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03.07.2022 | (rsn) – In der Rubrik: “Tour de France 2022 – 21 Etappen, 21 Thesen“ stellen wir jeden Tag eine solche These mit Blick auf die bevorstehende Etappe auf – diese kann mal gewagt, mal ganz naheliegend sein. Am Tag nach der Etappe überprüfen wir, ob die These sich bewahrheitet hat.
Warum sich die These zur 2. Etappe "Van Aert wird sich am Samstag das Gelbe Trikot holen" bewahrheitet hat.
___STEADY_PAYWALL___Puh, erstmal durchartmen. Mit einer Punktlandung hat Wout Van Aert (Jumbo - Visma) dafür gesorgt, dass ich nicht ein zweites Mal mit meiner These daneben liege. Der Belgier holte im Finale der 2. Etappe in Nyborg den zweiten Platz und genau die damit verbundenen sechs Sekunden an Bonifikation, die es brauchte, um Yves Lampaert (Quick-Step Alpha Vinyl) von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen.
Van Aert stellte am Samstag im Sprint eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht nur in Zeitfahren und bei den Klassiker zu den weltbesten Profis gehört. Nur Fabio Jakobsen (Quick-Step Alpha Vinyl) war noch einen Tick stärker als der Belgier. Gerne hätte Quick-Step auch noch das Gelbe Trikot auf den Schultern von Yves Lampaert gehalten, doch ein Massensturz zwei Kilometer vor dem Ziel schmälerte die ohnehin schon nicht sehr großen Chancen.
Denn mit Caleb Ewan (Lotto Soudal) wurde dabei einer der schnellsten Männer, der es hätte noch mit Van Aert aufnehmen können, durch einen dabei erlittenen Defekt ausgebremst. Und die Fahrer, mit denen Van Aert auf der 2. Etappe um den Sieg sprintete, hatte er in dieser Saison alle schon geschlagen, nur nicht den Sieger. So war der zweite Platz auch keine Überraschung, sondern eher logische Konsequenz.
These zur 3. Etappe: Quick-Step wird den Dänemark-Hattrick feiern
Die These scheint angesichts von Jakobsens Auftritt nicht sonderlich gewagt zu sein. Zum Dänemark-Abschluss ist der Niederländer in Sonderborg der große Favorit. Sein erster Tour-Etappensieg wird Jakobsen viel Vertrauen in die eigene Stärke geben.
Der 25-Jährige weiß: Die Beine funktionieren wie gewünscht, das Team ist wie gewohnt für ihn da. Entsprechend selbstbewusst wird er am Sonntag in Vejle an den Start gehen, während die anderen Sprinter wissen, dass es auf dem flachen Parcours gegen Jakobsen verdammt schwer wird.
Natürlich könnten den Quick-Step-Fahrer ein Sturz oder ein Defekt im Finale ausbremsen. Zudem ist Jakobsen in seinen Sprints auch nicht immer konstant gut. Seit er 2019 Profi wurde, konnte er bei Rundfahrten nur einmal zwei aufeinander folgende Etappen gewinnen - und zwar in dieser Saison bei der Ungarn-Rundfahrt. Welche Etappen er im Mai gewann? Die damalige zweite und die dritte.
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