Comeback-Plan ohne Ardennen

Van Gils schildert Jaen-Unfall und erhebt keine Vorwürfe gegen Christen

Von Sebastian Lindner

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Maxim Van Gils bei der Clasica Jaen | Foto: Cor Vos

19.02.2026  |  (rsn) – Maxim Van Gils (Red Bull – Bora – Hansgrohe) hat nach seinem schweren Sturz den groben Weg seiner Rückkehr in den Rennmodus skizziert. Der 26 Jahre alte Belgier ist zurück in der Heimat und hat im Krankenhaus in Herentals zusätzlich zu seiner Beckenfraktur noch eine gebrochene Schulter diagnostiziert bekommen, wie sein Team mitteilte. “Läuft alles gut, kann ich in einem Monat vielleicht schon wieder auf die Rolle“, zeigte sich Van Gils auf der Homepage des Teams hoffnungsvoll.

Seine Saisonhöhepunkte wird Van Gils trotzdem verpassen. Strade Bianche, vor allem aber die Ardennen-Woche, sind ausgeschlossen. Damit wird er die Rennen, bei denen er seine Stärken am besten ausspielen könnte, zum zweiten Mal in Folge verpassen. Bereits in seiner ersten Saison für Red Bull hatten Stürze und Krankheiten die erste Saisonhälfte verhagelt. Und auch seine erste Tour de France für das Team, die laut belgischen Medien durchaus zur Debatte stand, ist durch den schweren Sturz bei der Clasica Jaen zumindest nicht wahrscheinlicher geworden.

Die komplette Saison will Van Gils dennoch nicht abhaken. “Natürlich nicht, sieht hat ja erst begonnen“, sagte er, Und rechnet vor: “Ich kann jetzt vier bis sechs Wochen nicht viel machen. Aber das ist ja fast wie in der Winterpause. Den November habe ich pausiert, nichts gemacht. Und dann: Dezember, Januar - zweieinhalb Monate später bin ich schon wieder nah an der Topform. Ich habe noch reichlich Zeit, es kommen noch viele schöne Rennen.“

Aber auch die unschönen Momente ließ er nochmal Revue passieren, beschrieb den Unfall mit Jan Christen, der für die Aktion disqualifiziert wurde, so: “Als wir zu Dritt auf die Zielgerade kamen, wollte wirklich keiner den ersten Schritt machen, weil es ein bisschen Rückenwind gab und es auch leicht abschüssig war. Man brauchte also wirklich den perfekten Moment. Dann hat es Pidcock auf der linken Seite probiert. Ich habe reagiert. Christen kam dann von rechts und vielleicht ein bisschen näher als es notwendig gewesen wäre. Jeder wollte so schnell wie möglich zur Ziellinie und die Bande kam immer näher. In dem Moment bekam ich einen kleinen Schlag von Christen an meinen Lenker. Ich bin in die Bande gekippt, dabei ist wahrscheinlich mein Rad gebrochen und dann bin ich über den Lenker abgeflogen.“

Nachhaltig sauer ist er auf den Schweizer jedoch nicht. “Er will genauso Rennen gewinnen wie ich, er war sehr motiviert. Ich kenne das Gefühl gut, auf die Zielgerade zu kommen und um das Podium zu kämpfen. Dafür trainieren wir jeden Tag“, so Van Gils, der bestätigte, dass sich Christen auch direkt bei ihm gemeldet hatte: “Am Abend nach dem Zwischenfall hat er mir über die Sozialen Medien eine Nachricht geschickt. Ich habe ihm geantwortet, damit war es für mich erledigt. Ich denke, er fühlt sich auch schlecht und wollte nicht, dass so etwas passiert.

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