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01.05.2025 | (rsn) - Als erster Australier seit Phil Anderson vor 40 Jahren hat Michael Matthews (Jayco – AlUla) den hessischen Klassiker Eschborn–Frankfurt gewonnen. Der kletterstarke Sprinter ließ im Spurt eines 33-köpfigen Feldes an der Alten Oper dem Dänen Magnus Cort Nielsen (Uno X - Mobility) und dem Spanier Jon Barrenetxea (Movistar) keine Chance. Auf die Plätze vier und fünf sprinteten der US-Amerikaner Neilson Powless (EF Education – Easy Post) und der Däne Frederik Wandahl (Red Bull – Bora - hansgrohe). Sein Landsmann Albert Philipsen (Lidl – Trek) wurde Sechster
Die Ränge sieben bis zehn belegten der Italiener Stefano Oldani (Cofidis), der Schweizer Marc Hirschi (Tudor), Nico Denz (Red Bull – Bora – hansgrohe) als bester Deutscher und der Franzose Warren Barguil (Picnic – PostNL).
Der Mann des Tages, der von einer nahezu perfekten Mannschaftsleistung profitierte, hatte nach den Plätzen zwei (2018) und drei (2011) bereits im Vorfeld seine Ambitionen angemeldet, in Frankfurt endlich auch die oberste Podeststufe erklimmen zu wollen. Im Rennen ließ er Taten folgen. “Meine Frühjahrsform war schon gut, und es ist natürlich toll, diesen Block hier mit einem Sieg abzuschließen. Dieses Rennen liegt mir schon seit Jahren, und was mein Team heute für mich getan hat, setzt der Torte die Kirsche auf“, gab Matthews zu Protokoll.
Er habe nicht erwartet, dass seine Helfer im zweiten Anstieg zum Feldberg so ein hartes Tempo anschlagen würden, aber dadurch seien “viele der schnellen Jungs“ abgeschüttelt worden, womit Matthews wohl vor allem Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) meinte. Mit Cort, Oldani, Alex Aranburu (Cofidis) und Xandro Meurisse (Alpecin – Deceuninck) war die Konkurrenz zumindest auf dem Papier dennoch beachtlich. Die Fans dürfen sich nun auf ein Wiedersehen mit dem Routinier freuen: “Ich genieße dieses Rennen wirklich und werde im nächsten Jahr zurückkommen, um meinen Titel zu verteidigen.“
Zu den aktivsten Fahrern im Finale gehörte Maximilian Schachmann (Soudal – Quick Step), der an der letzten Passage des Mammolshainer Bergs eine Dreiergruppe initiierte. Doch nur Gregor Mühlberger (Movistar) war bereit, mitzuführen, wogegen sich Andreas Leknessund (Uno X – Mobility) hinten drauf legte – sein Kapitän Cort war schließlich mit zwei weiteren Helfern in der Verfolgergruppe dabei. So wurde die Gruppe etwa 13 Kilometer vor der Alten Oper wieder geschluckt.
Der nach der Absage von Maxim Gils mit der Rückennummer 1 gestartete Emil Herzog (Red Bull – Bora – hansgrohe) war nach seiner Eschborn-Frankfurt-Premiere nicht unzufrieden. Bei der letzten Mammolshainer-Passage wurde Herzog kurz abgehängt, konnte sich aber schnell wieder nach vorn kämpfen.
Im Finale rechnete sich der 20-Jährige dann sogar einen Top-10-Platz aus, doch dann ereilte ihn das Pech. “Ich hatte relativ viel Schwung, doch dann ist mir vorn die Kette übers Kettenblatt drüber gesprungen, weil ich in eine Bodenwelle gefahren bin“, erklärte Herzog, der schließlich Rang 23 belegte.
Nach zehn Kilometern löste sich ein Duo vom Feld: Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Pierre Thierry (Arkea – B&B Hotels) fuhren schnell einen deutlichen Vorsprung heraus. Diese überschaubare Ausreißergruppe kam den Teams der Favoriten offenbar ganz gelegen, denn im Peloton nahmen sie anschließend die Beine hoch. Mit 5:25 Minuten Vorsprung ging das Duo in den ersten Anstieg zum Feldberg, während hinten Alpecin – Deceuninck die Kontrolle übernahm.
