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01.03.2015 | (rsn) – Auf Mark Cavendish (Etixx-Quick-Step) ist schon früh in der Saison Verlass. Der 29 Jahre alte Brite, der in den ersten beiden Monaten bereits fünf Siege hat einfahren können, hielt am Sonntag bei der 67. Auflage von Kuurne-Brüssel-Kuurne dem großen Druck stand, der auf ihm lastete, und gewann die „Revanche für Het Nieuwsblad“, wie der Halbklassiker auch genannt wird, nach 196 Kilometern mit Start und Ziel im westflämischen Kuurne souverän vor dem Norweger Alexander Kristoff (Katusha) und dem Italiener Elia Viviani (Sky).
Im ersten Interview beeilte sich Cavendish, sonst nicht unbedingt als Diplomat bekannt, seinen Teamkollegen nach dem desaströs verlaufenen Finale vom gestrigen Samstag, als drei Quick-Step-Fahrer gegen den Briten Ian Stannard (Sky) den Kürzeren zogen, Balsam auf deren Wunden zu streichen. „Das Team war heute den ganzen Tag unglaublich. Wir haben am Oude Kwaremont Vollgas gegeben, aber wir hatten Gegenwind, so dass die Gruppe wieder gestellt wurde. Danach kam es im Sprint auf mich an. Ich bin super stolz, dass ich diesen Sieg für Etixx-Quick-Step geholt habe“, sagte der 29-Jährige, der in der „Hügelzone“ des Rennens mit vier seiner Teamkollegen in einer 20-köpfigen Spitzengruppe dabei war, die einen Vorsprung von mehr als einer Minute wieder verspielte.
Doch diesmal waren die Bemühungen von Etixx-Quick-Step doch noch vom Erfolg gekrönt – und dafür zeigte Cavendish im Finale als Einzelkämpfer verantwortlich. „Wir haben am Morgen eine Besprechung gehabt und Wilfried Peeters hat nicht geglaubt, dass ich es schaffen könnte, aber alle Fahrer haben an mich geglaubt“, kommentierte er seinen zweiten Kuurne-Triumph nach 2012, der zugleich der dritte von Etixx-Quick-Step in Folge war, nachdem Tom Boonen die letztjährige Austragung gewonnen hatte.
Jimmy Engoulvent (Europcar) war der prominenteste Name der achtköpfigen Ausreißergruppe, die sich nach rund 30 Kilometer vom Feld hatte absetzen können. Gemeinsam mit dem Franzosen fuhren sich dessen Landsmann Thomas Vauborzeix (Veranclassic-Ekoï), der Italiener Mattia Pozzo (Nippo - Vini Fantini), der Niederländer Sjoerd van Ginneken (Team Roompot), der Albaner Eugert Zhupa (Southeast) sowie die Belgier Xandro Meurisse (AN Post), Fredrik Backaert und Dimitri Peyskens (beide Team 3M) einen Vorsprung von gut drei Minuten heraus.
Im Feld waren es vor allem Cavendishs und Kristoffs Helfer, die bei erneut einstelligen Temperaturen nicht mehr zuließen und das Rennen kontrollierten. Als es nach knapp 90 Kilometern in die „Hellingen-Zone“ ging – in der auf 54 Kilometer acht der insgesamt neun Anstiege des Tages Schlag auf Schlag folgten –, reduzierten die Verfolger den Rückstand schnell.
Dafür zeigte vor allem Boonen verantwortlich, der knapp 80 Kilometer vor dem Ziel an der Côte de Trieu attackierte und so das Feld schnell auf rund 50 Fahrer reduzierte. Im Schlepptau des dreimaligen Kuurne-Siegers befanden sich allerdings alle Favoriten. Boonen erhöhte kurz darauf nochmals das Tempo, das Ziel war klar: Das Rennen so schwer wie möglich zu machen und im Idealfall den einen oder anderen Konkurrenten von Cavendish loszuwerden.
Kurz darauf war es im Oude Kwaremont dann erneut Boonen, der die Initiative ergriff, und diesmal gelang es ihm, den vermeintlich vorentscheidenden Split herbeizuführen. Rund 20 Fahrer holten schnell die Mitglieder der ursprünglichen Spitzengruppe ein und fuhren zügig einen Vorsprung von mehr als einer Minute auf das Feld heraus, in dem MTN-Qhubeka für Tempo sorgte - die Südafrikaner hatten am Kwaremont den Zug verpasst.
Auf den letzten flachen 50 Kilometern gab Etixx-Quick-Step zwar mit gleich fünf Fahrer in der Spitzengruppe Vollgas, erhielt im Fernduell mit MTN-Qhubeka aber nur kurzzeitig Unterstützung durch BMC, das mit Gilbert und Drucker vorn vertreten war. Und auch, wenn sogar kurzzeitig Cavendish die Nase in den Wind hielt, hakte es in der hochkarätig besetzten Gruppe.
Dagegen beteiligten sich im Feld nun auch IAM, Cofidis und Wanty-Groupe Gobert an der Jagd auf die Ausreißer, und nachdem der Abstand zwischenzeitlich mehr als eine Minute betragen hatte, wurde die Gruppe, noch bevor es in Kuurne auf den zweimal zu befahrenden Rundkurs ging, 34 Kilometer vor dem Ziel wieder eingefangen.
Danach versammelte sich Katusha mit gleich sieben Fahrern an der Spitze und schien fest entschlossen, das Zepter nicht mehr aus der Hand geben. Quick-Step und Sky hielten sich dagegen bedeckt und reagierten zunächst nur auf die Tempoverschärfung, mit der Kristoffs Helfer den Druck auf die Konkurrenten erhöhen wollten. Doch Katusha wurde fünf Kilometer vor dem Ziel vom Sky-Zug von der Spitze verdrängt, der kurz darauf von Gilberts Attacke überrascht wurde. Der Belgier versuchte, sich die Rivalität zwischen den Sprinterteams zunutze zu machen. Bis zu elf Sekunden Vorsprung konnte Gilbert herausfahren, doch es war schließlich die ohne ihren erkrankten Kapitän André Greipel angetretene Lotto Soudal-Mannschaft, die das zu diesem Zeitpunkt noch recht große Feld noch vor der letzten 90-Grad-Kurve rund 800 Meter vor dem Ziel wieder heranführte.
Auf der Zielgeraden setzte Kristoff bei Gegenwind früh zum Sprint an, wogegen sich Cavendish lange im Windschatten am Hinterrad des Katusha-Kapitäns hielt, um dann auf den letzten Metern an seinem Konkurrenten vorbeizusprinten und seinem Team, das wie schon gestern früh in die Offensive gegangen war, den sehnlichst erwarteten Sieg zu bescheren. „Ich wusste, dass es schwer werden würde, aber es läuft in diesem Jahr schon die ganze Zeit gut für mich“, erklärte der Brite, nachdem er den in dieser Saison auch schon vier Mal erfolgreichen Kristoff deutlich hinter sich gelassen hatte.
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