Die Stimmen zur 15. Etappe der Vuelta a Espana 2025

Rast: “Da waren wir schon kurz ein wenig verzweifelt“

Von Jens Claussen

Foto zu dem Text "Rast: “Da waren wir schon kurz ein wenig verzweifelt“"
Grégory Rast (Lidl - Trek) | Foto: Cor Vos

07.09.2025  |  (rsn) – Nun ist er also endlich da, der erste Sieg von Mads Pedersen (Lidl - Trek) im Grünen Trikot! Für diesen langersehnten Erfolg bei der Vuelta a Espana musste der Däne allerdings auf den finalen fünf Kilometern deutlich mehr investieren, als ihm lieb war. Immer wieder motivierte er seine Begleiter aus der neunköpfigen Spitzengruppe, um den Vorsprung von 30 Sekunden auf die große Verfolgergruppe zu verteidigen. Als Pedersen dann aber auf Position zwei liegend in die letzte Rechtskurve fuhr, gab es keine Zweifel an dem überlegenen Spurtsieg des Weltmeisters von 2019

Knapp 14 Minuten hinter dem Sieger rollten alle Favoriten gemeinsam im großen Peloton über die Ziellinie. Wohlwissend, dass der Rennverlauf vor ihnen keine Gefahr für die Gesamtwertung darstellen würde und es bei der heutige Etappe vor dem morgigen Ruhetag galt, eher Kräfte zu schonen.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 15. Etappe der Vuelta a Espana:

Mads Pedersen (Lidl - Trek / Sieger / Ziel-Interview): "Die Art und Weise, wie das Team heute gearbeitet hat, macht den Sieg für mich noch süße. Wir hatten fünf Jungs in der vorderen Gruppe und am letzten Berg haben sie für mich nochmal alles möglich gemacht, um wieder nach vorne zu kommen. Wenn alle auf uns schauen und eigentlich alle unseren Plan kennen: Dann zu gewinnen macht es nochmals schöner."

Giulio Ciccone (Lidl -Trek / 37. / Europsport): ”Die Etappe war für mich heute wirklich sehr, sehr hart. Ich fühle mich krank. Der Plan war heute zu gewinnen und ich bin ohne Beine, sondern einfach nur mit dem Kopf gefahren. Wir haben es bei dieser Vuelta schon so auf versucht und hatten heute diesen Plan. Da wollte ich unbedingt dabei sein und mithelfen.”

Orluis Aular (Movistar / Zweiter / Ziel-Interview) : ”Wir haben es versucht und natürlich haben wir alles dafür getan, um den Sieg zu erringen. Wir hatten uns die heutige Etappe herausgepickt und alles reingeworfen. Es gab viele Attacken während der Etappe und wir mussten heute ans Limit gehen. Ich finde, wir sind gerade auf einem guten Weg. Natürlich bleibt unser Ziel ein Etappensieg bei dieser Vuelta, aber insgesamt kann man festhalten, dass sich das Team hier in den Tagen gut entwickelt hat.”

Egan Bernal (Ineos Grenadiers / Sechster / Ziel-Interview): “Ich habe im Finish versucht, mich clever zu bewegen, aber es gehört auch zu unserem Job dazu, dass es dann manchmal nicht so läuft, wie man es sich erhofft hatte. Ich habe es heute mal genossen, in einer Ausreißergruppe im Flachen dabei sein zu können. Aber dann trittst du im Finale gegen Fahrer wie Pedersen an und dann wird es natürlich schwierig.“

Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step / 27. / RSN) :“Die ersten eineinhalb Stunden waren echt hart, dann stand die Gruppe endlich. Wir waren gut vertreten und hätte am Ende bei den sieben Leuten dabei sein müssen. Ich selbst hatte einfach die Beine nicht dafür und die anderen anscheinend auch nicht.“

Marco Frigo (Israel – Premier Tech / Dritter / Ziel-Interview): “Eineinhalb Kilometer vor dem Ziel war ich in einer guten Position und meine Idee war dann von hinten zu kommen. Aber Jay Vine kam mir in diesem Moment zuvor. So dicht dran an einem Etappensieg zu sein, raubt mir jetzt nicht den Schlaf. Aber natürlich wäre das eine tolle Sache und wir werden es weiter versuchen.”