An der Bergwertung betrug der Abstand noch 4:15 Minuten. Nach dem Feldberg stieg Lidl – Trek mit in die Nachführarbeit ein. So schrumpfte der Vorsprung von Pithie und Thierry weiter. Bei der ersten Anfahrt zum Mammolshainer Berg hatte das Duo noch 3:25 Minuten gut aufs Feld. Pithie, der zuvor bereits Probleme bekundet hatte, fiel gleich unten im Anstieg zurück, so dass der Franzose die Bergwertung als Solist erreichte – im Steilstück davor wurde der 21-Jährige von einem dichten Zuschauerspalier gefeiert. Die Verfolger kamen mit 2:20 Minuten oben an.
Nachdem sich Pithie ins Feld hatte zurückfallen lassen, übernahm dessen Team die Initiative und reduzierte auch den Abstand zum verbliebenen Ausreißer in der zweiten Anfahrt zum Mammolshainer Berg auf 25 Sekunden. Noch vor dem steilsten Abschnitt, gut 97 Kilometer vorm Ziel, war das Abenteuer dann auch für Thierry beendet. Ein geschlossenes Feld erreichte die Bergwertung, neue Attacken blieben in dieser Phase aus.
Das Streckenprofil des 62. Eschborn-Frankfurt | Foto: Veranstalter
Im kurz darauf folgenden zweiten Aufstieg zum Feldberg erhöhten Jayo – AlUla und UAE Emirates – XRG das Tempo und dezimierten so die Hauptgruppe. Max Kanter (Astana – Premier Tech) und Nils Politt (UAE) verloren ebenso den Anschluss wie der Vorjahresfünfte Roger Adria (Red Bull – Bora – hansgrohe), der Sieger des Jahres 2021, Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck), Georg Zimmermann (Intermarché - Wanty) und Julian Alaphilippe (Tudor). Lediglich 16 Mann kamen am Ende eines klassischen Ausscheidungsfahrens gemeinsam über die Bergwertung.
Allerdings schafften in der Abfahrt weitere Gruppen den Sprung nach vorn. Gut 50 Mann bildeten nun die Spitze. Die Teams Uno X – Mobility und Jayco – AlUla bemühten sich, die Pace hoch zu halten, um die zurückgefallenen Sprinter, allen voran Philipsen, nicht wieder aufschließen zu lassen.
Nach einer ereignisarmen Anfahrt zur letzten Passage des Mammolshainer Bergs attackierte zunächst Neilson Powless (EF Education – EasyPost) im steilsten Abschnitt des Rennens. Doch der US-Amerikaner konnte sich nicht lösen. 35,5 Kilometer vor dem Ziel griff Schachmann an und riss eine Lücke, lediglich Gregor Mühlberger (Movistar) und Andreas Leknessund (Uno X – Mobility) konnten folgen. Der Norweger verweigerte aber die Führungsarbeit, so dass der Abstand zu den Verfolgern nie über 15 Sekunden anwuchs.
Mehrere Fahrer, unter anderem Powless und Emil Herzog (Red Bull – Bora – hansgrohe) versuchten, nach vorn zu springen. Doch 18 Kilometer vor dem Ziel wurde das Trio gestellt. Gut 30 Mann bogen gemeinsam auf den Rundkurs an der Alten Oper ein. Vor allem Uno X–Mobility und Jayco AlUla kontrollierten das Rennen in dieser Phase, so dass auch Herzog mit zwei späten Attacken keine Chance auf Erfolg hatte.
Auf dem letzten Kilometer zog das norwegische Team den Sprint für Cort an, doch Matthews ging sofort an die Spitze und ließ niemanden mehr vorbei. Dem Dänen gingen am Schluss die Kräfte aus, so dass Barrenetxea beinahe noch auf Platz zwei gespurtet wäre.
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