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29.06.2021 | (rsn) - Wir sammeln für Sie nach jeder Etappe der 108. Tour de France die ersten Kommentare der Protagonisten, die Sie kurz nach dem Zieleinlauf hier nachlesen können.
Mark Cavendish (Deceuninck - Quick-Step / Etappensieger): "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Schon hier bei der Tour zu sein ist, ist ein Erfolg. Das Team ist etwas ganz Besonderes. Der Weltmeister fährt im Grünen Trikot und zieht dir dann den Sprint an. Es gab Leute, die haben nicht mehr an mich geglaubt, aber das Team sehr wohl. Nach all den Jahren ist es einfach schön, auch mal wieder etwas Glück zu haben. Im letzten Jahr war ich völlig am Boden, es soll den Leuten in einer ähnlichen Situation zeigen: Nie aufgeben!"
Michael Morkov (Deceuninck - Quick-Step / Anfahrer von Mark Cavendish): "Auf den letzten zwei Kilometern waren wir etwas weit hinten. Es war dann meine Aufgabe, Mark wieder nach vorne zu bringen. Mark ist eine Legende, ich bin stolz, mit ihm zu fahren. Ihm zu helfen, auf höchstem Level Siege einzufahren macht auch mich stolz. Er hat es im letzten Moment in den Kader geschafft, heute hat er gezeigt, dass er ein absoluter Profi ist. Er hat seine Chance genutzt. Mark hat jetzt auch das Grüne Trikot von Julian Alaphilippe geholt, es könnte nicht besser laufen"
Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step): "Er (Cavendish) ist einfach unglaublich. Ich freue mich so für ihn und für das Team. Wir haben für die heutige Etappe wirklich an ihn geglaubt. Wir kannten das Finale. Das ist ein emotionaler Sieg für ihn, aber auch für alle anderen. Er war so motiviert, wie ein Neoprofi. Er ist immer noch einer der besten Sprinter der Welt und das hat er heute wieder gezeigt.“
Brent Van Moer (Lotto Soudal / Ausreißer, der 150 Meter vor dem Ziel gestellt wurde: "Unsere Pläne haben sich geändert, seit unser Sprinter [Caleb Ewan] nicht mehr da ist. Also habe ich mir gesagt, dass ich es als Ausreißer versuchen werde. Ich gebe immer 100 % und bin damit knapp am Sieg vorbeigefahren. Ich dachte, ich hätte auf den letzten 10 km eine Chance, aber der letzte Anstieg war einer zu viel."
Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix / Gelbes Trikot): "Ich habe heute die Fahrt in Gelb genossen, bei gutem Wetter und vielen Zuschauern. Am Ende haben wir einen guten Job für unsere Sprinter gemacht. Natürlich hoffen wir, jeden Tag gewinnen zu können. Van Moer hat sowas schon mal bei der Dauphiné gemacht und auch bei der Ronde van Limburg war er sehr stark, wir wussten, zu was er in der Lage ist. Vor dem Zeitfahren muss man realistisch sein, ich habe da nicht so viel Zeit reingesteckt. Ich werde alles tun, um das Trikot zu verteidigen, aber es wird sehr schwer."
Peter Sagan (Bora - hansgrohe /Etappenfünfter): "Der Sturz gestern war hart und ich hatte heute noch Knieschmerzen, die aber auf den letzten 35 Kilometer immer besser wurden. Das Team hat mich in der entscheidenden Passage sehr gut in Position gehalten, besonders Nils und Daniel. Am Ende war es wieder hektisch, denn Van Moer war noch vorne. Ich war dann ein wenig zu weit hinten und es war nicht mehr genug Zeit, rechtzeitig Positionen gut zu machen, ich musste meinen Sprint also von zu weit hinten beginnen. Es war am Ende dennoch in Ordnung und ich bin optimistisch für die nächsten Tage.“
Nils Politt (Bora - hansgrohe): "Es war schon eine knappe Geschichte (den Ausreißer Brent Van Moer zu stellen, d. Red). Alle Teams sind wieder nebeneinander gefahren, keiner ist Tempo gefahren, dadurch konnte er sich noch mal Vorsprung herausfahren. Eigentlich schade, dass sowas am Ende nicht klappt. Wir wussten, dass es 16km vor dem Ziel schmaler wird, alle wollten möglichen Stürzen aus dem Weg gehen. So sind alle Teams nebeneinander gefahren, keiner wollte seine Position hergeben, so ist klar, dass man keine Zeit gut macht. Die Streckenführung gestern war nicht optimal, wir wollten ein Zeichen setzen. Wir hoffen, dass die UCI uns auch mal zuhört und auch auf uns hört."
Ide Schelling (Bora - hansgrohe / Träger Bergtrikot): "Ich habe mir heute einen ruhigen Tag im Feld gegönnt. So wie es mit der Ausreißergruppe heute gelaufen ist, bin ich froh, dass ich nicht vorne war. Was die Bergwertung anbelangt: ich habe nur fünf Punkte, die Situation kann sich schnell ändern, wenn die richtigen Berge kommen. Jetzt aber schaue ich von Tag zu Tag."
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