sekunden das Podium. "Der Saisoneinstieg zählte zu meinen Highlights. Wir waren bei den beiden Rennen mit einer sehr coolen Truppe am Start, konnten Etappensiege feiern und im GC eine Rolle spielen“, berichtete Arndt.

Nach erfolgreicher Klassikerkampagne zur Tour

Auch bei den Klassikern lief es für den Kölner sehr ordentlich. Bei Mailand – San Remo (1.UWT) belegte er Rang 18, Gent – Wevelgem (1.UWT) schloss er auf Platz 19 ab und beim Pfeil von Brabant (1.Pro) fuhr er als 15. über den Zielstrich. Sein ansprechendes Frühjahr schloss der Bahrain-Profi schließlich mit einem zweiten Etappenrang bei der Tour de Romandie (2.UWT) ab, wo er sich im Sprint der letzten Etappe nur Fernando Gaviria geschlagen geben musste. "Das Frühjahr war durchgehend gut“, befand Arndt entsprechend.

Das große Highlight im Sommer stellte die Tour de France da. Nach der guten Zusammenarbeit in der ersten Saisonhälfte wurden Anfahrer Arndt und Sprinter Bauhaus mit dem Tourticket belohnt und enttäuschten die sportlichen Verantwortlichen nicht.

Während Arndt die Tour zu Ende fahren konnte, musste Bauhaus auf Etappe 17 erkrankt die Segel streichen. Mit einem zweiten und zwei dritten Plätzen war die Frankreich-Rundfahrt für Bauhaus - und somit auch für Arndt - aber trotzdem ein voller Erfolg, der aus Teamsicht noch durch gleich drei Etappensiege durch Bilbao, Wout Poels und Matej Mohoric getoppt wurde.

"Auch wenn für mich persönlich kein Ergebnis heraussprang, war mit den Leistungen von Phil und all den Etappensiegen, die wir feiern konnten, die Tour der absolute Höhepunkt der Saison. Wir hatten eine tolle Mannschaft am Start, es hat einfach richtig Spaß gemacht und die Erfolge haben das bestätigt“, sagte Arndt, der Teamkollege Bauhaus für seine Leistung bei der Tour lobte. "Er war enorm stark. Seine guten Ergebnisse hatte er auch seiner taktisch und technisch guten Fahrweise zu verdanken“, meinte er.

"Das war das Schlimmste, was ich bisher im Radsport erlebt habe"

Vieles in den Schatten stellte allerdings bei Bahrain Victorious, der Radsportwelt und damit auch bei Arndt der tragische Tod seines Teamkollegen Gino Mäder bei der Tour de Suisse. "Das war das Schlimmste, was ich bisher im Radsport erlebt habe. Gino als Mensch, Freund und Teamkollege ist noch sehr präsent bei mir und ich denke gerne an ihn zurück. Mit der Zeit hat man gelernt, damit umzugehen und der tödliche Unfall steht nicht mehr täglich im Vordergrund“, so Arndt.

Bei der Tour de France möchte Arndt wie dieses Jahr auch 2024 wieder starten. | Foto: Cor Vos

Nach seinem ersten Jahr bei Bahrain Victorious ist Arndt optimistisch, sich auch in der kommenden Saison noch mal weiterentwickeln zu können. "Nach diesem ersten gemeinsamen Jahr denke ich schon, dass da noch mal ein kleiner Schritt passieren kann“, so Arndt.

Besonders die Zusammenarbeit mit seinem Freund Bauhaus soll dann noch besser klappen. "Wir haben uns gut gefunden, bei dem einen Rennen mehr als beim anderen. Für das nächste Jahr sind wir sehr motiviert, werden weiter das eine oder andere Rennen zusammenfahren und ich hoffe, dass wir unser Zusammenspiel weiter ausbauen können. 2023 war unser Findungsjahr, in der nächsten Saison müssen wir abliefern, dann zählt es“, sagte Arndt.

Für sich selbst hofft er, wie 2023 erneut gut in die Saison starten zu können. "Aus einem guten Saisonstart nimmt man enorm viel mit“, so der Routinier, der auch gerne wieder ein persönliches Erfolgserlebnis feiern würde. Das letzte datiert aus dem August 2021, als er eine Etappe der Polen-Rundfahrt (2.UWT) gewann. Und auch zur Tour de France würde der 32-Jährige gerne zurückkehren.

