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19.06.2009 | (rsn) - Das schlechte Wetter hat heute niemanden abgeschreckt. Genau genommen gab es sogar einen Raketenstart. 60 Kilometer wurde niemandem Raum gegeben. Ich muss sagen, dass mir das Spaß macht, denn niemand kann sagen, wann es wirklich soweit ist, dass die Gruppe "steht". Man muss hochkonzentriert sein und immer wieder mitgehen, selbst attackieren oder Löcher zufahren. Nachdem Ciolek, Burghardt und Rojas einen kleinen Vorsprung rausgefahren hatten, habe ich auch noch versucht zu ihnen aufzuschließen.
Bei Rennern dieser Klasse ist das natürlich nicht leicht und ich bin kurz vor dem Zusammenschluss gestrauchelt. Der neue Plan daraufhin hieß, zu arbeiten um Oscar eine neue Siegchance zu ermöglichen. 40 Kilometer vor dem Ziel zog ein Unwetter über uns auf und die entstehenden Windböen waren nicht ohne. Kurzerhand fand ich mich im Graben wieder und beim "Rausspringen" erfasste mich erneut ein Windstoß und chancenlos lag ich auf dem Asphalt mit noch fünf weiteren Fahrern. Die Schmerzen sollte ich erst später beim Duschen im Bus spüren.
Obwohl unser Team viel gearbeitet hat, musste Oscar erkennen, dass heute nicht sein Tag war. Übel nehmen tun wir ihm das natürlich nicht, denn er hat schon viele Siege herausgeholt ohne unser Zutun! Ich hoffe nun, dass ich heute Nacht besser schlafen werde als gestern, als ich mit einem schnarchenden und einem redenden Teamkollegen in einem Zimmer lag. Da ist die Nacht noch kräfteraubender als der Tag:-)
Bis morgen,
Paul
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