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30.06.2020 | (rsn) - Derzeit hält sich Alejandro Valverde (Movistar) mit der spanischen Nationalmannschaft in einem Trainingscamp in Altea an der Costa Blanca auf. Nationalcoach Pascual Momparler hat dorthin Fahrer eingeladen, die sich Hoffnungen auf einen Startplatz im spanischen WM-Aufgebot machen dürfen. Nicht dabei waren allerdings Mikel Landa (Bahrain - McLaren) und Valverdes neuer Mannschaftskollege Enric Mas, denen der bergige Kurs des WM-Straßenrennens von Martigny liegen dürfte.
Allerdings betonte Momparler bei einer Pressekonferenz am Montag, dass bisher Valverde der einzige Fahrer sei, der seinen Startplatz für das am 27. September anstehende Rennen sicher habe. Dabei bezeichnete er den seit April 40 Jahre alten Weltmeister von 2018 als “Leuchtturm“, der mit seiner Strahlkraft vor allem den jungen spanischen Fahrern ein großes Vorbild sei.
Das wird der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Valverde möglicherweise auch noch über 2021 hinaus sein. Bereits im Mai hatte der Movistar-Kapitän angedeutet, dass er - nicht zuletzt in Folge der Corona-Pandemie - sein für Ende kommenden Jahres geplantes Karriereende hinausschieben könnte. Nun äußerte sich Valverde in Altea ganz ähnlich.
"Ich habe darüber nachgedacht und sehe es als eine reale Möglichkeit an. Ich fühle mich gut, bin hungrig und motiviert. Ich bin zwar 40, aber in meinem Kopf noch sehr jung“, erklärte er, warum es gut sein könnte, dass er auch noch 2022 im Peloton zu finden sein wird.
Und auch seine Nationalmannschaftskollegen zeigten sich vom Leistungsvermögen des Oldies beeindruckt. "Das Training mit Valverde ist brutal", sagte etwa der 24-jährige Fernando Barceló, der seit dieser Saison für die französische Cofidis-Equipe fährt. "Ich habe noch nie mit ihm trainiert und denke, dass das Alter nur eine Zahl für ihn ist, er hat uns vier oder fünf Mal abgehängt. Ich denke, wir werden Valverde noch eine ganze Weile sehen.“
In diesem Jahr wird das vor allem bei der Tour de France, der Straßen-WM und der Vuelta der Fall sein, wobei Valverde die Welttitelkämpfe in der Schweiz als sein großes Ziel bezeichnete und die diesjährige Tour, die genau eine Woche vor dem Straßenrennen endet, als die perfekte Vorbereitung darauf. Zwar betonte Valverde, dass das spanische Team “mehrere Karten“ spielen könnte, wobei er gute Chancen habe, um sein zweites WM-Gold nach Innsbruck 2018 zu kämpfen.
Noch keine Entscheidung ist dagegen über einen Start bei Lüttich-Bastogne-Lüttich am 4. Oktober gefallen. Möglicherweise wird sich Valverde mit Blick auf die am 20. Oktober beginnende Vuelta schonen. Seine Aussichten auf eine Spitzenplatzierung bei seiner Heimat-Rundfahrt beurteilte er allerdings zurückhaltend.
“Dieses Jahr wird es ganz anders“, sagte der Vuelta-Sieger von 2009 und Gesamtzweite des Vorjahres mit Blick auf den späten Termin. “Ich denke, es wird kalt und deshalb wird es diesmal schwieriger für mich werden. Mein Plan ist, zunächst mal zu starten und dann zu schauen, was mein Ziel sein wird“, fügte er an.
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