Nerz-Vuelta-Tagebuch/ 11. Etappe

Will nicht das Gefühl verlieren, am Ende noch Leistung bringen zu können

Von Dominik Nerz

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Dominik Nerz (BMC) | Foto: Cor Vos

03.09.2014  |  (rsn) - Heute war ein sehr schwerer Tag für uns. Das Rennen war von Beginn an super schnell und wir hatten alle Hände voll zu tun, die Fluchtgruppen zu kontrollieren. Ich selbst habe mich zwischenzeitlich in zwei Ausreißergruppen befunden, nur leider sind beide gescheitert. Das hat mich leider auch sehr viel Kraft gekostet, was wohl am Ende ausschlaggebend war, dass ich am letzten Anstieg nicht wirklich vorne mitfahren konnte.

Ich habe versucht im Einstieg des Berges noch Samu mit Gels und Flaschen zu versorgen und musste dann aber meinen eigenen Rhythmus fahren.Viele fragen sich sicher, warum ich immer noch „so weit vorn" (Nerz liegt derzeit auf Rang 24, d. Red.) im Klassement liege und nicht wie andere Helfer im Grupetto fahre. Das liegt nicht daran, dass ich mir noch Hoffnungen auf die Gesamtwertung mache. Denn die war für mich abgehakt nachdem ich in der ersten Woche mit Cadel das Rad wechseln musste und deswegen über sechs Minuten verloren habe.

Ich versuche einfach nur für mich ein gutes Tempo zu fahren, um einfach auch für kommende Rennen/Rundfahrten das Gefühl nicht zu verlieren, am Ende noch Leistung bringen zu können.

Das Ausscheiden von Steve Morabito heute war natürlich ein harter Schlag für uns, weil er uns in den Bergen sehr fehlen wird. Was seine genauen Verletzungen sind kann ich zur Zeit noch nicht sagen, weil wir keinerlei Infos bekommen haben. Nur so viel: Es scheint ihm den Umständen entsprechend recht gut zu gehen.

Auf diesem Weg wünsche ich ihm natürlich gute Besserung und ich hoffe ich werde ihn heute Abend noch sehen, weil das bedeuten würde, dass er zumindest nicht im Krankenhaus bleiben muss.

Viele Grüße

Euer Dominik

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