--> -->

11.12.2025 | (rsn) - Das große Ziel für diese Saison hatte sich Yannis Voisard bereits im vergangenen Jahr gesetzt. Ein Start bei einer Grand Tour sollte es werden. Diesen Punkt konnte der 27-Jährige 2025 abhaken. Beim Giro d’Italia stand Voisard erstmals am Start einer dreiwöchigen Rundfahrt. “Für mich war es eine gute Saison mit meiner ersten Grand Tour. Das war wirklich ein sehr besonderer Moment für mich”, sagte der Schweizer gegenüber RSN und fügte an: “Das ist etwas, worauf ich schon ziemlich lange gewartet habe.”
Seine mittlerweile vierte Saison beim Schweizer Team Tudor Pro Cycling begann Voisard im Januar bei der AlUla Tour (2.1) in Saudi-Arabien. Dort zeigte er mit einem siebten Rang an der steilen Bergankunft der 2. Etappe gute Frühform. Es folgten unter anderem Starts bei hochklassigen Rennen wie der Algarve-Rundfahrt (2.Pro), Strade Bianche (1.UWT) und der Baskenland-Rundfahrt (2.UWT), bei denen Voisard aber kein weiteres persönliches Ausrufezeichen mehr setzen konnte.
Als seine sportlichen Ziele für die Saison 2025 hatte er besonders die Weiterentwicklung als am Berg sowie im Zeitfahren ausgegeben. Beides sollte ihm gelingen. Als Höhepunkt folgte schließlich im Mai der Giro d’Italia (2. UWT), wo Voisard in erster Linie als Helfer für Tudor-Kapitän Michael Storer eingeplant war, der zuvor die Tour of the Alps (2.Pro) gewonnen hatte.
Voisard’s Saisoneinstieg bei der AlUla Tour | Foto: Cor Vos
Für Voisard wurde der Giro zu einer wichtigen Standortbestimmung. “Am Anfang weiß man nicht so genau, wie die Beine reagieren werden, wie der Körper reagiert, wie gut man sich über drei Wochen erholen kann”, beschrieb er seine ersten Tage bei einer Grand Tour. “Am Ende merkt man Schritt für Schritt, dass der Körper dafür bereit ist. Ich habe gespürt, dass ich von Etappe zu Etappe immer leistungsfähiger wurde. Das war ein sehr gutes Zeichen.” Tatsächlich schien sich der 26-Jährige mit zunehmender Dauer des Rennens immer besser zu fühlen.
Denn seinen medial sichtbarsten Auftritt der Saison hatte Voisard auf der 16. Etappe zu Beginn der dritten Woche. Nach einem verregneten Start ging er früh in die Fluchtgruppe des Tages und hielt sich auf dem mit über 4700 Höhenmetern sehr anspruchsvollen Teilstück lange an der Spitze des Rennens. 24 Kilometer vor dem Ziel attackierte er sogar aus der führenden Gruppe heraus und konnte zwischenzeitlich einen Vorsprung von rund 30 Sekunden auf seine Verfolger herausfahren.
Zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Ausreißversuch zwar beendet, im Schlussanstieg brach Voisard aber nicht ein und rettete einen starken 10. Platz ins Ziel. “Auf der 16. Etappe ist es mir gelungen, das Rennen aktiv mitzugestalten und zu versuchen, meine Chance zu nutzen. Das war für mich etwas sehr Positives und ich hatte in diesem Moment natürlich auch sehr viel Freude auf dem Rad”, resümierte Voisard seinen erfolgreichen Tag in der Fluchtgruppe.
Yannis Voisard bei seinem Fluchtversuch auf der 16. Etappe des Giro d’Italia | Foto: Cor Vos
Nach dem Giro folgte eine etwas ruhigere Phase mit nur wenigen Einsätzen in der Schweiz. Beim GP Gippingen (1.1) sowie bei der Schweizer Straßenmeisterschaft musste Voisard das Rennen jeweils vorzeitig beenden. Dafür holte er bei den nationalen Titelkämpfen im Einzelzeitfahren die Bronzemedaille, nachdem er 2023 schon Silber gewonnen hatte.