Mehr Informationen zu diesem Thema

06.01.2024Die Radsport-News-Jahresrangliste 2023 im Überblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr haben wir wieder mit Hilfe eines eigens dafür erstellten Punkteschlüssels den besten Fahrer des deutschsprachigen Raums ermittelt. In unserer Rangliste finden Sie die P

06.01.2024Hirschi: Trotz Handgelenksbruch reihenweise Top-Ergebnisse

(rsn) – Ein Etappensieg bei einer Grand Tour oder ein Erfolg bei einem großen Klassiker ist Marc Hirschi (UAE Team Emirates) in der vergangenen Saison verwehrt geblieben. In der gesamten WorldTour-

05.01.2024Küng: Achterbahnfahrt knapp unter den eigenen Ansprüchen

(rsn) – Auf Gran Canaria ist Stefan Küng ins neue Jahr gestartet. Der 30-Jährige verbringt, bevor in der kommenden Woche die Teampräsentation von Groupama – FDJ für die neue Saison ansteht, no

04.01.2024Gall: “Spätzünder“ mit steiler Entwicklungskurve

(rsn) – Als erst vierter Straßenradfahrer wurde Felix Gall (AG2R - Citroën) in Österreich als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Maßgeblich dafür war seine herausragende Leistung bei der Tour d

03.01.2024Großschartner: Begeistert von erster Saison an Pogacars Seite

(rsn) – Im vergangenen Winter zog es Felix Großschartner in die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach dem Wechsel von Bora – hansgrohe zu UAE Team Emirates wurde “Edelhelfer mit Freiheiten“ zu

02.01.2024Schmid: Die starken Leistungen des Vorjahrs bestätigt

(rsn) – Als Fünfter der Rangliste 2023 hat Mauro Schmid (Soudal – Quick-Step) sein starkes Ergebnis aus dem Vorjahr, als er sogar den dritten Platz belegt hatte, eindrucksvoll bestätigt. Der Sch

01.01.2024Kämna: Richtig guten Sport geboten

(rsn) - Lennard Kämna (Bora - hansgrohe) kann auf eine starke Saison zurückblicken und wurde im rsn-Ranking folgerichtig bester Deutscher. Der Schlüssel zum Erfolg für den 27-Jährigen war, dass

31.12.2023Politt: Mit langem Anlauf zum ersten Zeitfahrtitel

(rsn) - Seit 2016 landete Nils Politt (Bora - hansgrohe) bei den Deutschen Zeitfahrmeisterschaften immer unter den besten Fünf. Nur ein Sieg war ihm bisher nicht vergönnt gewesen. Dies änderte sic

30.12.2023Engelhardt: Riesenschritte in der ersten Profisaison

(rsn) – Sein großes Talent zeigte Felix Engelhardt bereits 2022, als er in Portugal Straßen-Europameister wurde. Noch besser lief es in seiner ersten Saison bei den Profis: Mit zwei UCI-Siegen un

29.12.2023Zwiehoff: Aus dem Experiment wurde ein voller Erfolg

(rsn) – Die Geschichte von Ben Zwiehoff ist inzwischen hinlänglich bekannt. Der gehobene Mittelklassemountainbiker – sein bestes Ergebnis im Weltcup war Platz 23 in Nove Mesto – und Gelegenheit

28.12.2023Zimmermann: Perfekter Dauphiné-Tag macht Lust auf mehr

(rsn) – Georg Zimmermann (Intermarché - Circus - Wanty) hat auch 2023 bewiesen, dass er zu Deutschlands besten Radprofis zählt. Der Augsburger feierte einen Etappensieg beim Critérium du DauphinÃ

28.12.2023Konrad: Viele Helferaufgaben im finalen Bora-Jahr

(rsn) – Es war für Patrick Konrad (Bora – hansgrohe) eine lange Saison, die vor allem eine große Veränderung mit sich brachte. Denn nach zehn Jahren verlässt der Niederösterreicher die Raubli

Weitere Radsportnachrichten

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Paret-Peintre verlängert mit Soudal

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison

(rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden

06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert

(rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta

06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM

(rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio

06.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan

06.01.2026Regenbogenpower für die neue Saison

(rsn) – Erst 2024 gegründet, steigt EF Education - Oatly schon im dritten Jahr die WorldTour auf. Zwar gab es von 2005 bis 2023 mit EF Education - Tibco SVB bereits ein amerikanisches Frauen-Team,

06.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)