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28.05.2019 | (rsn) - 21 Etappen, eine Gesamtdistanz von fast 3.578 Kilometern und über 40.000 Höhenmeter: Das sind die Eckwerte des Giro d’Italia 2019. radsport-news.com schaut genauer hin: Was verbirgt sich hinter den einzelnen Etappen der 102. Italien-Rundfahrt? Die dritte Giro-Woche ist traditionell brutal schwer, dieses Mal verspricht das abschließende Einzelzeitfahren in Verona Spannung bis zum letzten Meter.
Etappe 16: Lovere – Ponte Di Legno, 226 Kilometer
Nach dem zweiten Ruhetag steht zum Auftakt der letzten Woche ein schweres Teilstück an. Der Weg nach Ponte Di Legno durch die östlichen Alpen ist nicht nur sehr lang, sondern führt auch extrem hoch hinaus, respektive hätte hoch hinaus führen sollen. Denn der Gavia-Pass in über 2600 Metern Höhe musste kurzfristig wegen Schnee und Lawinengefahr aus dem Programm genommen werden.
Dennoch können sich heute Abstände auftun. Nachh einem schon bergigen ersten Teil mit je zwei kategorisierte und zwei unkategorisierten Anstiegen beginnt 41 Kilometer vor dem Ziel der Anstieg zum Mortirolo (1. Katgorie), eine gefürchtete Rampe über schmale Straßen von 12,8 Kilometer Länge und 10,1 Prozent Steigung (maximal 18 Prozent). Damit nicht genug: Vom Gipfel geht es über eine komplizierte Abfahrt bis in die Gemeinde Vezza d’Oglio hinab, von der aus die verbleibenden sieben Kilometer bis zum Ziel mit zwei bis drei Prozent lang ansteigend verlaufen. Wer den Giro gewinnen will, darf sich auf dieser Etappe über 4.800 Höhenmeter keinen schwachen Moment erlauben.
Etappe 17: Commezzadura – Anterselva (Rasen-Antholz), 181 Kilometer
Mit einer Bergwertung der 4. und zwei der 3. Kategorie erscheint das Teilstück nach Rasen-Antholz (italienisch Anterselva) in Südtirol zunächst wenig spektakulär. Tatsächlich sind auf dieser Etappe aber fast 2.800 Höhenmeter zu bewältigen. Bereits nach 28 Kilometern geht es den Mendelpass (14 Kilometer mit 3,9 Prozent Steigung) hinauf, der allerdings nicht als Bergwertung klassifiziert ist. Nach einer längeren Abfahrt und rund 40 Kilometern durch das Tal folgen die beiden ersten kategorisierten Anstiege nach 108 beziehungsweise 129 Kilometern in Natz (4. Kategorie) und Terento (3. Kategorie).
Die Schlusssteigung nach Rasen-Antholz ist offiziell nur 5,5 Kilometer lang, tatsächlich beginnt das Terrain allerdings bereits 27 Kilometer vor dem Ziel anzusteigen. Die schwierigste Passage befindet sich mit fast neun Prozent durchschnittlicher Steigung zwischen 5,5 und einem Kilometer vor dem Ziel. Nach der Flamme Rouge flacht die Straße ab, das Ziel liegt an der Südtirol Arena, einem Biathlon-Stadion, in dem jährlich Weltcup-Rennen ausgetragen werden. Rasen-Antholz ist erstmals Schauplatz einer Ankunft beim Giro d’Italia.
Etappe 18: Valdaora – Santa Maria di Sala, 222 Kilometer
Kleine Verschnaufpause vor den drei entscheidenden Tagen dieses Giro d’Italia: Nach dem Start in Valdaora steigt das Terrain zwar kurzzeitig um rund 450 Höhenmeter auf 1.500 Meter über den Meeresspiegel an, im Anschluss daran geht es jedoch kontinuierlich bergab, ehe am Pieve d'Alpago (4. Kategorie) nach 118 Kilometer die einzige Bergwertung des Tages erreicht.
Im Anschluss sind keinerlei Schwierigkeiten mehr auszumachen, die Ankunft in der klangvollen Gemeinde Santa Maria di Sala bei Venedig liegt nur noch 13 Meter über den Meeresspiegel – auch hier trägt der Giro erstmals ein Etappenfinale aus. Die Anfahrt beinhaltet einige Kurven, die letzten zwei Kilometer führen nur geradeaus. Angesichts von zwei Bergetappen und einem Zeitfahren zum Giro-Finale ist das heutige Teilstück die letzte Chance für die Sprinter.
