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07.06.2013 | (rsn) - Das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers muss für Gianni Meersman (Omega Pharma - Quick-Step) weiterhin als großes Trostpflaster beim Critérium du Dauphiné herhalten. Denn der Belgier hat in Grenoble auch im vierten Anlauf den erhofften Tagessieg verpasst, weil das Hauptfeld die vierköpfige Spitzengruppe um Tagessieger Thomas Voeckler (Europcar) nicht mehr einholen konnte.
Zuvor war Meersman zum Auftakt in Champéry hinter Ausreißer David Veilleux (Europcar) sowie einen Tag später in Oyonnax im Sprint hinter Elia Viviani (Cannondale) Zweiter geworden und hatte auf der 3. Etappe in Tarare hinter Edvald Boasson Hagen (Sky) und Michael Matthews (Orica-GreenEdge) Rang drei ersprintet.
Trotz der drei knappen Niederlagen steckten der 27-Jährige und seine Mannschaft aber nicht auf und setzten auch auf dem Weg nach Grenoble alles daran, die Spitzengruppe einzuholen und für Meersman einen Sprint zu ermöglichen. Das aber gelang auch deshalb nicht, weil Omega Pharma - Quick-Step mit diesem Anliegen offenbar allein auf weiter Flur war - BMC half nur kurz, Sky zu spät, Cannondale und FDJ sowie Orica-GreenEdge gar nicht.
„Wir haben alles versucht, um die Gruppe zurückzuholen“, sagte Meersman im Ziel. „Aber die vier waren zu stark. Jeder von uns hat 100 Prozent gegeben, aber wir hatten am Ende immer noch eine Minute Rückstand. Das mit nur noch einem Mann aufzuholen, war einfach nicht möglich.“ Sylvain Chavanel und Tony Martin mussten sich während der bergigen 25 Schluss-Kilometer entkräftet aus der Führungsarbeit verabschieden, so dass Meersman anschließend nur noch Michal Kwiatkowski an seiner Seite hatte.
Zwar stieg Sky anschließend in die Verfolgung ein, doch um Voeckler und Co. noch einzuholen, war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät. Hätten die Briten früher mitgearbeitet, so wäre auch für Boasson Hagen ein zweiter Etappensieg möglich gewesen, doch bei Sky hat der Gesamtsieg von Chris Froome eindeutig Priorität. Deshalb will man offenbar vor den zwei schweren Bergetappen am Wochenende nicht mehr Kräfte verschleudern als unbedingt nötig.
In Superdévoluy und Risoul dürfte Meersman keine Chance mehr auf den angestrebten Tagessieg haben, für den sein Team im Verlauf der Woche wirklich alles getan hat. Immerhin ist es aber gut möglich, dass er sein Grünes Trostpflaster bis zum Ende der Rundfahrt behält. Mit 13 Punkten Vorsprung auf Froome, der ihn wohl als einziger noch gefährden kann, geht Meersman in die beiden letzten Tage.
„Es wäre schön, das Trikot bis zum Ende zu halten. Ich habe heute den ersten Zwischensprint gewonnen und bin Sechster geworden, was mir zehn Punkte eingebracht hat. Wenn ich noch einen Zwischensprint gewinne, dann könnte es klappen“, so Meersman zuversichtlich.
Allerdings ergibt Platz eins an einer der beiden Bergankünfte bereits 15 Punkte, und selbst wenn Froome kein Etappensieg mehr gelingen sollte, so könnte er mit einem dritten und einem vierten Platz in Superdévoluy und Risoul bereits 18 Punkte gut machen. Auch ein Sieg am Zwischensprint am Sonntag - der am Samstag einer Ausreißegruppe angehören dürfte - könnte für Meersman also noch zu wenig sein.
Punkteverteilung beim Critérium du Dauphiné im Etappenziel jeder Etappe (Top 10): 15-12-10-8-6-5-4-3-2-1
Punkte pro Zwischensprint (Top 3): 5-3-1
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