--> -->
23.12.2025 | (rsn) – Seit Jahren gehört Christina Schweinberger (Fenix – Deceuninck) zu den Aushängeschildern des österreichischen Radsports. Sie sorgt für Topergebnisse in der WorldTour, aber auch im Trikot des Nationalteams, wo sie mehrfach Medaillen erobern konnte, wusste Schweinberger zu beeindrucken. 2025 war eine solide Saison für die 29-Jährige, die großen Ausreißer nach oben fehlten aber.
“Im Sinne der Teamleistung ist es schon gutgelaufen, aber mit meinen persönlichen Zielen hat es nicht so geklappt“, resümierte die Tirolerin ihr Jahr im Gespräch gegenüber radsport-news.com. “Irgendwie habe ich heuer die Resultate der letzten Jahre auch noch mehr schätzen gelernt. Denn ich habe gemerkt, was alles zusammenpassen muss, dass du selbst ein tolles Resultat erzielen kannst“, fügte Schweinberger an. ___STEADY_PAYWALL___
Denn vor allem bei den Klassikern vollzog sich ein Wechsel im Teamgefüge, nachdem Mountainbike-Spezialistin Puck Pieterse zur Kapitänin benannt wurde. “Mit ihr haben wir noch bessere Chancen auf ein Teamergebnis, aber das kollidiert halt oft auch mit meinen Möglichkeiten“, erklärte die Schweinberger und erinnerte sich beispielsweise an ihre guten Beine bei Mailand-Sanremo, wo sie am Poggio für Pieterse wertvolle Arbeit leistete.
Bei Christina Schweinberger lief es 2025 nicht immer nach Wunsch. | Foto: Cor Vos
“Im Vergleich zu den letzten Jahren, wo ich eher auf Kontrahentinnen achten konnte, musste ich selbst sparen, um für Puck im Finale voll da zu sein“, so Schweinberger, die ihre Saison in den Emiraten begann, ehe dann ein 13. Platz beim Omloop Nieuwsblad folgte, wo Pieterse Vierte wurde.
Beim Samyn des Dames sprintete sie auf Rang sechs, ihre Klassikerkampagne brachte zudem zweimal die Top 20 (bei Gent-Wevelgem In Flanders Fields sowie bei Dwars Door Vlaanderen). Enttäuschend verlief dagegen die Ronde, wo sie früh in einen Sturz verwickelt wurde, bei der Aufholjagd dann nicht mehr ins Feld der Favoritinnen zurückkehren konnte und mit Abschürfungen ausstieg.
Die Verletzungen sorgten dann für einen Fieberschub und hemmten die Vorbereitungen für Paris-Roubaix. Schweinberger startete in den Kopfsteinpflasterklassiker und beendete ihn auf Rang 28, war aber chancenlos im Kampf um ein besseres Ergebnis. “Nach dem Sturz in Flandern ist es mir richtig schlecht gegangen. Sonst waren die Rennen davor ganz gut, ich war in Wevelgem voll dabei als es über den Kemmelberg ging, dann sprintete im Ziel aber ein großes Feld und bei Dwars habe ich im Finale noch einmal attackiert“, blickte sie zurück.
Als Helferin immer stark in Aktion bei ihren Renneinsätzen | Foto: Cor Vos
Auf die Tirolerin warteten dann noch der Giro d’Italia und die Tour de France, ein Double, das eine besondere Vorbereitung mit zwei Höhentrainingslagern verlangte. Bei den Österreichischen Meisterschaften zuvor verteidigte sie ihren Zeitfahrtitel, im Straßenrennen war sie auf einem völlig flachen Kurs lange in der vordersten Gruppe zu finden, landete schlussendlich auf Rang sechs.
Den Giro-Auftakt in Bergamo beendete sie als Siebte, zwei Tage später in Trento folgte dann ein sechster Tagesrang. “Ich hatte leider im Zeitfahren nicht den besten Tag gehabt, um ganz vorne reinzufahren. In Summe waren aber gute Momente dabei, mit ein wenig mehr Glück wäre vielleicht auch mehr gegangen“, so Schweinberger, deren kletterstarke Teamkollegin Pauliena Rooijakkers sowohl in Italien als auch danach in Frankreich auf Gesamtklassement fuhr.
Die Niederländerin wurde Siebte beim Giro, wenig später dann sogar Vierte bei der Tour. “In Frankreich war alles auf sie ausgerichtet und ich muss echt sagen, es war eine brutale Rundfahrt, vor allem in den Bergen. Was wir teilweise in den Abfahrten riskiert haben, war irre“, sagte Schweinberger, die zum Saisonende hin dann wieder ein paar eigene Chancen bekam.
