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19.01.2021 | (rsn) - Thibaut Pinot wird in diesem Jahr auf einen weiteren Anlauf in Richtung Tour de France-Sieg verzichten und stattdessen seinen Fokus auf den Giro d'Italia legen. Das bestätigte der Franzose am Dienstag bei der virtuellen Teampräsentation der Mannschaft Groupama - FDJ. Die Kapitänsrolle in Sachen Gesamtwertung bei der Heimat-Rundfahrt des Rennstalls soll stattdessen Youngster David Gaudu schultern. Er teilt sich die Verantwortung allerdings mit Sprint-Ass Arnaud Démare, der nach zwei Jahren Tour-Pause zur Grand Boucle zurückkehren wird.
Angesichts der bis zu acht Sprintetappen soll der 29-Jährige, der 2019 und 2020 insgesamt fünf Etappen beim Giro d'Italia gewann, die Mannschaft anführen und auch einen veritablen Sprintzug zur Verfügung gestellt bekommen.
"Ich werde die Tour fahren und das Ziel, der Traum ist zu wiederholen, was ich beim Giro getan habe", so Démare, der in Italien in diesem Jahr die Sprints dominierte und auch die Punktewertung gewann. Vor der Tour wird sein Weg über die Valencia-Rundfahrt und die Tour de La Provence zu Paris-Nizza führen, bevor dann Mailand-Sanremo, Gent-Wevelgem und Paris-Roubaix für ihn anstehen.
Dass Démare die Hauptverantwortung bei der Tour schultert, soll gleichzeitig den Druck auf den 24-jährigen Gaudu verringern, der im Herbst zwei Etappen der Vuelta a Espana gewann und dort Gesamtachter war, bei der Tour aber erstmals auf eigene Kappe fahren darf. Für ihn führt der Weg zur Tour über Paris-Nizza, die Ardennenklassiker und das Critérium du Dauphiné. Zudem plant Groupama - FDJ in Frankreich auch den Einsatz eines anderen jungen Klettertalents: Valentin Madouas, der seinen Vertrag gerade um drei Jahre bis 2024 verlängert hat.
Pinot: "Die Tour-Strecke liegt mir dieses Jahr nicht"
Während das Tour-Team also um Sprinter Démare aufgebaut und mit Gaudu und Madouas mit Freiheiten für die Berge angereichert wird, dreht sich beim Giro für Groupama - FDJ alles ums Rosa Trikot. "Das Maglia Rosa, genau wie das Maillot Jaune, lassen einen träumen. Der Giro ist eines der schönsten Rennen", schwärmte Pinot, der 2017 und 2019 schon in Italien gestartet war. 2017 wurde er Vierter und 2019 war er auf dem Weg zum Podium, bis er auf der vorletzten Etappe krank aufgeben musste.
"Ich habe viel über diese Entscheidung nachgedacht. Aber es ist die richtige Zeit, um zum Giro zurückzukehren. Ich habe gesehen, dass die Tour-Strecke mir dieses Jahr nicht liegt", erklärte er, warum er in diesem Jahr nicht ums Gelbe Trikot kämpfen will. "Ich hoffe aber, 2022 zur Tour zurück zu kommen."
Ausschlaggebend dürften dabei die zwei Einzelzeitfahren und die voraussichtlich windige Auftaktwoche gewesen sein, die dem Franzosen ebenfalls nicht entgegenkommt. 2019 beispielsweise hatte Pinot jene zwei Minuten an der Windkante verloren, die ihm zum Gelben Trikot auch noch fehlten, als er die Frankreich-Rundfahrt auf der 19. Etappe mit Knieschmerzen aufgab.
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