Nach einer Pause von gut einem Monat präsentierte sich Voisard im August bei der Polen-Rundfahrt (2.UWT) in stabiler Form. Als bester Fahrer seines Teams beendete er das Rennen auf dem elften Gesamtrang. In den folgenden Wochen bestritt er mehrere italienische Eintagesrennen, bei denen vor allem der fünfte Platz beim Giro della Toscana (1.1) herausstach.
Zum Abschluss der Saison fuhr Voisard bei der Tour of Langkawi (2.Pro) als Dritter auf das Gesamtpodium. “Seit meinem Wiedereinstieg in Polen liefen auch die italienischen Klassiker gut. Und dann noch Langkawi, das mit diesem Podestplatz abzuschließen, das war wirklich ein sehr positiver Höhepunkt.”, zeigte er sich im Rückblick mit dem Saisonfinale zufrieden.
Trotz dieses späten Erfolgs bleibt für Voisard der Giro d’Italia das zentrale Ereignis seiner 67 Renntage umfassenden Saison. “Für mich war der Höhepunkt der Saison ganz klar der Giro d’Italia. Das waren drei schöne Wochen, sowohl für das Team als auch für mich persönlich. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden.”
31.12.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2025(rsn) – Es ist inzwischen RSN-Tradition. Und auch wenn sich mit Christoph Adamietz der Vater der Idee vor einem Jahr aus unserem Autoren-Team verabschiedet hat, so soll diese Tradition fortgesetzt w
31.12.2025Lipowitz: “Meine Werte waren bei Dauphiné besser als in der Tour“(rsn) – Erleichtert wirkt Florian Lipowitz, als er am späten Nachmittag des 10. Dezember die Halle der Central Studios in Binissalem auf Mallorca verlässt. In den letzten drei Stunden musste der 2
31.12.2025Die Strassacker-Trophäe zur RSN-Jahresrangliste 2025(rsn) – Seit inzwischen 18 Jahren blicken wir von radsport-news.com in Form unserer RSN-Jahresrangliste auf die Saison der Radprofis aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zurück u
30.12.2025Eine konstante Tour mit Platz fünf gekrönt(rsn) – Vor der Tour de Suisse ließ Felix Gall (Decathlon – AG2R La Mondiale) mit seinem Ziel aufhorchen, die Tour de France unter den besten Fünf der Gesamtwertung abschließen zu wollen -
29.12.2025Von UAE-Stars und eigenem Anspruch zu Höchstleistungen gepusht(rsn) – Es war erst sein zweites Profijahr und Jan Christen hat bereits fünf Profisiege auf seinem Konto. Dazu rangiert der 21-Jährige als bester Schweizer bereits auf Rang 52 der Weltrangliste. D
28.12.2025WM-Tiefpunkt kann Freude über “bestes Jahr“ nicht trüben(rsn) – Auftakt in Australien, zum Abschluss noch Japan: Mauro Schmid (Jayco – AlUla) hat im Grunde die längste Saison hinter sich, die der internationale Rennkalender hergibt. Weil er zwischendu
27.12.2025Als Tudor-Aushängeschild deutlich hinter den Erwartungen zurück(rsn) – Zunächst schien es so, als hätte sich zwar das Outfit von Marc Hirschi geändert, ansonsten aber nur wenig. Der zur Saison 2025 von UAE – Emirates zu Tudor gewechselte Schweizer gewann a
26.12.2025Ziel nach starkem Jahr: “Die zweiten Plätze in Siege umwandeln“(rsn) – Das sei verraten: So weit vorne wie Max Kanter (XDS – Astana) landete in der RSN-Jahresrangliste 2026 kein anderer deutscher Sprinter. Das liegt zum einen daran, dass lange Zeit dominieren
25.12.2025“Harzige Saison“ ohne Sieg und Tour, aber mit Doppelbronze(rsn) – Stefan Küng ist sicher kein Legionär. Nach insgesamt sechs Jahren bei BMC sowie derer sieben bei Groupama – FDJ steht 2026 erst zum zweiten Mal in seiner Profilaufbahn ein Tapetenwechsel
24.12.2025Saisonziel erster Profisieg schon früh im Jahr erreicht(rsn) – Fabio Christen stammt aus einer radsportbegeisterten Familie. Der ältere Bruder von Jan Christen (UAE Emirates – XRG) hat bei Q36.5 Pro Cycling seine sportliche Heimat gefunden und ver