Etappe 19: Treviso – San Martino di Castrozza, 151 Kilometer
Wies die gestrige Etappe ein beinahe durchgängiges Gefälle auf, ist es auf den 151 Kilometern nach San Martino di Castrozza genau andersherum: Nach dem Start in Treviso (38 Metern über dem Meeresspiegel) steigt das Profil allmählich an und gipfelt schließlich an der Bergankunft auf 1478 Metern. Dazwischen liegen der Passo San Boldo (3. Kategorie) und eine Steigung in Lamon (4. Kategorie), die Ankunft in San Martino di Castrozza ist als Anstieg der 2. Kategorie eingeordnet.
Der ganz große Schlagabtausch zwischen den Klassementfahrern ist hier womöglich noch nicht zu erwarten, der Schlussanstieg dürfte mit einer durchschnittlichen Steigung von 5,6 Prozent auf 13,6 Kilometern Länge nicht selektiv genug sein – der eine oder andere der Favoriten wird es zwei Tage vor Ende der Rundfahrt vermutlich dennoch probieren. Dagegen stehen die Chancen für eine Fluchtgruppe nicht schlecht. Zuletzt gewann Stefano Garzelli 2009 in San Martino di Castrozza.
Etappe 20: Feltre - Monte Avena, 194 Kilometer
Der letzte Kletterakt um das Maglia Rosa steht an, insgesamt knapp über 5.000 Höhenmetern gilt es heute zu bewältigen. Die Etappe gleicht dabei einem Rundkurs durch die Dolomiten, der Startort in Feltre und das Ziel am Passo Croce d’Aune liegen nur wenige Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Die Dolomitenschleife hat es in sich, denn fünf schwere Berge liegen vor den Fahrern. Nach der Cima Campo (2. Kategorie) gleich zu Beginn folgen die langen Auffahrten zum Passo Manghen (23 Kilometer lang, sieben Prozent steil, 1. Kategorie) und zum Passo Rolle (20 Kilometer, fünf Prozent steil, 2. Kategorie).
Nach einer fast 40 Kilometer langen Abfahrt folgt das Finale quasi in einer Doppelsteigung: Zunächst geht es über elf Kilometer (fünf Prozent Steigung) auf 1.015 Meter hoch zum Passo Croce d’Aune (2. Kategorie), ehe nach einer kurzen, technischen Abfahrt der finale Anstieg nach Croce d’Aune – Mont Avena (1. Kategorie) ansteht. Der letzte kategorisierte Berg dieses Giro fordert die Fahrer auf 6,9 Kilometer bei 7,3 Prozent Steigung. Nette Anekdote: Am Passo Croce d’Aune soll der Legende nach ein junger italienischer Fahrer 1927 auf die Idee eines Schnellspanners für das Hinterrad gekommen sein – damals musste beim Gangwechsel noch das Hinterrad ausgebaut werden. Sein Name: Tullio Campagnolo, später Begründer der gleichnamigen Firma für Fahrradkomponenten.
Etappe 21: Verona – Verona, 17 Kilometer
Die Organisatoren verzichten in diesem Jahr auf ein Schaulaufen des Rosa Trikots, das 17 Kilometer lange Einzelzeitfahren verspricht Spannung bis zum letzten Meter. Zuletzt gab es 2012 und 2017 am letzten Tag des Giro noch ein Einzelzeitfahren, beide Male wechselte das Maglia Rosa noch auf der Schlussetappe – Ryder Hesjedal und Tom Dumoulin hießen die späten Profiteure.
Wiederholt sich die Geschichte 2019? Nach dem Start an der Messe in Verona verläuft die Route stadtauswärts zum Anstieg Torricelle, der sich über 4,5 Kilometer mit einer Steigung von 4,5 Prozent hinzieht. An der Kuppe wird die Zwischenzeit abgenommen, anschließend fällt das Profil ab: Die letzten fünf Kilometer zum Ziel am römischen Amphitheater auf der Piazza Brà, dem Hauptplatz im Stadtkern von Verona, sind flach und kurvenreich. Es ist fast die identische Strecke, die der Giro 2010 zum Abschluss in Verona absolvierte, damals gewann der Schwede Gustav Larson das Einzelzeitfahren und Ivan Basso die Gesamtwertung. Auch die WM-Straßenrennen 1999 und 2004 in der norditalienischen Stadt fanden auf einem ähnlichen Kurs mit dem Torricelle-Anstieg statt.
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