So wurde sie Sechste bei der Simac Ladies Tour und verpasste am vorletzten Tag im kurzen Zeitfahren von Doetinchem nach Westendorp als Zweite nur knapp den Tagessieg. “Für meinen Geschmack war das Zeitfahren ein wenig zu kurz, aber die Rundfahrt lief noch einmal richtig gut und gab mir Zuversicht für die Europameisterschaften“, erklärte die Österreicherin, die zuletzt im Einzelzeitfahren zweimal Bronze für ihr Heimatland erobern konnte.
Zwei Wochen bereitete sie sich intensiv auf ihren Tag X in der Ardéche vor, verzichtete sogar auf eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Ruanda. Dann aber landete sie in Frankreich aber nur auf Rang acht. “Leider habe ich mich im Training ein bisschen abgeschossen, habe zu intensiv trainiert. Von den Werten war das Zeitfahren nicht so katastrophal, aber meine Bestleistungen konnte ich dort nicht abrufen“, meinte Schweinberger, die in ihrem letzten Saisonrennen Dritte beim Chrono des Nations wurde.
Platz acht bei den Europameisterschaften war nicht das erwartete Resultat der zweifachen Medaillengewinnerin aus Tirol | Foto: Cor Vos
“Manche Dinge haben mich diese Saison voll zufrieden gestimmt, manche Dinge halt gar nicht“, resümierte sie abschließend. Für zwei weitere Jahre verlängerte Schweinberger mit ihrem Team, das im Spätsommer mit einer spektakulären Personalie aufwartete. Denn mit der Niederländerin Charlotte Kool wechselte eine absolute Topsprinterin von Picnic - PostNL zu Fenix - Deceuninck.
So wird sich 2026 auch Schweinbergers Rolle im Team nochmals ändern, künftig wird sie auch zum Sprintzug der 26-jährigen Niederländerin gehören, die 2024 zwei Etappensiege bei der Tour de France Femmes feiern konnte.
31.12.2025Reusser in neuen Sphären: “Glück ist Realität minus Erwartung“(rsn) – Mehr als doppelt so viele Punkte wie die nun zweitplatzierte Vorjahresgewinnerin Elise Chabbey (FDJ – Suez): Marlen Reusser (Movistar) war 2025 die unangefochtene Nummer 1 im RSN-Jahresran
31.12.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Frauen 2025(rsn) – Seit dem Jahr 2013 blicken wir am Ende der Straßenradsaison neben der Jahresrangliste der Männer auch auf das Jahr der Frauen mit entsprechendem RSN-Ranking zurück. Berücksichtigt werden
31.12.2025Die Strassacker-Trophäe zur RSN-Jahresrangliste 2025(rsn) – Seit inzwischen 18 Jahren blicken wir von radsport-news.com in Form unserer RSN-Jahresrangliste auf die Saison der Radprofis aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zurück u
30.12.2025Tour-Bergtrikot, erster Rundfahrtsieg und zwei Holzmedaillen(rsn) – Elise Chabbey (FDJ - Suez) machte 2025 in der Weltrangliste einen großen Sprung bis auf den sechsten Platz. Schon in den vergangenen Jahren gehörte die Schweizerin zu den weltbesten Klas
29.12.2025Giro-Siege, Flandern-Podium und ein bitteres Saisonende(rsn) – Den Deutschen Meistertitel musste sie zum zweiten Mal in Folge Franziska Koch (Picnic – PostNL) überlassen und krankheitsbedingt endete die Saison 2025 für Liane Lippert (Movistar) bei d
28.12.2025Saisonstart-Spezialistin mit Top-Frühjahr und gutem Herbst(rsn) – Sie war die fleißigste Punkte- und Ergebnissammlerin des Frauenradsports in den ersten zweieinhalb Monaten der Saison 2025: Als das Peloton aus Italien von Mailand-Sanremo zurück nach Belg
27.12.2025Windkante und Magenkrämpfe verhinderten das i-Tüpfelchen(rsn) – Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM – zondacrypto) hatte hohe Erwartungen an ihre dritte WorldTour-Saison, wie sie es RSN noch im März dieses Jahres anlässlich eines langen Interviews
26.12.2025Mit Uno-X bei den Topsprinterinnen angeklopft(rsn) – Linda Zanetti (Uno-X Mobility) ist 2025 zu einem der Shootingstars im internationalen Peloton geworden. Nach zwei Jahren beim UAE-Team und einem bei Human Powered Health schloss sich die Sch