Grégory Rast (Sportlicher Leiter / Lidl - Trek / Eurosport): ”Als der Vorsprung von Vine und Vervaeke dann auf drei Minuten ging, haben wir hinten richtig Speed gemacht. Dann wurde es zum Ende sehr nervös, als die Gruppe die zwei vorne noch einfangen konnte. Da waren wir schon kurz ein wenig verzweifelt, ob es noch die Möglichkeit geben würde , zu gewinnen. Uns ist heute ein großer Stein vom Herzen gefallen”

Christian Knees (Sportlicher Leiter Ineos Grenadiers / Eurosport): “Wir hatten drei Fahrer in der großen Gruppe, in der Lidl – Trek auch einen guten Job gemacht hat. In dieser Gruppe haben wir es quasi als ein Rennen innerhalb des Rennens verstanden. Als Vine nach der Bergwertung ging, haben wir überlegt, wie wir reagieren müssen. Die Verantwortung lag dann aber bei Trek und nicht bei uns. Schade, dass Magnus dann den Crash in der letzten Kurve hatte. Wir wissen noch nicht, was passiert ist – und wer weiß, was geschehen wäre, wenn er in den Sprint hätte eingreifen können."

Mehr Informationen zu diesem Thema

29.10.2025Pidcock: “Ich war in der besten Form meines Lebens“

(rsn) – Fünf Siege feierte Tom Pidcock in seiner ersten Saison beim Schweizer Zweitdivisionär Q36.5 Pro Cycling Team. Zwar ging er bei WorldTour-Rennen leer aus, dennoch erklärte der Brite gegen

18.09.2025Anti-Gewalt-Kommission fordert Strafen gegen Vuelta-Protestierer

(rsn) – Die Meinungen zu den pro-palästinensischen Protesten, bei denen gewalttätige Demonstranten den Abbruch der 80. Vuelta a Espana (2.UWT) erzwangen, gehen in Spanien nach wie vor weit ausein

16.09.2025UCI will in Ruanda Proteste wie bei der Vuelta verhindern

(rsn – Nach den Massenprotesten am letzten Tag der Vuelta a Espana, in deren Folge die 21. Etappe in Madrid nicht ausgetragen werden konnte, hat der Radsportweltverband UCI angekündigt, dass es in

15.09.2025UCI äußert “völlige Ablehnung und tiefe Besorgnis“ nach Vuelta-Chaos

(rsn) – Lange Zeit war während der Vuelta nichts von der UCI zu hören. Der Weltverband berief sich auf seine politische Neutralität und hielt sich raus, während bei einem der wichtigsten Wettbew

15.09.2025“Das war organisiertes Verbrechen“ - “Sie waren fast wie wilde Tiere“

(rsn) – Die Vuelta Espana 2025 wird als besonders in die Geschichte eingehen. Nicht unbedingt aufgrund der sportlichen Auffälligkeit, wenngleich Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) unter ande

15.09.2025Vuelta-Chef Guillén spricht von “absolut inakzeptablen“ Verhältnissen

(rsn) – Dass Sport und Politik selten harmonieren, ist keine neue Erkenntnis. In der Dimension der auftretenden Probleme hat die Vuelta a Espana aber zumindest in Radsport-Verhältnissen gemessen ne

15.09.2025Pidcock strahlt neben Vingegaard: Wo geht die Reise hin?

(rsn) – Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team) hat bei der 80. Ausgabe der Vuelta a España Geschichte geschrieben. Sein dritter Gesamtrang in Spanien bescherte zum zweiten Mal in diesem Jahrtausen

15.09.2025Vingegaard & Co. am Hotelparkplatz auf Kühlboxen geehrt

(rsn) - Die pro-palästinensischen Proteste, die am Sonntag für ein vorzeitiges Ende der Vuelta 2025 sorgten, hatten nicht nur die letzte Etappe auf dem Gewissen, sondern auch die offizielle Siegereh

15.09.2025Zwischen Stolz und Unvollendung: Vingegaards seltsamer Triumph

(rsn) – Jonas Vingegaard (Team Visma – Lease a Bike) hat die 80. Ausgabe der Vuelta a España und damit die dritte Grand Tour seiner Karriere gewonnen. Vor João Almeida (UAE - Emirates – XRG/+1

