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12.12.2025 | (rsn) – Aus Bonaduz in der Nähe von Chur stammt Ginia Caluori, die in diesem Jahr nicht nur auf der Straße ihre ersten Topresultate einfahren konnte, sondern auch auf dem Mountainbike - und das als Quereinsteigerin aus dem Alpinen Skisport, die erst 2022 zum Radsport kam. Im kleinen Schweizer Kontinental-Team Nexetis lieferte sie gute Resultate ab, landete unter anderem in den Top Ten der Tour de Romandie und steht auch schon auf dem Wunschzettel einiger namhafter WorldTeams.
“Im Moment genieße ich die Abwechslung zwischen Straße und Mountainbike und freue mich immer auf das nächste Wochenende“, erzählte die 23-Jährige gegenüber radsport-news.com. Im starken Schweizer Kader fuhr Caluori in ihrer ersten Elite-Saison zahlreiche vordere Ergebnisse auf dem Mountainbike ein, wobei sie erstmals in Lake Placid im Weltcup in die Top Ten vorstieß und bei den Europameisterschaften in Portugal Achte wurde. ___STEADY_PAYWALL___
Speziell auf dem Mountainbike kommt ihr ihre Vorgeschichte als alpiner Skirennläuferin entgegen: “Dort musst du viele Läufe auswendig lernen und irgendwie ist das am Mountainbike auch das gleiche. Ich kann mir die Runde gut merken und weiß, wie man die Kurven ansetzt. Dann kommt noch dazu, dass ich keine Angst vor der Geschwindigkeit habe.“
In der Zukunft möchte sie sich aber mehr der Straße widmen, was natürlich auch der starken Konkurrenz im Mountainbike-Team geschuldet ist. Obwohl sie starke Ergebnisse einfahren konnte, reichte es für Caluori nicht zu einem Platz im Kader für die Heim-Weltmeisterschaften im Valais, bei Olympischen Spielen dürfen nur zwei Schweizerinnen im Cross-Country-Rennen am Start stehen.
“Je länger die Rennen sind, desto besser werde ich“, meinte sie zu ihren Stärken, die sie auf die Straße mitbringen würde. Erst in dieser Saison band sie mehr Straßenrennen in ihr Rennprogramm ein, zuvor bestritt sie mit dem Nationalteam mehrmals die Romandie-Rundfahrt. “Natürlich habe ich taktisch noch nicht so die Ahnung, aber was richtig gut gelungen ist bei den meisten Rennen, war es den Teamplan umzusetzen“, so Caluori, die bei ihrem Saisondebüt auf der Straße beim Grand Prix de Chambéry Zwölfte wurde.
Vom Mountainbike auf die Straße – ein Name, den man sich merken sollte? | Foto: Arne Mill
“Ich war dort eigentlich den ganzen Tag vorne, leider dann in der Fluchtgruppe ein bisschen zu aktiv, so dass mir am Ende die Körner fehlten, weil ich einfach vorne zu viel getan hatte“, erinnerte sie sich. Wenig später fuhr sie bei der Gracia Orlova-Rundfahrt in der Tschechischen Republik auf die Bergwertung, präsentierte sich stark und war sowohl in der Sprint- als auch der Bergwertung nur der Belgierin Lore de Schepper unterlegen. Ihre Teamkollegin Jasmin Liechti verpasste als Zweite ebenfalls nur knapp den Sieg in der Gesamtwertung, angesichts der teilweise sehr prominenten Namen im Starterfeld wie Paris-Roubaix-Siegerin Alison Jackson ein starker Einstand für das neue Schweizer Team.
“Wir haben einen tollen Teamgeist, aber auch das Glück, dass wir uns von vielen Rennen schon gut kannten. Im Team haben wir drei Mountainbikerinnen, die immer gemeinsam unterwegs waren und da kennst du dich auch menschlich sehr gut. Das hilft extrem, weil du die Stärken und Schwächen des anderen kennst, auch im mentalen Bereich“, erzählte sie zur Zusammensetzung des Aufgebots, das von Nationaltrainer Edi Telser geleitet wird.
Als einziges Schweizer Kontinental-Team bekam es daher auch Einladungen zur Tour de Romandie und zur Tour de Suisse. “Am Anfang mussten wir uns erst behaupten, aber dann lief es richtig gut. Ich war gleich am ersten Tag in der vordersten Gruppe und damit haben wir uns viel Respekt verdient im WorldTour-Feld“, schilderte Caluori, die bei der Tour de Suisse auf Rang 21 landete und in der Romandie im August als Gesamtneunte sogar in die Top Ten vorstieß. Damit verdiente sie sich einen Platz im Schweizer WM-Kader für Ruanda. Nach dem Mountainbike-Weltcup in Les Gets absolvierte sie am Bernina-Pass die WM-Vorbereitung.
In der Romandie in die Top Ten der Gesamtwertung vorgestoßen | Foto: Arne Mill
“Wir haben dort drei Wochen gemeinsam trainiert und es war eine super Zeit dort. Wir hatten viel Spaß, uns sehr gut kennengelernt und sind dann voll motiviert nach Ruanda gereist“, fügte die 23-Jährige an. Die gute Stimmung münzte ihre Teamkollegin Marlen Reusser in eine Goldmedaille im Einzelzeitfahren um, nach einem Defekt im Mixed-Teamzeitfahren gab es Bronze für die Schweiz.
Bsonders beeindruckend war aber der Auftritt der Schweizer Frauen im Straßenrennen, in dem sie in jeder wichtigen Gruppe mit dabei waren. “Auch wenn es am Schluss nicht gereicht hat, so können wir uns nichts vorwerfen. Wir waren in den richtigen Momenten dabei, vor allem auch wir junge Fahrerinnen“, bemerkte Caluori, die auch auf ihre Vorstellung stolz war: “Elise und Marlen haben zu uns gesagt, wir hätten einen super Job gemacht und ich war echt glücklich, dass ich am Tag X immer ganz vorne dabei war, auch in den wichtigen Gruppen.“
Zufrieden nach dem Straßenrennen der Frauen-Elite in Kigali | Foto: Arne Mill
Am Ende landete Elise Chabbey auf dem vierten Rang, Reusser wurde Neunte an der Seite der Topfavoritinnen, die sich der Kanadierin Magdeleine Vallieres geschlagen geben mussten. Diese hatte sich mit einer kleinen Gruppe abgesetzt und obwohl Reusser als auch Chabbey sehr stark wirkten, konnten sie den Anschluss an die Medaillenränge nicht mehr herstellen. Dennoch hinterließ das Schweizer Frauenteam einen starken Eindruck und bestätigte die positive Entwicklung. Vor zehn Jahren wurde noch diskutiert, ob man die Frauenrennen überhaupt besetzen sollte.
Der Aufstieg der Schweizerinnen ist vor allem mit dem früheren Mountainbike-Nationaltrainer Edi Telser verbunden, der nicht nur viele Quereinsteigerinnen auf die Straße brachte, sondern diese auch zu einem großen Team formierte. Die Gründung des Nexetis-Teams ist ein weiterer Baustein und so entschloss sich auch Caluori dazu, 2026 noch bei diesem Team zu bleiben: “Dort kann ich sicher noch Erfahrung sammeln und lernen, ehe ich dann 2027 hoffe, in die WorldTour zu kommen.“
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