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17.02.2026 | (rsn) – Stünde hinter dem jeweiligen Rennnamen nicht eine Kategorisierung, wäre es beim Blick auf die Startliste schwierig zu unterscheiden, welche Rundfahrt denn die wichtigere ist. Joao Almeida und Brandon McNulty (beide UAE – Emirates – XRG), Juan Ayuso (Lidl – Trek), Thymen Arensman, Oscar Onley und Kevin Vauquelin (alle Ineos Grenadiers), Paul Seixas und Matthew Riccitello (beide Decathlon – CMA CGM) und nicht zuletzt auch Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe): Die Liste der Rundfahrer bei der 52. Algarve-Rundfahrt (2.Pro) steht der bei der parallel laufen UAE Tour (2.UWT) vielleicht in der Spitze etwas nach. Doch in der Breite hat das Rennen durch Portugal durchaus die Nase vorn.
Während Remco Evenepoel und der aufstrebende Isaac Del Toro in der Wüste die mit Abstand heißesten Favoriten auf den Gesamtsieg sind, ist an der Algarve kaum vorherzusagen, wer am Ende auf dem Podium steht. Allein, weil es sein Heimrennen ist, dürfte Almeida unter den Buchmachern vielleicht die besten Karten haben. “Diese Woche zu Hause zu fahren, gibt mir extra Motivation“, sagte der 27-Jährige so auch im Vorfeld des Rennens. “Wir sind bereit, um eine gute Gesamtwertung zu kämpfen.“ Bei der Valencia-Rundfahrt, seinem Saisonauftakt, musste der Portugiese noch Evenepoel den Vortritt lassen. “Es war ein guter Test und ich war mit dem Podium zufrieden.“ Nun darf es aber gerne ein wenig mehr werden, nachdem er im Vorjahr 15 Sekunden hinter Jonas Vingegaard Zweiter wurde. “Wir kommen mit einer ausgewogenen Mannschaft und ziemlich hohen Ambitionen.“
Doch die Schar der Profis, die dies gerne verhindern würden, ist lang. Und angeführt wird sie von Almeidas früherem Teamkollegen Ayuso, der bei seinem Debüt für Lidl – Trek geben wird. Der Spanier, der im Grunde auch schon ein Rivale Almeidas war, als er noch das gleiche Trikot trug, dürfte darauf brennen, zu beweisen, wer der Bessere ist. Debütieren werden derweil auch Onley und Vauquelin für Ineos. Die Briten bringen weite Teile ihrer Rundfahrer-Fraktion nach Portugal, zur UAE Tour haben sie nicht einen geschickt. Welcher Plan sich dahinter verbirgt, zeigt sich möglicherweise im Verlauf der Woche.
Um an der Algarve zu gewinnen, benötigt es jedenfalls einen kompletten Rundfahrer. Denn neben zwei Bergankünften steht am Mitteltag der fünftägigen Rundfahrt auch ein 19,5 Kilometer langes Zeitfahren auf dem Plan. Insgesamt warten rund 670 Kilometer mit mehr als 10.500 Höhenmetern auf das Peloton.
Zu dem zählt auch Florian Lipowitz. Der Tour-de-France-Dritte hat in dieser Saison bislang nur das Mannschaftszeitfahren im Rahmen der Mallorca Challenge absolviert, ging daraus mit seinem Team siegreich hervor. Rückschlüsse auf seine Form lassen sich daraus aber kaum ableiten. Als zweite Option für das Klassement hat Red Bull Daniel Felipe Martinez dabei. Der Kolumbianer ist schon etwas länger in Portugal, hat bei der Figueira Classic am Samstag bereits einen neunten Platz eingefahren und sich dabei sehr offensiv gezeigt.
Die deutschen Farben vertritt an der Algarve auch Nico Denz bei Red Bull. Lidl hat Lennard Kämna dabei. Soudal – Quick-Step kommt mit Maximilian Schachmann, der sich vor einem Jahr mit einem starken Zeitfahren auf Rang fünf in der Gesamtwertung schob und ach dieses Mal das Ass der Belgier für die Gesamtwertung sein könnte. Zeigt Felix Engelhardt eine aufsteigende Formkurve, könnte er diesen Job bei Jayco – AlUla übernehmen. Doch der 25-Jährige dürfte eher den Blick auf einzelne Etappen werfen.
Ohnehin hat das australische Team eher die Sprintankünfte im Blick, die auf der 1. und 4. Etappe warten, so denn alles normal läuft. Pascal Ackermann sucht weiter nach Abstimmung mit seinen neuen Anfahrern im Team. Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) würde nach seinem Premierensieg beim Etoile de Bessèges sicher gerne auf Wiederholung drängen, hat aber die beiden Saisoneinsteiger Jasper Philipsen und Kaden Groves ebenfalls im Team. Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek) hingegen dürfte auf eigene Rechnung fahren. Kim Heiduk (Ineos Grenadiers) und John Degenkolb (Picnic – PostNL) komplettieren die Liste der deutschen Starter.
Neben den zwölf WorldTeams, bei denen EF Education – EasyPost mit Marijn van den Berg, Lotto-Intermarché mit Arnaud De Lie, NSN mit Oded Kogut und Picnic mit Pavel Bittner eher auf die Sprints setzen, sind auch die beiden ProTeams Tudor und Pinarello – Q36.5 in Portugal dabei. Tudor kommt durchaus prominent mit Julian Alaphilippe und Stefan Küng, der neben Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) zu den Favoriten fürs Zeitfahren gehört. Pinarello hat Matteo Moschetti und Thomas Gloag Alternativen für jedes Finale dabei.
Mittwoch, 18.2. | 1. Etappe | Vila Real de Santo António – Tavira | 183.5 km
Das Profil der 1. Etappe | Foto: Veranstalter
Donnerstag, 19.2. | 2. Etappe | Portimão – Alto da Fóia | 147.2 km
Das Profil der 2. Etappe | Foto: Veranstalter
Freitag, 20.2. | 3. Etappe | Vilamoura – Vilamoura (EZF) | 19.5 km
Das Profil der 3. Etappe | Foto: Veranstalter
Samstag, 21.2. | 4. Etappe | Albufeira – Lagos | 175.1 km
Das Profil der 4. Etappe | Foto: Veranstalter
Sonntag, 22.2 | 5. Etappe | Faro – Alto do Malhão | 148.4 km
Das Profil der 5. Etappe | Foto: Veranstalter
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