23.12.2025Unscheinbare Größe mit starker Saison und viel Grund zum Jubeln (rsn) – 29 Saisonsiege durfte Felix Großschartner in der Saison 2025 mit seiner Mannschaft feiern und erstmals seit 2021 war auch ein eigener erster Platz außerhalb von Österreichischen Meistersc
21.12.2025Einen Schritt hinter den Schnellsten - aber der Tour-Traum lebt(rsn) – Ein Jahr ohne Sieg – das kann für einen Sprinter nicht zufriedenstellend sein, räumte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) unumwunden ein. Zumal 2025 die erste Saison seit 2015 war, in der
22.01.2026Vom Top-Team zum starken Talente-Zulieferer (rsn) – Unter den Namen Project 1t4i, Argos, Giant und Sunweb war das heutige Team Picnic – PostNL eine der besten Mannschaften im Peloton. Tom Dumoulin sorgte 2017 beim Giro d’Italia für den e
22.01.2026UAE-Doppelsieg: Vine zieht Narvaez mit sich und von allen davon (rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat in Uraidla die schwere 2. Etappe der Tour Down Under 2026 vor seinem Teamkollegen Jhonatan Narvaez gewonnen. Das Duo setzte sich am Anstieg in der Cor
21.01.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w
21.01.2026Flèche Wallonne mit neuem Startort, Mur de Huy wieder im Triple (rsn) – Die 90. Ausgabe des Flèche Wallonne wird am 22. April im Lütticher Vorort Herstal beginnen, nachdem der mittlere der drei Ardennenklassiker im vergangenen Jahr in Ciney gestartet war. Davo
21.01.2026Strade Bianche 2026 mit nur noch 64 Schotterkilometern (rsn) – In den vergangenen Jahren packten die Organisatoren immer mehr Schwierigkeiten in den italienischen Frühjahrsklassiker Strade Bianche hinein. Zur am 7. März anstehenden 20. Ausgabe des üb
21.01.2026Omloop: Tenbosse-Parikeberg statt Elverenberg-Vossenhol (rsn) – Auch in diesem Jahr wird die flämische Klassikersaison mit dem Omloop Het Nieuwsblad eröffnet. Wie die Organisatoren nun mitteilten, wird die am 28. Februar anstehende 81. Ausgabe auf eine
21.01.2026Im Jahr des Umbruchs “von neuen Möglichkeiten begeistert“ (rsn) – Obwohl nach wie vor im orange-blauen Trikot unterwegs, zeigt das Frauen-Team von Picnic - Post NL in diesem Jahr ein stark verändertes Gesicht. Die Equipe von General Manager Iwan Spekenbri
21.01.2026Nach Jakobsen auch Teamkollege Eekhof an Beckenarterien operiert (rsn) – Mit Nils Eekhoff hat sich ein weiterer Profi Picnic - PostNL an den Beckenarterien operieren lassen müssen. Wie der 27-jährige Niederländer auf Instagram nun schrieb, sei der bereits in d
21.01.2026Highlight-Video der 1. Etappe der Tour Down Under (rsn) – Tobias Lund Andresen hat in Australien seinem neuen Team Decathlon – CMA CGM einen frühen ersten Saisonsieg beschert. Der 23-jährige Däne entschied nach 120 Kilometern die 1. Etappe der
21.01.2026Prudhomme: Deutsche Tour-Bewerbung mit Berlin “stärker“ (rsn) – Bereits im vergangenen Jahr kursierten Meldungen über einen möglichen Start der Tour de France 2030 in Deutschland. Im April hatte der ehemalige BDR-Vorsitzende Rudolf Scharping die sächs
21.01.2026Mayrhofer bricht sich bei Tour Down Under mehrere Knochen (rsn) – Für Marius Mayrhofer ist die Tour Down Under (2.UWT) bereits am zweiten Tag vorbei und auch seine Saison 2026 muss früh unterbrochen werden. Der Tudor-Profi kam knapp 44 Kilometer vor dem
21.01.2026Coles-Lyster feiert trotz Sturz endlich den ersten Profisieg (rsn) – Maggie Coles-Lyster hat beim 2025 neu eingeführten Women´s One Day Race (1.Pro) zwei Tage nach dem Ende der Tour Down Under ihren ersten Profisieg im vierten Jahr als WorldTour-Profi gefei