14.09.2025Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 21. Etappe

(rsn) - 184 Profis aus 23 Teams sind am 23. August in Turin in Norditalien zur 80. Vuelta a Espana (2.UWT) angetreten. 3151 Kilometer ist die Spanien-Rundfahrt in diesem Jahr lang, nicht weniger als

14.09.2025Madrids Bürgermeister übt scharfe Kritik nicht nur an Demonstranten

(rsn) – Madrids Bürgermeister José Luis Martinez-Almeida hat nach dem Abbruch der Schlussetappe der 80. Vuelta a Espana mit scharfer Kritik an den Demonstranten reagiert und auch Spaniens Minister

14.09.2025Vuelta-Schlussetappe wegen erneuter Proteste vorzeitig beendet

(rsn) - Von wegen Champagnerfahrt nach Madrid: Die 80. Vuelta a Espana ist 55 Kilometer früher als geplant beendet worden. Pro-palästinensische Demonstranten stoppten zunächst das Peloton noch auf

Weitere Radsportnachrichten

12.02.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic

12.02.2026Voß, Kasper und Co.: Deutsche mit gemischten Gefühlen

(rsn) - Nachdem die Straßensaison schon in vollem Gange ist, steht für die Gravel-Pros mit Santa Vall by The Traka nun auch das erste namhafte Rennen im europäischen Kalender auf dem Programm. Am

12.02.2026Kopie des Vorjahres: Vollering gewinnt Valencia-Auftakt als Solistin

(rsn) – Im ungewohnten Outfit der Europameisterin hat Demi Vollering (FDJ – Suez) die 1. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen (2.Pro) gewonnen. Der 29-Jährigen reichte dafür eine Attacke am

12.02.2026Gee-Debüt für Lidl in der Wüste statt an der Algarve

(rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R

12.02.2026ASO will Paris-Roubaix früher entscheiden

(rsn) – Die ASO hat ihren Plan für Paris-Roubaix 2026 präsentiert. Neben leicht abgeänderten Strecken, die aber in ihrer Wirkung für eine frühere Selektion sorgen sollen, ist vor allem ein ver

12.02.2026Hollmann als Zugpferd für Canyon x DT Swiss All-Terrain Racing

(rsn) - Schon lange wurde darüber im Profi-Gravel spekuliert, seit heute ist es nun amtlich. Nach anderen großen Gravel-Teams hat auch Canyon die Katze aus dem Sack gelassen und in einer offizielle

11.02.2026Clásica Jaén will 2026 van der Poel auf den Gravel locken

(rsn) – Am kommenden Montag steht die 5. Ausgabe der Clásica Jaén Paraíso Interior (1.1) an. Das über zahlreiche Gravel-Passagen führende spanische Eintagesrennen rund um die andalusische Stadt

11.02.2026Stuyven:“Man sollte Mads definitiv noch nicht abschreiben“

(rsn) – Nach dem schweren Sturz zum Auftakt der Valencia-Rundfahrt, bei dem er sich Handgelenk und Schlüsselbein brach, haben Mads Pedersens große Frühjahrsambitionen einen herben Rückschlag er

11.02.2026Nur UAE punktet bislang besser als Astana

(rsn) – Im Kampf um den Erhalt der WorldTour-Lizenz war es im vergangenen Jahr ein unglaublicher Finalsprint, den XDS – Astana in den letzten Monaten des Dreijahre-Rankings hingelegt hatte. Ein

11.02.2026“Früh aufgestellt“ und “Sechstageamstückrennen“

(rsn) - Nachdem er auf Mallorca sein Debüt für Tudor gegeben hatte, war Lennart Jasch, der zum Kader des Development Teams gehört, auch im Oman für die Profimannschaft im Einsatz: zunächst bei de

11.02.2026Knieprobleme: Tour-Zehnter Jegat muss Saisonstart verschieben

(rsn) - Im vergangenen Jahr beeindruckte Jordan Jegat (TotalEnergies) bei der Tour de France und war als Gesamtzehnter zweitbester Franzose. In dieser Saison sah man den 26-Jährigen allerdings noch n

11.02.2026Alle lieben Goszczurny

(rsn) - Patryk Goszczurny: um diesen Nachnamen auswendig aus den Fingern zu bekommen, braucht es einige Übung. Um ihn als Westeuropäer auszusprechen, braucht man Fantasie. Oder einen guten Lehrer: