--> -->
05.09.2025 | (rsn) - Felix Gall (Decathlon - AG2R) kam mit einem Lächeln auf den Lippen von der Abfahrt des gefürchteten Angliru zum Teambus. Denn der Arbeitstag des Österreichers, die erste massive Kletterherausforderung, verlief ungefähr so, wie er sich das vorgestellt hatte. Er blieb lange dran an den Führenden, war letztendlich einer der Letzten, die abreißen lassen mussten und pacte sich dann ganz solide als Solist hinter dem Australier Jai Hindley (Red Bull - Bora - hansgrohe) und dem US-Amerikaner Sepp Kuss (Visma - Lease a Bike), aber noch vor dem zweiten Bullen Giulio Pellizzari als Tagesfünfter ins Ziel.
Diese Position nimmt er auch im Gesamtklassement ein. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden", bilanzierte er die geleistete Arbeit gegenüber RSN. "An den beiden letzten Tagen war ich etwas müde und erkältet. Heute habe ich mich wieder gut gefühlt, habe meinen Rhythmus gefunden“, erklärte er. Grund dafür ist, dass die Erkältung, die ihn in den ersten Vuelta-Tagen etwas bremste, nun abgeebbt ist. Ganz weg ist sie nicht. "Die Nebenhöhlen sind noch ein bisschen zu", meinte er. Aber kein Vergleich zu den Leiden, die er noch bei der Tour de France auszustehen hatte. "Auf die Leistung hat es keine große Auswirkung, es ist aber nicht angenehm, vor allem für den Kopf“, beschrieb er die aktuelle Situation.
___STEADY_PAYWALL___Mit dem kleinen Leiden kam der Decathlon-Anführer offenbar gut klar. Er konnte dem Tempo, das vor allem UAE lange Zeit vorlegte, folgen. Das war an diesem Tag fast durchgehend hoch. Ein Schnitt von 41,33 km/h ist für eine mehr als 200 Kilometer lange Bergetappe tatsächlich beachtlich. "Auf dem Papier stehen 150 Kilometer flach, mit dem Rückenwind war das aber eine ziemliche Fahrbelastung. Die Schlussanstiege sind wir mit einem ordentlichen Tempo gefahren“, blickte er auf die insgesamt fast fünf Stunden im Sattel zurück.
Bei der Tour de France wurde Felix Gall (Decathlon - AG2R) Fünfter. | Foto: Cor Vos
Die Versuchung, auch im Finale noch an den beiden Führenden dran zu bleiben, hatte Gall aber nicht. "Im Finale habe ich mein Ding durchgezogen. Bei so einem Anstieg gibt es keinen Windschatten, wäre ich also an Jonas und Joao drangeblieben, hätte ich früher oder später die Rechnung bezahlt“, sagte er. Da lag auf einer Linie mit den Vorstellungen seines Sportlichen Leiters Luke Roberts. Der sagte vor dem Start der 13. Etappe zu RSN: "Felix weiß, wie er seine Anstrengungen dosieren muss. Ich denke, er wird nicht in die Falle tappen, zu tief in den roten Bereich zu gelangen. Er weiß ganz gut, wann er attackieren kann und wann er eher sein eigenes Tempo fahren soll.“
Plan skizziert, Plan ausgeführt, besser kann man seinen Job nicht machen. Wohin ihn das schlussendlich bringen wird, darüber macht sich Gall noch keine großen Gedanken. "Es ist noch ein langer Weg. Heute war der erste große Tag, morgen geht es mit dem zweiten Teil der Doppelbelastung weiter. Ich denke von Tag zu Tag“, meinte er.
In seiner Position unter den besten 5 einer Grand Tour fühlt er sich aber sichtlich wohl. Schon die Tour de France beendete er auf dieser Position. Da stört ihn auch (noch) nicht, dass der Abstand zu Männern wie Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) und Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) weiterhin ziemlich groß ist. Deren Dominanz erdrückt ihn jedenfalls nicht mental, versicherte er. "Es gibt schon noch einen Unterschied zu ihnen, aber eine Grand Tour macht trotzdem Spaß, wenn man unter den besten Fünf mitfahren kann“, betonte er.
Bei der Vuelta 2024 fuhr Gall für den "Roten" Ben O'Connor. | Foto: Cor Vos
Auf diesem Level hat er sich mittlerweile eingerichtet. Ob er noch an Hindley und dem Briten Tom Pidcock (Q36.5) vorbeikommen kann, werden die nächsten Tage zeigen. Gall ist auch gespannt, wie sich das Experiment zweier Grand Tours hintereinander anfühlt. In der letzten Saison hatte er das zwar ebenfalls schon durchgezogen, die Vuelta bestritt er aber vor allem als Helfer für seinen damaligen Teamkollegen Ben O’Connor, der 13 Tage im Roten Trikot fuhr und am Ende auf Rang zwei landete.
Bei beiden Teilen des diesjährigen Grand-Tour-Doubles ist er der Kapitän. Die Karrierekurve zeigt also immer weiter nach oben. Ein Zeichen für seine bemerkenswerte Belastbarkeit ist, dass er und Vingegaard die einzigen aus den Top 10 der Tour sind, die auch hier bei der Vuelta unter den besten Zehn rangieren. Mit Kuss hält sich ein weiterer Doppelstarter in den Top Ten der Spanien-Rundfahrt auf, der Vuelta-Sieger von 2023 beendete die Grande Boucle aber "nur" auf dem 17. Platz. Gall befindet sich momentan also in einem ziemlich illustren Kreis.
29.10.2025Pidcock: “Ich war in der besten Form meines Lebens“(rsn) – Fünf Siege feierte Tom Pidcock in seiner ersten Saison beim Schweizer Zweitdivisionär Q36.5 Pro Cycling Team. Zwar ging er bei WorldTour-Rennen leer aus, dennoch erklärte der Brite gegenÃ
18.09.2025Anti-Gewalt-Kommission fordert Strafen gegen Vuelta-Protestierer(rsn) – Die Meinungen zu den pro-palästinensischen Protesten, bei denen gewalttätige Demonstranten den Abbruch der 80. Vuelta a Espana (2.UWT) erzwangen, gehen in Spanien nach wie vor weit ausein
16.09.2025UCI will in Ruanda Proteste wie bei der Vuelta verhindern(rsn – Nach den Massenprotesten am letzten Tag der Vuelta a Espana, in deren Folge die 21. Etappe in Madrid nicht ausgetragen werden konnte, hat der Radsportweltverband UCI angekündigt, dass es in
15.09.2025UCI äußert “völlige Ablehnung und tiefe Besorgnis“ nach Vuelta-Chaos(rsn) – Lange Zeit war während der Vuelta nichts von der UCI zu hören. Der Weltverband berief sich auf seine politische Neutralität und hielt sich raus, während bei einem der wichtigsten Wettbew
15.09.2025“Das war organisiertes Verbrechen“ - “Sie waren fast wie wilde Tiere“(rsn) – Die Vuelta Espana 2025 wird als besonders in die Geschichte eingehen. Nicht unbedingt aufgrund der sportlichen Auffälligkeit, wenngleich Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) unter ande
15.09.2025Vuelta-Chef Guillén spricht von “absolut inakzeptablen“ Verhältnissen(rsn) – Dass Sport und Politik selten harmonieren, ist keine neue Erkenntnis. In der Dimension der auftretenden Probleme hat die Vuelta a Espana aber zumindest in Radsport-Verhältnissen gemessen ne
15.09.2025Pidcock strahlt neben Vingegaard: Wo geht die Reise hin?(rsn) – Thomas Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team) hat bei der 80. Ausgabe der Vuelta a España Geschichte geschrieben. Sein dritter Gesamtrang in Spanien bescherte zum zweiten Mal in diesem Jahrtausen
15.09.2025Vingegaard & Co. am Hotelparkplatz auf Kühlboxen geehrt(rsn) - Die pro-palästinensischen Proteste, die am Sonntag für ein vorzeitiges Ende der Vuelta 2025 sorgten, hatten nicht nur die letzte Etappe auf dem Gewissen, sondern auch die offizielle Siegereh
15.09.2025Zwischen Stolz und Unvollendung: Vingegaards seltsamer Triumph(rsn) – Jonas Vingegaard (Team Visma – Lease a Bike) hat die 80. Ausgabe der Vuelta a España und damit die dritte Grand Tour seiner Karriere gewonnen. Vor João Almeida (UAE - Emirates – XRG/+1
