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23.09.2014 | (rsn) – Als Mit-Favoritinnen auf die Podestplätze starten die deutschen Frauen am Dienstag ins 29,5 Kilometer lange Einzelzeitfahren der Weltmeisterschaften von Ponferrada. Die Deutsche Meisterin Lisa Brennauer wird international sogar als zweite Kandidatin für den Sieg gehandelt – hinter Titelverteidigerin Ellen Van Dijk aus den Niederlanden und neben der Neuseeländerin Linda Villumsen.
Dass sie deshalb auch die Startnummer 3 verpasst bekam, ist Ehre und „Druckerzeuger" zugleich. „Das war schon eine Überraschung für mich“, erklärte Brennauer am Abend vor dem großen Tag lächelnd. „Ich kriege schon mit, was die Leute sagen, aber ich lasse es nicht an mich heran“, so die 26-Jährige weiter.
Ihre Ziel formulierten Brennauer und Teamkollegin Trixi Worrack vorsichtiger. Von den Top 5 sprechen beide – genau wie schon 2013, als Worrack um drei Sekunden Bronze verpasste und Brennauer auf Rang elf landete. Einer solchen Enttäuschung will die Allgäuerin dieses Jahr offensichtlich vorbauen, indem sie etwas tiefstapelt.
Doch Brennauer glaubt, aus den Fehlern von damals gelernt zu haben. „Allein die Tatsache, dass es jetzt das zweite Mal und nicht mehr alles neu ist, hilft schon. Außerdem habe ich andere Voraussetzungen als letztes Jahr, weil ich vor der WM nicht krank war", erklärte sie. Die Voraussetzungen sind gut, Brennauer wurde zuletzt Gesamtzweite bei der gut besetzten Boels Rental Ladies Tour in Holland und schlug in der Saison auch Van Dijk im Zeitfahren.
Neben Van Dijk, Villumsen, Brennauer und Worrack gehören auch die US-Amerikanerinnen Evelyn Stevens und Carmen Small sowie die Australierin Katrin Garfoot und die Niederländerin Chantal Blaak am Dienstag zu den Favoritinnen für Dienstag – aber auch die umstrittene Ukrainerin Hanna Solovey. Die 22-Jährige wurde bei der Tour of Chongmin Island bereits im Frühjahr 2011 positiv auf Drostanolon getestet und für zwei Jahre gesperrt.
Brennauer rechnet außerdem mit Überraschungen. „Die WM hat ihre eigenen Gesetze und da kommen immer welche, die man das ganze Jahr kaum sieht“, betonte sie.
Aus deutscher Sicht besonders interessant ist auch, dass Mieke Kröger durch den Gewinn des U23-EM-Titels ein drittes Ticket für den BDR löste. Die 21-Jährige kommt zu ihrer ersten Weltmeisterschaft und betrachtet das Event in Ponferrada als „Sahnehäubchen meiner Saison“. Trotzdem hat sie auch ein konkretes Ziel: „Ich würde gerne in die Top 20 fahren“, so Kröger.
Eine mit entscheidende Rolle könnte auch am Dienstag wieder das wechselhafte Wetter spielen. Regen mache den deutschen Frauen wenig aus, erklärte Worrack: „So lange alle die gleichen Bedingungen haben, ist es egal.“
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