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13.09.2025 | (rsn) – Mit einer Attacke 1,2 Kilometer vor dem Ziel hat Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) den Tagessieg auf der 20. Etappe der Vuelta a Espana eingefahren und den Gesamterfolg vor dem Schlussstück in Madrid am Sonntag quasi sichergestellt.
Sein Teamkollege Sepp Kuss sicherte sich den zweiten Rang vor Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe). Der Australier gewann auf den Vierten Tom Pidcock (Q36.5) nicht genug Zeit, um dessen Podiumsplatz im Klassement zu übernehmen. Sein Mannschaftsgefährte Giulio Pellizzari verlor als 16. das Weiße Trikot an Matthew Riccitello (Israel – Premier Tech), der die Spitze des Bola del Mundo hinter Joao Almeida (UAE – Emirates – XRG) als Sechster erreichte.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Sieger / Ziel-Interview): “Ich wollte in Bilbao gewinnen. Ich wollte am Angliru gewinnen. Aber Bola del Muno ist auch etwas Besonderes. Ich konnte dem Tempo von Joao (Almeida) und Jai (Hindley) gut folgen. Ich war noch nicht am Limit und wusste, dass ich eine gute Chance auf den Etappensieg hatte. Irgendwann entschied ich, dass ich es probiere. Ich riss sofort eine Lücke und die letzten paar hundert Meter waren unglaublich schwer.“
Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike / Zweiter / Eurosport: “Wir wussten, dass es UAE versuchen wird. Sie sind den ganzen Tag ein hohes Tempo gefahren, Jonas war am letzten Anstieg aber sehr stark. Wir hatten einige Fahrer in der Favoritengruppe. Es war schön für das Team, dass jeder so viel beigetragen hat. Es gibt immer Momente im Rennen, in denen man die Beine mehr spürt, auf so einer Etappe entscheidet es sich aber immer der letzte Anstieg. Wir haben also nichts Ungewöhnliches erwartet. Ich brauche jetzt ein Bier. Champagner hört sich nicht so gut an, lieber ein Estrella und ein paar Chips.”
Joao Almeida (UAE – Emirates - XRG / Fünfter / Eurosport): “Es war superschwer. Ich war die ganze Zeit am Limit. Aber wir mussten es probieren, denn wir hatten nichts zu verlieren. Der Plan war, die Etappe so schnell und schwer zu machen, wie möglich. Leider bin ich diese Woche krank gewesen, ich hatte deswegen kein sehr gutes Gefühl. Wir haben es trotzdem probiert und das zählt. Wir haben getan, was wir konnten. Ich kann Jonas (Vingegaard) nur gratulieren, er war superstark. Es ist nicht schlecht Zweiter hinter ihm zu sein.“
Tom Pidcock (Q36.5 / Vierter / Eurosport): “Ich bin ziemlich stolz auf mich. Das Podium ist die größte Leistung meiner Karriere, wenn auch vielleicht nicht der größte Erfolg. Das Beste ist, dass ich mich jetzt ausruhen kann. Jeden Tag ist man voll konzentriert. Man muss beim Rennen immer hellwach sein. Jetzt kann ich hier einfach stehen und genießen. Ich muss diese Jacke nicht anziehen und Kirschensaft und einen widerlichen Recovery-Shake trinken.“
Mikel Landa (Soudal – Quick-Step / 14. / Eurosport): “Wir wussten, dass es eine harte Etappe wird und die Ausreißergruppe wenig Chance haben wird. Es war aber meine einzige Option, die Etappe zu gewinnen, also habe ich es versucht. Der letzte Anstieg war aber zu viel für mich. Abgesehen vom Anfang, hab ich mich ziemlich leer gefühlt und es war hart, überhaupt ins Ziel zu kommen.“
Grischa Niermann (Sportlicher Leiter Visma - Lease a Bike / Eurosport): “Ich nehme die Gratulationen lieber morgen an, aber das Ergebnis sollte sich eigentlich nicht mehr ändern. Wir wussten, dass UAE die Etappe hart machen wird, um Jonas unter Druck zu setzen. Wir haben mehr darüber geredet im Roten Trikot eine Etappe zu gewinnen, als es zu verteidigen und Jonas hatte die richtigen Beine dafür. Das wichtigste war natürlich Joao zu folgen. Aber als Hindley attackierte und Jonas nachfahren konnte, wussten wir, dass er gute Beine hat."
Mauro Gianetti (Sportlicher Leiter UAE – Emirates – XRG / Eurosport): “Der Plan war einfach: Wir wollten die Beine der Fahrer müde machen und die Etappe gewinnen, denn die zehn Sekunden Zeitbonifikationen spielen immer eine Rolle. Wir haben alles gegeben und das gesamte Team war sehr stark. Aber Vingegaard war wirklich gut und er verdient den Vuelta-Sieg. Für uns war eine wichtige Vuelta, denn wir haben bei Almeida ein neues Niveau entdeckt. Er ist sehr nah dran an Vingegaard. Beim Giro haben wir der Welt Del Toro präsentiert und jetzt das neue Niveau von Almeida. Das ist für uns eine große Genugtuung und wir freuen uns sehr über unsere Saison.“
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