14.09.2025Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 21. Etappe(rsn) - 184 Profis aus 23 Teams sind am 23. August in Turin in Norditalien zur 80. Vuelta a Espana (2.UWT) angetreten. 3151 Kilometer ist die Spanien-Rundfahrt in diesem Jahr lang, nicht weniger als
14.09.2025Madrids Bürgermeister übt scharfe Kritik nicht nur an Demonstranten(rsn) – Madrids Bürgermeister José Luis Martinez-Almeida hat nach dem Abbruch der Schlussetappe der 80. Vuelta a Espana mit scharfer Kritik an den Demonstranten reagiert und auch Spaniens Minister
14.09.2025Vuelta-Schlussetappe wegen erneuter Proteste vorzeitig beendet(rsn) - Von wegen Champagnerfahrt nach Madrid: Die 80. Vuelta a Espana ist 55 Kilometer früher als geplant beendet worden. Pro-palästinensische Demonstranten stoppten zunächst das Peloton noch auf
21.01.2026Mayrhofer muss Tour Down Under nach Sturz auf Etappe 1 aufgeben (rsn) – Für Marius Mayrhofer ist die Tour Down Under (2.UWT) bereits am zweiten Tag vorbei. Der Tudor-Profi ist knapp 44 Kilometer vor dem Ziel der 1. Etappe in Tanunda im hinteren Teil des Feldes
21.01.2026Lund Andresen rauscht mit perfektem Decathlon-Timing zum Sieg (rsn) – Tobias Lund Andresen hat gleich in seinem ersten Rennen nach dem Wechsel von Picnic – PostNL zu Decathlon – CMA CGM seinen ersten Sieg für den neuen Arbeitgeber eingefahren und sich im
20.01.2026Teutenberg sammelt ´down under´ nicht nur Rennhärte für die Bahn-EM (rsn) – Für Tim Torn Teutenberg hat die Tour Down Under (2.UWT) 2026 beim Prolog in Adelaide begonnen, wie sie 2025 im Sprint auf der Schlussetappe in Adelaide zu Ende gegangen ist: mit Platz acht.
20.01.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w
20.01.2026Katalonien-Rundfahrt: Picnic und Tudor verzichten auf Teilnahme (rsn) – Picnic – PostNL verzichtet in dieser Saison auf die Katalonien-Rundfahrt (23. – 29. März). Das geht aus einer von den Organisatoren des spanischen Traditionsrennens veröffentlichten Pr
20.01.2026Brennan nach Blitzstart im Prolog von Adelaide abgestürzt (rsn) – Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) legte im Prolog der Tour Down Under einen Blitzstart hin, auf der zweiten Hälfte des 3,6 Kilometer langen Zeitfahrens von Adelaide stürzte der Bri
20.01.2026Specialized Off-Road Team gibt Gas im Profi-Gravel (rsn) – Ein weiterer großer Player in der Fahrradindustrie hat kürzlich seine Ambitionen für die stark wachsenden Anzahl an internationalen Gravelrennen offengelegt. In einer Pressemitteilung vo
20.01.2026Roglic zum dritten Mal am Start von Mailand-Sanremo (rsn) – Wird Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) zum dritten Mal in seiner Karriere bei Mailand-Sanremo dabei sein? Wie die belgische Zeitung Het Laatste Nieuws meldete, plane der Slowen
20.01.2026Merlier: Nach Knieproblemen läuft “im Moment alles gut“ (rsn) – Aufgrund von im Dezember aufgetreten Knieproblemen musste Tim Merlier seinen für die am 27. Januar beginnende AlUla Tour geplanten Saisoneinstieg verschieben. Auch wenn die Ursache trotz in
20.01.2026“2.0-Version von Cian“: Uijtdebroeks an die Spitze bringen (rsn) – Der älteste Rennstall im WorldTour-Zirkus ist das spanische Team Movistar: Seine Wurzeln reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als man unter dem Namen ´Reynolds´ begann. In den 1990er
20.01.2026Britischer Tag in Adelaide: Watson gewinnt Prolog vor Vernon (rsn) – Samuel Watson (Ineos Grenadiers) hat den Auftakt in die WorldTour-Saison 2026 gewonnen. Der 24-jährige Brite benötigte für den 3,6 Kilometer langen Prolog der 26. Ausgabe der Tour Down Un
19.01.2026Tour Down Under: Rückblick auf die letzten zehn Jahre (rsn) - Die Tour Down Under bildet Ende Januar traditionell den Start in die WorldTour-Saison. Die 26. Austragung der Rundfahrt durch den Bundesstaat South Australia startet am 20. Januar und führt Ã