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29.07.2018 | (rsn) – Die letzte Etappe nach Paris ist traditionell mehr eine Zeremonienfahrt als ein kräftezehrendes Radrennen. Neben einem Gläschen Champagner gönnt sich der Mann in Gelb einen entspannten Arbeitstag, der nur zum Ende hin stressig warden kann. Auf den berühmten Champs-Elysées geht es für die Sprinter schließlich noch um den wohl prestigeträchtigsten Etappensieg überhaupt.
TagesTOUR: Die Etappe ist flach und zu Beginn wird langsam gerollt. Schließlich möchte jeder der übrig gebliebenen Profis den Erfolg einer überstandenen Tour genießen. Doch etwa 55 Kilometer vor dem Ziel ist Schluss mit lustig: Mit der ersten von insgesamt neun Zielpassagen auf den berühnten Champs-Elyseés wird das Rennen eröffnet und die Attacken beginnen. Über den Zwischensprint kurz nach der dritten Zieldurchfahrt werden die Sprinterteams sämtliche Ausreißer jagen, um auf dem Pariser Prachtboulevard letztlich eine Massenankunft herbeizuführen.
KulTOUR: Frankreich erscheint in Tourismus-Statistiken als das meistbesuchte Land der Erde. Die Hauptstadt Paris beherbergt eine Vielzahl sehenswerter kirchlicher und weltlicher Bauwerke, Straßen, Plätze und Parks, etwa 160 Museen, rund 200 Kunstgalerien, circa 100 Theater, über 650 Kinos und mehr als 10.000 Restaurants. Das Angebot an kulturellen Veranstaltungen ist mit zahlreichen Konzerten, Ausstellungen, Musik- und Filmfestivals, Modenschauen sowie der Austragung sportlicher Wettbewerbe unüberschaubar. Und nicht zuletzt wird die Metropole an der Seine auch "Stadt der Liebe“ genannt.
HisTOURie: Schon 122 Mal war Paris Tour-Schauplatz und seit 1975 endete die Grande Boucle alljährlich auf den Champs-Elysées zwischen Arc de Triomph und Louvre. Ein Massensprint ist mehr als wahrscheinlich, doch die Sprinterteams dürfen sich nicht überraschen lassen: Alexander Winokurow 2005 oder Eddy Seigneur elf Jahre zuvor haben bewiesen, dass ein mutiger Angreifer auch als Solist zum Erfolg kommen kann.
rsn-TOURakel: Nach dem Schaulaufen zu Etappenbeginn wird das Rennen erst mit der Einfahrt auf die Zielrunde schnell werden. Einige Angreifer werden nochmals alle Kräfte bündeln, doch die Interessen im Feld an einem Sprint werden letztlich überwiegen - auch wenn das Feld der Sprinter deutlich ausgedünnt ist. Kandidaten für den letzten Etappensieg der 105. Tour de France sind Peter Sagan (Bora-hansgrohe), Arnaud Démare (Groupama-FDJ), Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), Christophe Laporte (Cofidis) sowie John Degenkolb (Trek-Segafredo).
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