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23.11.2022 | (rsn) – Giacomo Nizzolo (Israel – Premier Tech) will auch im kommenden Jahr wieder Mailand-Sanremo zu seinem ersten Saisonhöhepunkt machen. Das erklärte er dem italienischen Radsportportal Bici.news in einem Rückblick auf seine etwas verkorkste Saison 2022.
"Ich konzentriere mich wieder auf die Klassiker. Und damit meine ich nicht nur die Monumente, sondern auch Rennen wie die Bemer Cyclassics, den GP Plouay und die Rennen in Kanada. Aber mein erstes großes Ziel für 2023 wird Mailand-Sanremo sein", kündigte Nizzolo an.
Auch 2022 wollte der Italiener bei der Primavera bereits um den Sieg fahren und schien dazu auch in der Lage zu sein. Über den Poggio kam er mit den Besten – an zehnter Stelle rollte Nizzolo um die berühmte Kurve auf der Kuppe in die Abfahrt hinein. Dann aber crashte er auf dem Weg hinunter nach San Remo und brach sich dabei das linke Handgelenk.
Er fuhr das Rennen zwar noch zu Ende und kam nur 21 Sekunden hinter Sieger Matej Mohoric auf den 18. Platz, doch das gelang ihm nur unter großen Schmerzen. Und: Nachdem Röntgenaufnahmen die Fraktur zum Vorschein brachten, war klar: Die Frühjahrssaison war vorzeitig beendet. Zwar schaffte Nizzolo es trotzdem zum Giro d'Italia, doch die schlechte Vorbereitung war dort zu spüren und es gelang nur ein dritter Etappenrang in Messina.
Möglicher Cavendish-Transfer wohl kaum ein Problem
Und auch insgesamt wurde die Saison 2022 zu keiner besonders guten mehr für Nizzolo. Nur einen Sieg holte er im ganzen Jahr, auf der 1. Etappe der Vuelta Castilla y Leon (2.1) Ende Juli. "Nach dem Sieg in Spanien bin ich nach Belgien (zum Memorial Jef Sherens, d. Red.) gefahren und wieder gestürzt. Da begann eine schwierige Zeit. Es war ein harter Aufprall und die Genesung dauerte lang", so Nizzolo, der deshalb wohl auch bei den Cyclassics in Hamburg sowie in Plouay und Kanada 2022 nicht in Top-Form am Start stand.
2023 nun soll das alles besser werden. Interessant im Zusammenhang mit Nizzolo ist auch der Blick auf den aktuellen Transfermarkt. Denn der 33-Jährige ist derzeit die klare Nummer 1 unter den Sprintern seines Teams. Sollte aber der französische Zweitdivisionär B&B Hotels – KTM nicht die nötigen Sponsoren finden, könnte auch Mark Cavendish doch noch ins israelische Team kommen. Dann hätte Nizzolo einen weiteren Top-Sprinter an seiner Seite.
Die Frage ist allerdings, ob sich die beiden überhaupt in die Quere kämen: Cavendishs Hauptziel für 2023 ist, egal mit welchem Team, die Tour de France. Nizzolos Blick geht erstmal nach San Remo und zu den Klassikern.
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