25.12.2025In Chongming um den WorldTour-Sieg gebracht(rsn) – Zum dritten Mal in ihrer Karriere eroberte Kathrin Schweinberger (Human Powered Health) das Trikot der Österreichischen Meisterin, nachdem sie sich im Burgenland aus einer frühen Gruppe he
24.12.2025In einem Bilderbuchjahr “mich immer wieder selbst überrascht“(rsn) – Wenn man dem Begriff ´Beständigkeit´ im deutschen Profiradsport in den letzten Jahren einen Namen geben sollte, dann sicherlich den von Franziska Koch (Picnic – PostNL). Mittlerweile g
22.12.2025Die Puzzleteile fügen sich langsam zu einem Ganzen zusammen(rsn) – Ganze acht Rundfahrten mit 51 Renntagen im Sattel werden nicht viele Profis im Frauen-Peloton in der vergangenen Saison absolviert haben. Für Petra Stiasny, die bis zum Jahresende noch bei
21.12.2025Auf einem “megaguten“ Weg nach oben(rsn) – Würde die Schweiz nach einer Aufsteigerin des Jahres im Radsport suchen, sie würde bei Jasmin Liechti (Nexetis) fündig werden. Die 23-jährige Studentin aus Bern feierte drei Rennsiege un
05.02.2026Das Rose Shave FFX, Bastian Marks und der Renneinstieg (rsn) - Im Großteil der 120-jährigen Geschichte von Rose Bikes stand der professionelle Radsport als Werbemaßnahme nicht an erster Stelle. Zwar sponserte man über die Jahre das ein oder andere Tea
05.02.2026Wyllie und Fisher-Black sind neuseeländische Zeitfahrmeister (rsn) – Für Ella Wyllie (Liv – Jayco – AlUla) und Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat sich die Verlängerung ihrer Australien-Kampagne gelohnt. Die beiden WorldTour-Profis s
05.02.2026Mit neuer Leitung, Evenepoel und PR-Stunts attraktivstes Team der Welt? (rsn) – Es ist noch nicht allzu lange her, da sagte Ralph Denk, sein Team Bora – hansgrohe wolle einmal das beste Team der Welt werden. An dieser Zielsetzung hat man nun zusammen mit dem neuen Meh
05.02.2026Yates der Star beim Mittelteil der Orient-Trilogie (rsn) – Nach der Saudi Tour (2.Pro) ist vor der Tour of Oman (2.Pro) ist vor der UAE Tour (2.UWT). Seit die inzwischen nicht mehr stattfindende Tour of Qatar 2002 ins Leben gerufen wurde, finden sic
04.02.2026Pedersen bricht sich bei Saisonauftakt Handgelenk und Schlüsselbein (rsn) – Mads Pedersen muss seine Saison 2026 bereits nach seinem ersten Renntag unterbrechen. Wie das Team Lidl – Trek am Mittwochabend mitteilte, hat sich der Däne bei einem Sturz auf der 1. Eta
04.02.2026Richardson ringt Lavreysen im Duell der Sprint-Giganten nieder (rsn) – Matthew Richardson hat bei der Bahnrad-Europameisterschaft im türkischen Konya das Duell der Sprint-Giganten gewonnen und sich in der Königsdisziplin der Kurzzeit-Athleten im Finale gegen
04.02.2026Genesener Kluge holt sich im Omnium die Bronzemedaille (rsn) – Roger Kluge hat sich, zwei Tage nachdem er das Punktefahren noch krankheitsbedingt ausgelassen hatte, bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya mit einer Medaille im Wettkam
04.02.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w
04.02.2026Pedersen nach Sturz beim Valencia-Auftakt ausgeschieden (rsn) – Laut einer Meldung der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws ist Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) am Mittwoch nach Spanien zu einem dreiwöchigen Höhentrainingslager in der Sierra Nev
04.02.2026Girmay feiert perfekten Einstand im NSN-Trikot (rsn) – Biniam Girmay (Lotto – Intermarché) ist eine perfekte Premiere im Trikot seines neuen Teams NSN gelungen. Der 25-jährige Eritreer entschied den Auftakt der 77. Valencia-Rundfahrt (2. Pro
04.02.2026Crabbe überrascht im Bergaufsprint von Bellegarde die Favoriten (rsn) – Tom Crabbe (Flanders – Baloise) hat überraschend den Auftakt des 56. Etoile de Bessèges - Tour du Gard (2.1) für sich entschieden. Der 20-jährige Belgier setzte sich auf der großteils
04.02.2026Reusser und van der Breggen fordern Longo Borghini heraus (rsn) – Erstklassig besetzt ist das Feld der am Donnerstag beginnenden4. UAE Tour Women (5. – 8. Februar). Die nach der Tour Down Under zweite Frauen-Rundfahrt der Saison wartet mit insgesamt 20 T