Die Stimmen zur 19. Giro-Etappe

Sivakov: “Vielleicht sollte ich Stützräder montieren lassen“

Foto zu dem Text "Sivakov: “Vielleicht sollte ich Stützräder montieren lassen“"
Pavel Sivakov (Ineos Grenadiers). | Foto: Cor Vos

27.05.2022  |  (rsn) - In unserem täglichen Stimmensammler können Sie im Verlauf des 105. Giro d'Italia kurz nach dem Ende der jeweiligen Etappen nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Koen Bouwman (Jumbo – Visma, Etappensieger): "Nach meinem ersten Sieg sagte ich, es wäre schön, noch einen zu holen. Ich wollte aber auch realistisch sein, denn das war erst mein zweiter Profisieg. Zwei Giro-Etappen zu gewinnen, das macht mich sprachlos. Das Blaue Trikot zu sichern, war eigentlich das Ziel des Tages. Dass das nun Hand in Hand mit einem weiteren Etappensieg geht, kann ich kaum glauben."

Mauro Schmid (Quick-Step – Alpha Vinyl, Etappenzweiter): "Meiner Meinung nach war das sicher kein fairer Sprint. Mein Lenker war vorn und er (Bouwman.) wäre in der letzten Kurve fast gestürzt. Er weiß, dass er im Sprint langsamer ist, deswegen hat er mich weggedrückt. Ich kann jetzt nichts mehr machen. Der Zweite ist der erste Verlierer. Natürlich bin ich nicht glücklich. Ich hatte den Sieg heute in den Beinen. Ich bin enttäuscht, möchte mich aber auch beim Team bedanken, vor allem bei Ballo (Davide Ballerini). Er hat auf den ersten 100 Kilometern so viel für mich gearbeitet. Durch seine Arbeit hatten wir so einen großen Vorsprung."

Richard Carapaz (Ineos Grenadiers, Gesamtführender): “Heute war ein ziemlich harter Tag. Der Ausstieg von Richie Porte ist schade, aber dem Team geht es gut und wir haben sehr gut abgeschnitten. Wir waren sehr gut organisiert und haben Pavel Sivakov, der auf einem großartigen Niveau fährt. Das Finale war nicht so schwer, um Unterschiede zu schaffen. Morgen kann es anders sein. Die Etappe endet in der Höhe und das passt mir sehr gut. Ich bin sehr zuversichtlich und freue mich schon auf morgen. Es wird ein entscheidender Tag.“

Alessandro Tonelli (Bardiani CSF, Etappendritter): “Ein tolles Gefühl, hier beim Giro auf dem dritten Etappenplatz zu landen. Endlich habe ich es in die richtige Fluchtgruppe geschafft, nach all den Versuchen bisher. Mir war klar, dass ich aus der Gruppe heraus im Sprint keine Chance haben würde und habe zuvor etwas probiert. Aber man ließ mich nicht ziehen. Die letzte Kurve hatten wir so nicht erwartet.“

Jai Hindley (Bora - hansgrohe, Gesamtzweiter): "Es war wieder ein schwerer Tag. Die Jungs haben wirklich gut gearbeitet. Wir haben probiert, Chancen zu finden. Aber es hat nicht so geklappt, wie wir wollten. Trotzdem sind die Jungs super gefahren. Am letzten Anstieg gab es dann ein Finale für Puncher, das liegt ihm (Richard Carapaz) vermutlich besser als mir. Es war keine ideale Etappe, um den Hammer zu schwingen. Der vorletzte Anstieg war sehr steil und die Abfahrt war wirklich technisch. Wir wollten die von vorn fahren, um Problemen aus dem Weg gehen. Morgen Zeit zu gewinnen, um einen Puffer vor dem Zeitfahren zu haben, wäre das Traumszenario. Aber das wird nicht leicht."

Attila Valter (Groupama – FDJ, Etappenvierter): "Es war eine schwere Etappe und ich muss meinem Teamkollegen Clement Davy danken. Ohne ihn hätte ich niemals so in der Gruppe fahren können, er hat mich in die beste Position gebracht und ich hatte endlich gute Beine. Als die Gruppe ging, war ich fast in letzter Position im Feld. Er hat mir gesagt, ich solle ihm folgen. Dann hat er mich direkt zur Gruppe gefahren. Es war unfassbar. Im Finale waren wir ungefähr auf einem Niveau. Es war schwer wegzufahren, darum wurde ein Wartespiel draus. Ich wusste, dass sie schnell sind, aber vertraute doch auf meinem Sprint. Es war ein sehr kniffliges Finale mit einer Linkskurve wenige Meter vor dem Ziel. Ich hatte mir vor dem Rennen das Finale nicht gut genug angesehen, weil ich nicht erwartet hatte, heute um den Sieg zu kämpfen. Ich weiß nicht, warum so eine Kurve so kurz vor dem Ziel eingebaut werden muss. Glücklicherweise standen dort keine Absperrgitter, sonst wären Vendrame und ich schwer gestürzt. Ich hätte heute gern gewonnen!"

Pavel Sivakov (Ineos Grenadiers, Carapaz-Helfer): "Ich bin schon wieder gestürzt. Vielleicht sollte ich Stützräder montieren. Ich hatte einen Vorderradplatten, es war sehr instabil und ich war mit einer Hand am Auto – da habe ich das Vorderrad verloren. Das war nicht das erste Mal in diesem Giro. Aber die Beine waren gut. Ich war wütend, aber habe mich zusammengerissen. Letztendlich habe ich einen guten Job gemacht. Ich bin zufrieden."

