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17.07.2018 | (rsn) - Während es im Gesamtklassement auf der ersten Alpenetappe der 105. Tour de France nur wenig Bewegung gab, ist die Wertung des besten Nachwuchsprofis kräftig durcheinander geschüttelt worden. Der bisher führende Däne Sören Kragh Andersen (Sunweb) fiel vom ersten auf den dritten Platz zurück und musste dabei zwei Franzosen an sich vorbeiziehen lassen.
Neuer Spitzenreiter ist Pierre Latour (AG2R), der nach zehn Etappen nun 1:54 Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann Guillaume Martin (Wanty-Groupe Gobert) aufweist.
Dabei kämpften sich die beiden Franzosen auf ganz unterschiedliche Art an die Spitze der Sonderwertung. Latour blieb an der Seite seines Kapitäns Romain Bardet, hielt am Ende in der Favoritengruppe auf der letzten Abfahrt sogar noch das Tempo hoch und erreichte mit 3:23 Minuten Rückstand auf Tagessieger Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) das Ziel.
"Es ist immer schön, ein solches Weißes Trikot zu tragen. Es war für heute eigentlich kein Ziel, da ich am Sonntag einiges an Zeit verloren hatte. Ich bin aber sehr froh, dass ich Romain so lange unterstützen konnte und dadurch sprang dann die Führung in der Nachwuchswertung heraus"; erklärte der 24-Jährige im Ziel in le Grand-Bornand.
Dagegen gehörte Martin zur großen Ausreißergruppe des Tages. Und in der zählte er sogar zu den kletterstärksten Fahrern, konnte diesem Ruf aber nicht gerecht werden. Kurz vor der letzten Bergwertung des Tages 14 Kilometer vor dem Ziel war Martin von der Favoritengruppe eingeholt und büßte auf den letzten Metern nochmals fünf Sekunden ein.
"Es ist frustrierend, keine guten Beine zu haben. Das ist auch der Grund, warum ich in die Ausreißergruppe ging, denn anders hätte ich zehn Minuten verloren. Eigentlich sollte ich aus so einer Gruppe heraus um den Sieg fahren, aber heute das war einfach kein Spaß. Ich hatte einen richtig schweren Tag", erklärte Martin, der dies auch auf seinen Sturz vom Sonntag zurückführte, bei dem er sich eine Rippenverletzung zugezogen hatte.
Bei nur knapp zwei Minuten Abstand zwischen den beiden Franzosen dürfte in die Nachwuchswertung auch weiterhin Bewegung kommen. "Es kommen noch große Tage, der Weg nach Paris ist noch weit und ich hatte in der Vergangenheit immer ein, zwei schlechte Tage", betonte Latour Und auch Martin gibt sich noch längst nicht geschlagen. "Ich schaue von Tag zu Tag und hoffe, dass es bei mir wieder besser läuft", so der Wanty-Kapitän.
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