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09.05.2018 | (rsn) - Es passiert auch nicht alle Tage, dass ein Fahrer nach einem Sturz im Finale eines Rennens ein positives Fazit zieht - und sich im Gesamtklassement sogar verbessert. Genau das passierte aber Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) auf der gestrigen 4. Etappe des Giro d’Italia, nachdem er nur zwei Kilometer vor dem Ziel in Caltagirone zu Boden gegangen war.
Schnell schwang sich der GrandTour-Debütant aber wieder aufs Rad, hielt den Rückstand auf die Besten in Grenzen und erreichte in der zweiten Verfolgergruppe nur zehn Sekunden hinter dem Tagessieger Tim Wellens (Lotto Fix All) das Ziel, das sich am Ende einer 800 Meter langen und 8,5 Prozent steilen Rampe befand.
"Ich war an fünfter Position, aber als das Feld mit Vollgas durch eine scharfe Kurve fuhr, habe ich einen der Zuschauer touchiert und bin zu Boden gegangen“, schilderte Schachmann die unglückliche Szene, die ihn das Weiße Trikot hätte kosten können. "Ich habe überprüft, dass alles okay war und bin sofort aufs Rad zurück gesprungen.“
In der folgenden kurzen Schlussjagd hielt der 24-jährige Berliner den Schaden nicht nur in Grenzen, sondern baute seinen Vorsprung in der Wertung des besten Jungprofis gegenüber dem zweitplatzierten Valerio Conti (UAE Team Emirates) sogar auf nunmehr 25 Sekunden aus. Der Italiener hatte bei einer Attacke im Finale viele Kräfte verpulvert und war auf Position 36 ins Ziel gekommen, 17 Sekunden hinter der Gruppe um Schachmann.
"Ich bin überrascht, dass ich nur eine Hand voll Sekunden verloren habe, bin aber zufrieden, dass ich den Tag retten und sogar meine Führung in der Nachwuchswertung ausbauen konnte“, kommentierte der junge Deutsche den Ausgang der Etappe, nach der er sogar im Gesamtklassement eine Position gut machen konnte, da der zuvor drittplatzierte Portugiese José Goncalves (Katusha-Alpecin) auf Rang elf zurückfiel.
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