Mehr Informationen zu diesem Thema

09.06.2022Bergkönig Bouwman fällt mit gebrochenem Arm lange aus

(rsn) – Zwei Etappensiege und das Bergtrikot beim Giro d´Italia rückten Koen Bouwman erstmals in seiner Karriere in das Rampenlicht des internationalen Radsports. Doch aus dem wird er sich vorers

01.06.2022Evans glaubt an weitere große Erfolge von Hindley

(rsn) – 2011 war Cadel Evans der erste Australier, der eine GrandTour für sich entscheiden konnte. Es war sogar die größte von allen, die Tour de France. Am Sonntag hat in Jai Hindley (Bora –

31.05.2022Girmay, Hirt und Pozzovivo sorgten für eine strahlende Bilanz

(rsn) – Intermarché – Wanty – Gobert gehörte bisher nicht zu den Teams, die bei den großen Rundfahrten für Furore sorgten. Taco van der Hoorn holte 2021 auf der 3. Etappe des Giro d’Italia

31.05.2022Hindley träumt groß: “Klar glaube ich ans Gelbe Trikot“

(rsn) – Zwei Tage sind vergangen, seit Jai Hindley in Verona zum ersten australischen Sieger des Giro d’Italia geworden ist. Zwei Tage, die andere nach einer Grand Tour nutzen würden, um jenes La

31.05.2022Bauhaus mit Giro “nicht sehr zufrieden, aber zufrieden“

(rsn) - Ohne den erhofften ersten Grand-Tour-Etappensieg, aber mit einem zweiten Rang und drei weiteren Top-Ten-Resultaten ist der 105. Giro d’Italia für Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) zu Ende g

30.05.2022Van der Poel reist ohne Rennen vom Giro zur Tour

(rsn) - Dass Mathieu van der Poel (Alpecin – Fenix) nach dem Giro d’Italia in diesem Jahr auch bei der Tour de France starten würde, war schon lange geplant. Dass der Niederländer den Giro aber

30.05.2022Kämna im Lennard-Bora-hansgrohe-Style auch bei der Tour?

(rsn) – Lennard Kämna (Bora – hansgrohe) hat beim Giro d’Italia nicht nur mit seinem Etappensieg am Ätna begeistern können. Der 25-jährige Bremer erwies sich in den Bergen zudem als entschei

30.05.2022Denk: “Jetzt träume ich vom Tour-Sieg“

(rsn) – Mit dem Giro-Sieg durch Jai Hindley hat Bora – hansgrohe nach der Neuausrichtung als Rundfahrerteam das große Ziel schon im ersten Anlauf erreicht! Wie geht es jetzt bei dem Raublinger Re

30.05.2022Gall freut sich für früheren Teamkollegen Hindley

(rsn) – Mit seiner Grand-Tour-Premiere ist Felix Gall (AG2R Citroën) nicht zufrieden, dafür freut sich der Österreicher über den Giro-Gesamtsieg seines früheren Teamkollegen Jai Hindley (Bora â

29.05.2022Hindley: “Ich wollte nicht, dass sich 2020 wiederholt“

(rsn) - Aufopferungsvoll führte Bora – hansgrohe seinen Kapitän Jai Hindley zum Giro-Sieg! Aber nicht nur die Mannschaft und hier speziell die starke Hilfe von Lennard Kämna am vorletzten Tag im

29.05.2022Carapaz: “Am Ende hat der Stärkste gewonnen“

(rsn) - In unserem täglichen Stimmensammler können Sie im Verlauf des 105. Giro d´Italia kurz nach dem Ende der jeweiligen Etappen nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten. Matt

29.05.2022Evenepoel mit “Wolfpack-Spirit“ zum Gesamtsieg

(rsn) – Alexander Kristoff (Intermarché - Wanty - Gobert Matériaux) hat zum Abschluss der 11. Tour of Norway (2.Pro) für den ersten Sieg eines heimischen Profis gesorgt. Der 34-jährige Norweger

Weitere Radsportnachrichten

09.01.2026Mit Ritzeln und Kette in Gold: Red Bull präsentiert neues Evenepoel-Rad

(rsn) - Unauffällig ist anders. Red Bull - Bora - hansgrohe hat das neue Arbeitsgerät von Remco Evenepoel präsentiert. Und eigentlich können alle Beteiligten nur hoffen, dass der 25-Jährige nicht

09.01.2026Picnic – PostNL setzt voll auf Poole und Bittner

(rsn) – Auch nach dem Abgang des Tour-de-France-Vierten Oscar Onley will sich das Team Picnic – PostNL im kommenden Jahr auf Gesamtwertungen konzentrieren. Der 22 Jahre alte Max Poole soll die Rol

09.01.2026Medien: Onley mindestens doppelt so teuer wie Evenepoel

(rsn) - Offizielle Bestätigungen gibt es nicht, doch wie mehrere Medien nun berichten, hat Ineos Grenadiers mehr als doppelt so viel Geld auf den Tisch gelegt, um Oscar Onley aus seinem Vertrag bei P

09.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim

(rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im

09.01.2026Mit Kool weniger Druck für Pieterse und Kastelijn

(rsn) – Das Top-Frauenteam der Gebrüder Philip und Christoph Roodhooft bestach in seinem dritten WorldTour-Jahr vor allem wieder durch eines - die Konstanz der beiden Leistungsträgerinnen Puck Pie

09.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge

09.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan

09.01.2026Eine Reise ins Universum des japanischen Keirin

(rsn) – Im Keirin geht es um Olympia-Medaillen. Der sogenannte ´Kampfsprint´ ist in Europa, Australien und Amerika längst angekommen und für spannende Rennen bekannt. Doch in seiner Heimat Japan

08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden

(rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr

08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Vuelta al Táchira en (2.2, VEN)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)