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13.03.2023 | (rsn) – Tirreno-Adriatico erwies sich in der Vergangenheit als gutes Pflaster für Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck). Bei seiner Premiere in der Saison 2020 gewann er eine Etappe, im darauf folgenden Jahr hatte der Niederländer sogar auf zwei Tagesabschnitten die Nase vorn. Doch bei seiner dritten Teilnahme ging van der Poel nicht nur leer aus, sondern schaffte kein einziges Top-Ten-Ergebnis. Das hing nicht nur damit zusammen, dass er in den Sprintfinals den Anfahrer von Jasper Philipsen gab – der es mit zwei Etappensiegen dankte – und auf den bergigen Abschnitten von vornherein chancenlos war.
Wie der 28-Jährige zugab, sei seine derzeit nicht gerade brillante Form auch das Ergebnis des Winters, an dessen Ende er im heimischen Hoogerheide sein fünftes Regenbogentrikot im Gelände holte. “Der Weltmeistertitel im Cyclocross war etwas Einmaliges, aber ich habe mich nach der WM nur kurz ausgeruht und dann vierzehn Tage in Spanien trainiert – zu wenig, um in Topform zu sein“, erklärte van der Poel dem Algemeen Dagblad. Deshalb spielt van der Poel offensichtlich mit dem Gedanken, künftig auf Cross-Rennen zu verichten..
“Letztes Jahr lag es natürlich am Rücken, aber wenn ich keine Cross-Rennen fahre, habe ich einen guten Aufbau. Das ist das Problem: Es ist so viel los. Um nichts in der Welt wollte ich die WM in Hoogerheide verpassen. Aber wenn ich jetzt den perfekten Winter zeichnen müsste, wäre es einer ohne Cyclocross“, so der Alpecin-Kapitän, der mit Blick auf Mailand-Sanremo dennoch zuversichtlich wirkte: “Ich glaube nicht, dass ich diese Woche mit zusätzlichem Training viel erreichen kann. Besonders wichtig ist, dass ich mich vom Tirreno gut erhole. Und wenn es ein Rennen gibt, bei dem man nicht der Beste sein muss, um zu gewinnen, dann ist es Mailand-Sanremo“, fügte er an.
Tatsächlich hätte van der Poel das im vergangenen Jahr fast schon bewiesen. Als er nach seinen langwierigen Rückenproblemen erst Mitte März beim italienischen Frühjahrsklassiker seine Straßensaison begann, zeigte er auf Anhieb, dass beim ersten der fünf Monumente quasi auch aus dem Stand heraus ein Spitzenergebnis möglich ist: Nach 283 Kilometern reichte es auf der Via Roma in San Remo immerhin zu Rang drei.
Auch für die am Samstag anstehende 114. Auflage der “Primavera“ sieht sich van der Poel deshalb durchaus nicht chancenlos. “Es ist noch nichts verloren. Wenn es nächstes Wochenende bei Mailand-Sanremo gut läuft, werden alle sagen, dass es der richtige Ansatz war. So geht das immer“, fügte er an.
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