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14.09.2020 | (rsn) - Ich war begeistert, als ich gestern die Hubschrauberbilder vom Schlussanstieg auf den Grand Colombier sah. Wie eine Schlange wand sich die Straße zum 1531 Meter hoch gelegenen Gipfel empor, auf dem zum ersten Mal eine Tour-Etappe endete.
Erst 2012 hatte der Grand Colombier sein Debüt in der Frankreich-Rundfahrt gegeben. Dabei bietet er mehr als nur diesen einen von Culoz ausgehenden und 17,4 Kilometer langen Weg. Wie mir Nachbarn auf dem am Fuße des Einstiegs gelegenen Campingplatzes berichteten, gibt es deren vier. Darunter die bis zu 20 Prozent steile Rampe der Westauffahrt von Virieu-le-Petit (8,4 km), die Ostrampe von Anglfort (15,5 km) und die Nordwestrampe von Lochieu (12,7 km). Die Zahlen haben ich der Website „Quäldich“ entnommen, die den Berg hier sehr schön erklären.
Die beiden Jungs hatten sich vorgenommen, am kommenden Tag die Aufnahmeprüfung in den Club der "Fêlés du Grand Colombier“ (zu deutsch: Die den Grand Colombier geknackt haben) zu schaffen. Sich selbst bezeichnen die Clubmitglieder als "die Verrückten, die Süchtigen, die Besessenen“.
"Die Verrückten“ passt am besten, denn man muss schon ziemlich beknackt sein, um den Grand Colombier zu knacken. Die Aufgabe: an einem Tag alle vier Anstiege nacheinander und dabei insgesamt 54,9 Kilometer mit 4308 Höhenmetern bewältigen.
Wer das schafft, darf sich um den Titel "Großmeister“ des Grand Colombier bewerben. Stand heute (Montag, 18:24 Uhr) haben das 1812 Rennradverrückte geschafft. Vielleicht kam bis zum Sonnuntergang noch der eine oder andere hinzu?
Ich muss gestehen: Ich wäre auch gerne einer der "Verrückten des Grand Colombier“. Meine Frau findet allein die Idee schon verrückt!
Wer mehr über die Fêlés du Grand Colombier wissen will, findet hier alle Infos
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