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29.08.2020 | (rsn) - Was ich vor einigen Wochen nicht wirklich erwartet habe, ist am frühen Nachmittag passiert: Die 107. Tour de France wurde in Nizza auf ihre insgesamt 3484 Kilometer lange Reise geschickt. Wie immer mit viel Symbolik. Kurz bevor es los ging, wurde die Marseillaise abgespielt und mit dem Startsignal flog eine Kunstflugstaffel tief über den Startbereich und zeigte danach über dem Meer auch noch einen Looping.
Mit Symbolik und großer Tragik behaftet ist auch das Ziel der beiden in der Hafenstadt endenden Etappen auf der Promenade des Anglais, wo ein Attentäter am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, mit einem LKW in die feiernde Menge gefahren war. Dabei wurden 86 Personen getötet und mehr als 400 zum Teil schwer verletzt. Sozusagen als Zeichen, dass nichts den Mut der Menschen in Nizza brechen kann, lassen sie nun das größte Sportereignis der Welt in diesem Jahr zweimal dort enden.
Auch von der Gefahr, der durch das Corona-Virus ausgeht, lassen sich die Bewohner der Hafenstadt nicht wirklich abschrecken. Viele Hundert Radfans bevölkerten die Straßen rund um den Start. Alle trugen zwar wie vorgeschrieben ihre Mund- und Nasenmasken. Aber sie standen dichtgedrängt, um auch nichts zu verpassen.
Da half es auch nichts, dass auf dem direkten Startgelände wegen der rapide steigenden Infektionszahlen statt 5000 Zuschauer angeblich nur etwa 100 Fans zugelassen waren, wie AFP berichtete. Meist sollen es Personen gewesen sein, die bei der Durchführung das Grand Départ geholfen haben.
Die Tour de France ist gestartet, wie weit sie kommt, kann niemand sicher vorhersagen. Bisher wurde sie nur von zwei Weltkriegen gestoppt. Sie ist ein Symbol der Grand Nation. Deshalb muss sie stattfinden!
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